Zwei Schiffe prallen aufeinander - jetzt sind sieben Menschen tot

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Rettungskräfte suchen in der Nacht am Ufer der Donau nach Opfern. Zwei Schiffe waren kollidiert, ein Schiff sank. Foto: Peter Lakatos/MTI/AP

Auf der Donau in Budapest sind am Mittwochabend zwei Schiffe kollidiert. Das kleinere von beiden sank. Mindestens sieben Menschen starben bei dem Unglück.

Auf der Donau in Budapest sind am Mittwoch zwei Schiffe aufeinandergeprallt. Dabei kamen mindestens sieben Menschen ums Leben.

  • Zwei Schiffe prallen auf der Donau in Budapest aufeinander
  • Mindestens sieben Menschen sterben, 19 werden noch vermisst
  • Auf dem Schiff waren Touristen aus Südkorea

Am Mittwoch (29. Mai) kollidierte ein Ausflugsschiff mit 35 Menschen an Board mit einem größeren Schiff und sank. Die Touristen stammen zum Großteil aus Südkorea. Das dortige Außenministerium sagte, dass nach 19 Personen gesucht wurde. Sieben Passagiere wurden gerettet.

Ungarische Medien berichteten von einem Großeinsatz der Rettungskräfte. Große Scheinwerfer beleuchteten Teile der Donau. Die Suche nach den Vermissten wurde durch heftigen Regen und starke Strömungen erheblich erschwert, wie das Internet-Portal Index.hu berichtete. Die Wassertemperatur betrug nur 15 Grad.

Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap befanden sich 30 Touristen, die eine Sechs-Länder-Reise nach Osteuropa gebucht hatten, auf dem Ausflugsschiff. Dazu kommen noch drei Reisebegleiter sowie zwei Besatzungsmitglieder. Die meisten Reisenden seien 40 bis 50 Jahre alt gewesen. Auch ein sechsjähriges Kind sei an Bord gewesen.

Die Donau fließt mitten durch Budapest und trennt die beiden Stadthälften Buda und Pest voneinander. Ausflugsfahrten per Schiff sind auf dem Budapester Flussabschnitt bei Touristen sehr beliebt, weil sich dabei schöne und fotogene Ausblicke auf Sehenswürdigkeiten wie die Burg von Buda und das Parlamentsgebäude bieten.

Die Ursache des Zusammenstoßes mit dem anderen, größeren Schiff war zunächst unklar. Wie schnell auf See etwas außer Kontrolle geraten kann, hat ein Vorfall vom vergangenen Wochenende gezeigt. Ein Segelschulschiff aus Russland hat in Bremerhaven ein Auto gerammt.

Südkorea gehört längst zu den Top-Industrieländern weltweit. Immer wieder sind Medien auch in Deutschland unterwegs, um sich über die Errungenschaften zu informieren. Zumal die meisten Menschen mit den Errungenschaften des Landes täglich konfrontiert werden. Samsung ist ein südkoreanisches Unternehmen. Erst kürzlich wurden die neuesten Smartphones des Herstellers von Stiftung Warentest mit "sehr gut" bewertet.

Mit dpa-Material