Zombie-Krankheit in Europa: Menschen könnten sich bei Tieren infizieren

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Röhrender Hirsch. Foto: dpa

Eine tödliche Krankheit breitet sich in der Tierwelt aus - die "Zombie-Krankheit". Jetzt die Warnung: sie könnte auch für Menschen gefährlich werden.

Eine tödliche Krankheit breitet sich in der Tierwelt aus: Infizierte Tiere sabbern, magern ab und werden aggressiv. Nicht umsonst sprechen Experten von der sogenannte Zombie-Krankheit. Und: Die Krankheit könnte auch für Menschen gefährlich werden.

Die Krankheit ist vergleichbar mit dem Rinderwahnsinn. Bisher seien von der "Zombie-Krankheit" aber nur Tiere betroffen - überwiegend Elche, Hirsche und Rehe. Bereits in den USA, in Norwegen, in Finnland und in Südkorea soll die Krankheit diagnostiziert worden sein. Das berichtet die taz am Dienstag (19. Februar) unter Berufung auf Informationen des Center for Infectious Disease Research and Policy der University of Minnesota.

Krankheit endet tödlich

Die Übertragungsmöglichkeiten seien noch nicht eindeutig geklärt, berichtet die taz. Man vermute, dass sich die Krankheit über verschmutzen Speichel oder Kot unter den Tieren verbreitet. Tausende seien schon betroffen.

Der richtige Name der Krankheit ist „Chronic Wasting Desease“ (CWD) - eine Nervenkrankheit die immer tödlich endet. Dabei sorgt ein Erreger im Nervensystem für massive Schäden.

Die Folgen: Gewichtsverlust, erhöhter Speichelfluss, Koordinationsschwierigkeiten und Aggressivität. Symptome, die an das Verhalten der Zombies bei "The Walking Dead" erinnern: torkelnde, abgemagerte und aggressive Kreaturen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der Symptome kann extrem lange dauern - ganze zwölf Monate.

Wird die Krankheit auch für Menschen gefährlich?

Eigentlich ist die Nervenkrankheit schon länger bekannt. Bei einer Expertenanhörung in den USA/ Minnesota Anfang Februar wurde jetzt aber daraufhin gewiesen: Die Krankheit könnte auch für den Menschen gefährlich werden.

Ein Experiment habe gezeigt, dass sich auch Affen anstecken können, berichtet die taz. Affen, die Fleisch von den infizierten Tieren aßen oder in Kontakt mit Gehirn- oder Körperflüssigkeiten kamen, erkrankten auch an CWD. Eine weitere Studie dagegen stellte dagegen keine Übertragung der Krankheit fest.

Dennoch steht die Vermutung im Raum, dass auch Menschen sich mit der Krankheit infizieren können. Infiziertes Fleisch zu essen, kann eine Übertragungsmöglichkeit sein, so Michael Osterholm, an der University of Minnesota.

„Es ist wahrscheinlich, dass beim Menschen Fälle von CWD in Zusammenhang mit dem Verzehr von kontaminierten Fleisch auftreten werden", wird Osterholm im Online-Magazin Twin-Cities.com zitiert.

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Bisher seien in Deutschland noch keine Fälle von infizierten Tieren bekannt. Dennoch muss diese Krankheit im Auge behalten werden.