Rätselhafte Todesfälle bei Hermes: Todesursache steht fest

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Zwei Hermes-Mitarbeiter sind in Sachsen-Anhalt tot aufgefunden worden. Foto: dpa

Zwei Mitarbeiter des Paketzustellers Hermes aus Haldensleben in Sachsen-Anhalt sind am Dienstag tot aufgefunden worden. Nun steht die Todesursache fest.

Zwei Mitarbeiter des Paketzustellers Hermes aus Haldensleben in Sachsen-Anhalt sind am Dienstag (15. Oktober) tot aufgefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass die Männer eines natürlichen Todes gestorben sind.

  • Zwei Mitarbeiter der Versandkette Hermes sind am Dienstag (15. Oktober) tot aufgefunden worden.
  • Der Betrieb am Versandzentrum in Haldensleben in Sachsen-Anhalt wurde zunächst eingestellt.
  • Die Ursache der Tode steht nun auch fest.

Tote Hermes-Mitarbeiter: Ursache steht fest

Update, Donnerstag (17. Oktober), 12.30 Uhr: Die Obduktion der beiden verstorbenen Hermes-Mitarbeiter ist abgeschlossen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sind die beiden Männer eines natürlichen Todes gestorben. Die Untersuchungen in der Rechtsmedizin hätten keine Hinweise auf Vergiftungen ergeben, hieß es.

Warum sich ein dritter Mitarbeiter von Hermes, die übrigens auch ein neues Liefermodell für Pakete testen, bei dem nette Nachbarn mehr mit einbezogen werden sollen, zur gleichen Zeit schwer verletzte, ist hingegen immer noch unklar.

Nach Todesfällen bei Hermes: Arbeit wieder im vollen Gange

Update, Donnerstag (17. Oktober), 10.45 Uhr: Bei den Todesfällen zweier Mitarbeiter von Hermes vermuten die Ermittler mittlerweile, dass die Männer nicht an einer Vergiftung, sondern eines natürlichen Todes starben. Konkrete Ergebnisse gebe es jedoch frühestens am Donnerstag.

In dem Hermes-Versandzentrum in Sachsen-Anhalt wurde die Arbeit nach rund 24 Stunden Schließung am Mittwochabend (16. Oktober) wieder aufgenommen.

Zwei Hermes-Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt tot aufgefunden

Auf dem Gelände des Paketzustellers in Sachsen-Anhalt fand man in der Nacht zu Dienstag zunächst einen 58-jährigen Mitarbeiter tot auf, berichtet der Spiegel. Er soll demnach vor Ort zusammengebrochen sein. Am Nachmittag entdeckte man einen zweiten 45-jährigen Mitarbeiter tot auf dem Fahrersitz seines Transportfahrzeugs.

Ein dritter Mitarbeiter wurde schwerverletzt aufgefunden, bei ihm ist bekannt, dass er gesundheitliche Probleme hatte.

Die Ursache der Todesfälle ist unklar - die Polizei untersucht die Fälle

Die Ursache in den beiden Todesfällen ist noch unklar. Die Polizei Börde geht aktuell von einer Verkettung von Zufällen aus, wie sie gegenüber Spiegel Online berichtet hat. Dennoch könne man eine Gefahrensituation nicht ausschließen.

In der Nacht zu Mittwoch waren 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr am Hermes-Versandzentrum im Einsatz, auf der Suche nach Hinweisen.

Der Betrieb in Haldensleben wurde eingestellt

Am frühen Mittwoch (16. Oktober) haben Einsatzkräfte ein zugestelltes Paket in einer Wohnung untersucht, wobei aber nichts Auffälliges festgestellt werden konnte. Auch der Transporter des verstorbenen Paketboten wurde abgeschleppt. Bei der Untersuchung habe ein Testgerät an einem untersuchten Paket einen Stoff angezeigt, der in großen Mengen gefährlich werden kann.

Zur Sicherheit sollen die Leichen am Mittwoch (16. Oktober) obduziert werden. Die polizeilichen Ermittlungen laufen.

Das Paketzentrum in Haldensleben in Sachsen-Anhalt hat den Betrieb noch am Dienstag eingestellt. Die Spätschicht des Paketzentrums endete früher und die Nachtschicht begann erst gar nicht.