Männer geben sich als Diplomaten aus und wollen 70 Kilo Heroin schmuggeln

+
Koffer mit Heroin. Foto: Hauptzollamt Dresden

Bei einer Kontrolle durch den Zoll wurden zwei angebliche Diplomaten auf einer Autobahn in Sachsen mit Heroin im Wert von drei Millionen Euro erwischt.

Bei einer Kontrolle durch den Zoll wurden zwei angebliche Diplomaten auf einer Autobahn in Sachsen mit Heroin im Wert von mindestens drei Millionen Euro erwischt.

  • Zoll in Dresden kontrolliert Auto auf Autobahn 17.
  • Zwei Männer geben sich als mongolische Diplomaten aus.
  • Beamte finden 70 Kilogramm Heroin.

Beamte des Hauptzollamtes Dresden stoppten am frühen Montagmorgen (3. Juni) im Rahmen einer Kontrolle ein Auto mit Diplomatenkennzeichen. Der Wagen kam aus Richtung Tschechien und war auf der Autobahn 17 in Sachsen unterwegs.

Zoll kontrolliert angebliche Diplomaten

Als die Zollbeamten die zwei Autoinsassen kontrollieren wollten, gaben sie sich als mongolische Diplomaten aus und verweigerten die Überprüfung ihres Fahrzeugs. Dabei beriefen sie sich auf ihren angeblichen Diplomatenstatus.

Die Zollbeamten kontaktierten daraufhin das Auswärtige Amt in Berlin. Wie sich herausstellte, lag weder für die beiden Männer noch für das Fahrzeug eine Akkreditierung in Deutschland vor.

Bei der anschließenden Kontrolle des Autos fanden die Zollbeamten im Kofferraum zwei Koffer mit insgesamt 140 Paketen à 500 Gramm Heroin - ein Verkaufswert von mindestens drei Millionen Euro.

70 Kilogramm Heroin im Kofferraum

Die beiden Männer wurden daraufhin vorläufig festgenommen, die Betäubungsmittel und der Wagen sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden außerdem Haftbefehl gegen die Betrüger. Die Beschuldigten befinden sich nun in Untersuchungshaft. Mit dpa-Material