Zoff bei Fridays for Future: Greta Thunberg verlässt Konferenz

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Bei einem Treffen von mehr als 400 Anhängern der "Fridays for Future"-Bewegung in der Schweiz kommt es zum Streit. Rund 30 Teilnehmer verlassen den Saal aus Protest, darunter auch Greta Thunberg.

Bei einem Treffen von 400 Anhängern der Fridays for Future Bewegung kommt es zum Streit. 30 Teilnehmer verlassen den Saal, darunter auch Greta Thunberg.

Bei einem Treffen von mehr als 400 Anhängern der "Fridays for Future"-Bewegung in der Schweiz kam es zum Streit. Rund 30 Teilnehmer verließen den Saal aus Protest, darunter auch Greta Thunberg.

  • Das ist eine Reaktion auf einen Forderungskatalog der Bewegung.
  • Die Forderungen seien für Greta Thunberg zu spezifisch.
  • Journalisten sollen den Saal verlassen.

Wie es in dem Bericht vom US-Portal BuzzFeed heißt, sei der Protest eine Reaktion auf einen Forderungskatalog, den die Bewegung erstellt hat.

Streit über Forderungen zu Reformen

Ein Komitee der "Fridays for Future"-Bewegung hat mehr als 20 Handlungsempfehlungen für Politiker in einem Katalog erstellt.

Darin enthalten sind beispielsweise konkrete Forderungen zu landwirtschaftlichen Reformen und zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Schifffahrt.

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Forderungen für Thunberg zu spezifisch

Die 30 Personen, die den Saal verließen, hätten gegen diese Handlungsempfehlungen gestimmt. Sie wollen die Forderungen lieber durch allgemein formulierte ersetzen.

"Nicht einer von uns stimmt all diesen Forderungen zu, weil sie zu spezifisch sind", zitiert BuzzFeed Greta Thunberg, die am Samstag (10. August) den Hambacher Forst in NRW besucht hat. Stattdessen hätten Thunberg und die anderen Personen für Anweisungen wie "hört auf die Wissenschaft" und "Klimagerechtigkeit für alle" gestimmt.

Dem Bericht des Schweizer Magazins Blick zufolge, begann am Freitag gerade eine Debatte. Es ging um die Schwierigkeiten der Basisdemokratie bei "Fridays for Future", als sich Greta Thunberg zu Wort meldete.

Sie machte die Medien für die schlechte Stimmung auf dem Kongress verantwortlich. Deswegen rief sie dazu auf, die Journalisten auszuschließen, "weil sie es sonst so darstellen, als hätten wir Streit".

Die Mehrheit der Aktivisten waren dafür - die Journalisten mussten den Raum verlassen. Nach wenigen Minuten durften sie den Raum wieder betreten und der Diskussion weiter zuhören. Einer der Organisatoren sagte gegenüber Blick: "Wir sind auch nur Menschen und brauchen manchmal Privatsphäre."

Die "Fridays for Future"-Konferenz geht noch bis Freitag. Anschließend wird Thunberg nach Großbritannien aufbrechen. Später will die 16-Jährige per Hochseejacht den Atlantik überqueren und in die USA reisen.

Von TV-Star Detlev Steves muss Greta Thunberg viel Kritik einstecken.