Schwere Vorwürfe gegen Regierung

Terror in Wien: Österreich will mehrere Moscheen schließen

In Wien sind am Montagabend Schüsse gefallen. Es gibt Tote und zahlreiche verletzte Menschen. Nach dem Terroranschlag führt die Polizei Razzien in Deutschland durch.

  • Am Montagabend sind in Wien mehrere Schüsse in der Nähe einer Synagoge* gefallen. Es gibt Tote. Mindestens 14 Menschen wurden teils schwer verletzt.
  • Gibt es Kontaktpersonen in Deutschland? Die Polizei führt Razzien durch.
  • Die österreichische Regierung will nun mehrere Moscheen in dem Land schließen (Update vom 6. November, 14.50 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert. 

Update vom 6. November, 16.01 Uhr: Auch in Bremen hat es am Freitag eine Durchsuchung im Zusammenhang mit dem Anschlag in Wien gegeben. Dabei sind nach Angaben der Polizei in der Wohnung eines 18-Jährigen Datenträger sichergestellt worden. Der Mann habe in Kontakt gestanden zu den vier jungen Männern, deren Wohnungen ebenfalls durchsucht wurden (siehe Update vom 6. November, 7.40 Uhr). Der 18-Jährige habe aber keine direkte Verbindung zu dem Attentäter gehabt.

Die Polizei sprach von intensiven Kontakten des jungen Mannes in die islamistisch-salafistische Szene. Die Durchsuchung sei vom Bremer Amtsgericht zur Gefahrenabwehr angeordnet worden.

Terror in Wien: Österreich will mehrere Moscheen schließen - martialisches Foto fällt Kurz auf die Füße 

Update vom 6. November, 14.50 Uhr: Nach dem islamistischen Anschlag in Wien will die österreichische Regierung mehrere Moscheen* schließen - im Blick seien dabei „radikalislamische“ Einrichtungen, hieß es. Ein Sprecher des Innenministeriums kündigte an, weitere Details würden Ressortchef Karl Nehammer und Kultusministerin Susanne Raab (beide ÖVP) in Kürze bei einer Pressekonferenz bekannt geben.

Kanzler Sebastian Kurz und Nehammer hatten am Morgen zwei Polizisten geehrt, die den Attentäter in der Tatnacht von Montag auf Freitag gestoppt hatten. Ein zugehöriges Pressefoto sorgte allerdings auch für Kritik. Zu lesen war in den sozialen Netzwerken unter anderem, die Politiker hätten sich zu sehr in den Vordergrund gerückt. Die Polizisten seien de facto „nur ein Objekt oder Instrument in einer größeren Inszenierung“, sagte auch die Politologin Lore Hayek der Zeitung Standard. Für Irritationen sorgte auch die - mutmaßlich zum Persönlichkeitsschutz vorgenommene - Vermummung der Polizisten mit Sturmhauben.

Größere Probleme dürfte den beiden ÖVP-Politikern aber die Debatte um behördliche Fehler im Vorfeld des Anschlags zu schaffen machen. „Vier Menschen sind tot, obwohl die Behörde klare Hinweise hatte, dass von dem Terroristen Gefahr ausgeht“, sagte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner am Donnerstag in einer Parlaments-Sondersitzung. Der Attentäter war im Sommer daran gescheitert, in der Slowakei Munition zu kaufen. Das Nachbarland informierte daraufhin das österreichische Innenministerium.

Kurz und Nehammer hatten nach dem Anschlag indirekt die Justiz und auch Justizministerin Alma Zadic (Grüne) in die Verantwortung genommen. Dann rückte das ÖVP-geführte Innenministerium in den Fokus. Nehammer geriet am Donnerstag in Streit mit seinem Vor-Vorgänger Herbert Kickl (FPÖ). Der Rechtspopulist vermutete öffentlich „undichte Stellen“ beim Verfassungsschutz, die den Täter vor einer geplanten Razzia gewarnt haben könnten. Der Amtsinhaber warf Kickl daraufhin vor, selbst „den Verfassungsschutz zerstört“ zu haben. Hintergrund ist eine Razzia im Geheimdienst 2018.

Update vom 6. November, 11.18 Uhr: Bei den Razzien in mehreren deutschen Städten im Zusammenhang mit dem Anschlag in Wien (siehe vorheriges Update) hat es laut dem Bundeskriminalamt (BKA) keine Festnahmen gegeben. Es bestehe bislang kein Anfangsverdacht auf eine Tatbeteiligung, die vier Betreffenden sollen „jedoch Verbindungen zu dem mutmaßlichen Attentäter“ gehabt haben, so das BKA auf Twitter. „Die Durchsuchungen dienen der Sicherstellung möglicher Beweismittel.“

Update vom 6. November, 7.40 Uhr: Wie die Tagesschau berichtet, hatte der Wien-Attentäter tatsächlich Verbindungen nach Deutschland. Die Polizei führt am Freitagmorgen nun Razzien in Wohn- und Gewerberäumen mutmaßlicher Terroristen durch.

Laut Bundesanwaltschaft handelt es sich hierbei um insgesamt vier nicht tatverdächtige Personen in Pinneberg, Kassel und Osnabrück. Die Personen stehen in Verbindung mit dem 20-jährigen Attentäter von Wien. Mit zwei der Kontaktpersonen soll sich der Attentäter im Juli 2020 in der österreichischen Hauptstadt getroffen haben. Zu der dritten Kontaktperson gab es anscheinend Internet-Kontakt. Zur vierten Person gab es wohl nur indirekten Kontakt über das Internet, so die Tagesschau.

Terroranschlag in Wien: Österreicher reagiert auf besondere Art - Papst beklagt zunehmende Grausamkeit in Europa

Update vom 5. November, 16.45 Uhr: Die Theorie, dass es sich bei dem Anschlag am Montagabend in Wien um einen Einzeltäter handelte, wurde am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bestätigt. Das sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) unter Berufung auf Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden. Die Einzeltäter-Annahme habe sich nach der Sichtung von mehr als 20.000 Videos von Augenzeugen und Überwachungskameras von dem besagten Abend bestätigt.

„Was gleichzeitig sichtbar wurde, ist, mit welcher Brutalität und Grausamkeit der Täter vorgegangen ist“, ergänzte Nehammer zum Videomaterial. In den Stunden nach dem Anschlag wurden zunächst 14 Personen aus dem Umfeld des Täters vorläufig festgenommen. Bei der Pressekonferenz wies Nehammer darauf hin, dass im Vorfeld des Anschlags in Wien einiges schief gelaufen sei. Das berichtet Der Standard. Der Täter habe das Deradikalisierungsprogramm „perfekt täuschen“ können. Es stelle sich die Frage, wie man künftig mit der Gefahr, die von sogenannten Gefährdern ausgehe, umgehe, so Nehammer.

Kritisch äußerte sich Nehammer über das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), das bereits vor einiger Zeit vom slowakischen Geheimdienst über den Attentäter informiert wurde. Dieser habe versucht, in der Slowakei Munition zu kaufen. Nehammer will daher eine unabhängige Untersuchungskommission einsetzen, um die schief gelaufene Kommunikation aufzuklären. Der Verfassungsschutz habe die Information nicht an die Justiz weitergeleitet, jedoch die Slowakei für Rückfragen kontaktiert.

Terror in Österreich: Attentäter zuvor bei Munitionskauf aufgefallen

Update vom 5. November, 12.45 Uhr: Eine Polizeisprecherin erklärte am Mittwoch dem TV-Nachrichtensender TA3, dass der beim Terrorangriff in Wien erschossene Attentäter zuvor der slowakischen Polizei bei dem versuchten Kauf von Munition aufgefallen war. Die Polizeidirektion in Bratislava reagierte prompt. Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite betonten sie, dass die bei dem Attentat verwendeten Waffen nicht aus der Slowakei stammen würden.

„Die slowakische Polizei erhielt im Sommer die Information, dass verdächtige Personen aus Österreich versuchten, in der Slowakei Munition zu kaufen. Es gelang ihnen aber nicht, den Kauf zu realisieren.“ Dies sei unverzüglich der österreichischen Polizei mitgeteilt worden. Mehr Angaben wolle man aufgrund der laufenden Ermittlungen in Österreich nicht machen.

Am Mittwoch meldete sich Papst Franziskus bei der Generalaudienz zu Wort. Er verurteilte die Anschläge und gedachte der Opfer in Nizza und Wien. Außerdem beklagte er eine zunehmende „Grausamkeit“ in Europa, wie der Standard berichtete. Bereits am Dienstag hatte Papst Franziskus mit einem Tweet seiner Bestürzung Ausdruck verliehen.

Zahlreiche Länder sprechen Österreich nach dem Anschlag am Montagabend in Wien ihre Solidarität aus. Darunter Spanien, die Niederlande und Belgien. Am Dienstag entsendete der spanische König Felipe ein Telegramm an den österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Darin drückte er seine Anteilnahme mit Österreich aus.

Terroranschlag in Wien: Österreicher reagieren auf besondere Weise

Update vom 5. November, 10.00 Uhr: „Schleich di, du Oaschloch!“ geht aktuell in den sozialen Medien viral. Angeblich soll dies ein Wiener dem Attentäter aus seinem Fenster hinterher gerufen haben. Auch bei Twitter war „Oaschloch“ einer der kurzzeitig am häufigsten genutzten Schlagwörter. Es handele sich nach Angaben von ORF jedoch um eine Art „Mythenbildung“. Bewiesen sei bislang nur der Ruf „Oaschloch“.

In den sozialen Medien wurde „Schleich di, du Oaschloch“ schnell zum österreichischen Pendant zu „Je suis Charlie“ - bekannt als Solidaritätsaufruf nach dem Attentat auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo. Auf den Terroranschlag, bei dem vier Menschen starben, reagiert Wien damit auf seine ganz eigene Art und Weise.

Der Twitch-Streamer MontanaBlack wurde auf Twitter offenbar von zahlreichen Followern zu einer Stellungnahme zum Anschlag aufgerufen. Daraufhin stellte er seine Fans an den Pranger.

Terror in Wien: Ermittlungen auf Hochtouren - Staatstrauer in Gedenken der Opfer

Update vom 4. November, 6.47 Uhr: Auch am zweiten Tag nach dem Terroranschlag von Wien laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Zentral ist dabei etwa die Frage, ob der von der Polizei am Tatort erschossene IS-Sympathisant alleine handelte. „Es verdichten sich die Informationen ganz erheblich, dass es sich um einen Einzeltäter handelt. Dennoch haben wir im öffentlichen Raum enorme Sicherheitsmaßnahmen ergriffen“, sagte der Chef der höchsten Polizeibehörde, Franz Ruf, am Dienstagabend im Sender ORF.

Vier Menschen starben bei dem Angriff, darunter auch eine Deutsche. Mindestens 22 weitere Menschen wurden verletzt. Nach neun Minuten erschossen Polizisten den Angreifer. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) teilte am Dienstagabend mit, ein „Soldat des Kalifats“ habe die Attacke verübt (siehe auch Update vom 3. November, 19.09 Uhr).

Am Mittwoch herrscht in Österreich der zweite von insgesamt drei Tagen Staatstrauer für die Opfer des Terrorakts. Die Schulen sollen zu Beginn des Unterrichts eine Gedenkminute abhalten. In Wien soll am Mittwoch wieder ein normaler Schultag stattfinden, nachdem die Schulpflicht aufgrund der unklaren Lage in der Nacht zum Dienstag für einen Tag ausgesetzt worden war.

Update vom 3. November, 20.23 Uhr: Die Kontakte des Attentäters in Wien reichen offenbar bis in die Schweiz: Am Dienstagnachmittag (3. November) nahm die Polizei einen 18- und einen 24-Jährigen aus Winterthur fest. Sie sollen möglicherweise mit dem Täter von Wien in Verbindung gestanden haben. In Abstimmung mit den österreichischen Behörden wurden sie von einer Spezialeinheit festgenommen. Die Kantonspolizei teilte mit, dass derzeit ermittelt werde, inwiefern es eine Verbindung zwischen dem Festgenommenem und dem Attentäter gebe.

Terroranschlag in Wien: Deutsche unter den Opfern - IS reklamiert Tat für sich

19.09 Uhr: Laut der Deutschen Presse Agentur hat die Terromiliz Islamischer Staat (IS) den Anschlag in Österreichs Hauptstadt für sich reklamiert. Das teilte der IS am Dienstag (3. November) auf seiner Plattform Naschir News mit. Ein „Soldat des Kalifats“ habe den Anschlag mit Schusswaffen und einem Messer verübt. Bei der Tat kamen vier Menschen ums Leben, 22 wurden teils schwer verletzt.

Terror in Wien: Täter hatte Kontakt zu deutschen Islamisten - Deutsche unter den Opfern

17.23 Uhr: Wie Außenminister Heiko Maas über Twitter mitteilte, ist eine Deutsche unter den Opfern. „Wir haben jetzt die traurige Gewissheit, dass auch eine deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Angriffs in Wien ist. Unsere Anteilnahme und unser Beileid gelten ihren Angehörigen und Freunden“, so Maas.

„Mit den Menschen in Wien und ganz Österreich verbindet uns die Trauer um die Opfer, aber auch die Entschlossenheit, Fanatismus und Terror mit aller Kraft entgegenzutreten“, sagte Maas. „Wir müssen den Tätern jetzt klar zeigen: ihr werdet euer Ziel, die Spaltung unserer Gesellschaft, niemals erreichen.“

16.36 Uhr: Der Terrorverdächtige von Wien, Kujtim F., hatte wohl auch Kontakt zu deutschen Islamisten. Das berichtet der „Spiegel“ mit Berufung auf ein Urteil des Wiener Landesgerichts.

Demnach war der damals 18-jährige F. im September 2018 von Wien über Istanbul ins türkisch-syrische Grenzgebiet in der Stadt Hatay gereist, um sich dem IS anzuschließen. In einem „Safehouse“ hätte er zwei Deutsche und einen Belgier kennen gelernt. Die Schleusung nach Syrien sei aber nicht zustande gekommen. Am 15. September 2018 wurde er von der türkischen Polizei verhaftet.

Auch über seine Herkunft wurde mehr bekannt: Laut dem damaligen Urteil wurde Kujtim F. im Juni 2000 im niederösterreichischen Mödling bei Wien als Sohn eines Gärtners und einer Einzelhandelskauffrau geboren.

16.33 Uhr: Der ehemalige Anwalt des Täters, Nikolaus Rast, sagte am Dienstag, der junge Mann stamme aus einer völlig normalen Familie. „Für mich war das ein Jugendlicher, der das Pech gehabt hat, an die falschen Freunde zu geraten“, so der Strafverteidiger gegenüber der österreichischen Agentur APA. Seit Jahren sympathisierte der 20-Jährige mit der Terrormiliz Islamischer Staat IS und war bereit, für sie in den Kampf zu ziehen.

Terror in Wien: Weitere Person in Linz festgenommen - noch ein Islamist

16.07 Uhr: In der oberösterreichischen Hauptstadt Linz ist laut Medienberichten eine Person festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur APA berichtet, hat Landeshauptmann Thomas Stelzer eine Hausdurchsuchung und eine Festnahme bestätigt. Die österreichische „Kronen Zeitung“ berichtet, dass es sich bei dem Verhafteten ebenfalls um einen amtsbekannten Islamisten handelt. Laut Innenministerium waren bereits am Morgen 14 Personen verhaftet worden.

15.47 Uhr: Der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) drängt nach dem Wiener Anschlag auf eine Intensivierung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit in der EU. Dies sei nötig, „um gemeinschaftlich und noch entschiedener den fanatischen Feinden unserer Art zu leben entgegentreten zu können“, schrieb er am Dienstag dem Präsidenten des österreichischen Nationalrats, Wolfgang Sobotka.

Der Anschlag mache auf brutale Weise deutlich, „dass wir im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus nicht nachlassen dürfen“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Die Gefahr ist weiterhin real - für uns alle.“ Bei der umfassenden Aufklärung der Hintergründe des Anschlags könne Österreich auf die Unterstützung Deutschlands zählen.

15.01 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Die wichtigste Neuigkeit: Es gibt wohl Anzeichen, dass es sich um einen Einzeltäter handelt. Das zeigen die Sichtungen der 20.000 Videos, die die Bürger der Polizei zur Verfügung gestellt haben.

14.59 Uhr: Nehammer weiter: „Es gibt einen ganz klaren Hinweis zu seiner Gesinnung. Er hat ein eindeutiges Posting bei Facebook hinterlassen“.

14.58 Uhr: „Es gab ein Staatsbürgerschaftsaberkennungsverfahren. Das hat nicht dazu geführt, dass die Staatsbürgerschaft aberkannt wurde. Dazu gab es zu wenige Hinweise.“

14.56 Uhr: Viele Polizisten hätten sich aus dem Urlaub zurück gemeldet, so der Innenminister. Er sei zutiefst beeindruckt von der Polizei.

Attentäter von Wien: „Er hat das Programm perfide ausgetrickst“

14.55 Uhr: Der Innenminister will nicht von Behördenversagen sprechen. „Wir wollen uns genau anschauen, was man besser machen kann. Die Justizministerin arbeitet mit hohem Einsatz. Man muss eine genaue Analyse betreiben.“

14.53 Uhr: „Er hat das Programm perfide ausgetrickst und stand nicht mehr unter Beobachtung. Wir müssen künftig schauen, was es braucht, Menschen künftig zu enttarnen. Nur neun Minuten sind nach dem ersten Schuss vergangen, bis der Attentäter tot war. Das ist eine neue Polizeitaktik. Die Polizisten sind auch besser und stärker ausgerüstet. Trotzdem sind neun Minuten zu lang, jedes Opfer ist eines zu viel.“

14.51 Uhr: Wieder der Innenminister: „Der Attentäter hat trotz aller Zeichen nach außen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, das Gegenteil getan. Er hat sich bei der Bewährungshilfe besonders bemüht.“

Wien: 18 Hausdurchsuchungen am Morgen nach dem Anschlag - 14 Festnahmen

14.48 Uhr: Der Polizeipräsident spricht nun. „Das Sichten des Beweismaterials wird Zeit in Anspruch nehmen. Der Verfassungsschutz beobachtet Individuen. Es gibt niemals einen absoluten Anspruch an Sicherheit, eine Person richtig einschätzen zu können. Wir halten die verstärkte Polizeipräsenz aufrecht.“

14.46 Uhr: Der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit spricht: „Wir konnten in den frühen Morgenstunden 18 Hausdurchsuchungen mit 14 Festnahmen durchführung. Beim Attentäter haben wir Munitionsteile festgestellt.“ 

14.44 Uhr: „Die hohe Sicherheitstandard bleibt erhalten und auch die hohe Polizeipräsenz. Wir müssen Nachahmer verhindern.“

14.41 Uhr: „Die Lage gestern war extrem unübersichtlich. Aber die Hilfe der Wiener durch Videos war überwältigend. 20.000 Videos, ein Terabyte an Daten. Die Auswertung dauert, ist zu 50 Prozent abgeschlossen. Die Videos ergeben bisher keinen Hinweis auf einen zweiten Täter.

14.39 Uhr: Die PK hat begonnen. Es spricht der Innenminister. „Es kam zu einer vorzeitigen Entlassung eines Radikalisierten. Er hat die Menschen getäuscht. Es hat keine Warnhinweise gegeben. Es braucht eine Evaluierung des Systems.“

14.28 Uhr: Die Pressekonferenz verzögert sich weiterhin.

14.19 Uhr: Auf 14.15 Uhr wurde eine Pressekonferenz des österreichischen Innenministeriums angesetzt, die sich verspätet.

12.53 Uhr: Nach der Schweigeminute um 12 Uhr gedenkt Bundespräsident Van der Bellen sowie Spitzen der Regierung an den Tatorten in der Wiener Innenstadt den Todesopfern. Trauerkränze mit rotweißen Schärpen und weiße Rosen wurden abgelegt. Eine stille und kurze Zeremonie.

Nach Terroranschlag in Wien: Mehr Kontrollen an Grenze zu Österreich

12.42 Uhr: Nach dem Terroranschlag in Wien haben Bundes- und Grenzpolizei in Bayern Kontrollen sowie Fahndung an der Grenze zu Österreich noch in der Nacht verstärkt. Man stehe in engem Kontakt mit den österreichischen Behörden und dem Bundeskriminalamt, um die aktuelle Gefährdungslage in Bayern zu bewerten, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag in München.

Nach Terror-Nacht in Wien: Zwei Festnahmen in St. Pölten

12. 37 Uhr: In St. Pölten (Niederösterreich) wurden zwei Menschen festgenommen. Wie APA unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, gab es in der niederösterreichischen Landeshauptstadt zudem zwei Hausdurchsuchungen. Der „Kurier“ berichtete am Dienstag auf seiner Website, es handele sich um Kontaktadressen des mutmaßlichen Attentäters. Widerstand geleistet habe niemand. Laut ORF.at soll der Zugriff schon um 5 Uhr morgens erfolgt sein.

11.28 Uhr: Vier Menschen sind bei dem Anschlag in Wien ums Leben gekommen. 14 Menschen, laut Kanzler Kurz, wurden schwer verletzt - sieben davon befinden sich in Lebensgefahr.

Bei dem erschossenen mutmaßlichen Attentäter handelt es sich um einen 20-jährigen IS-Anhänger mit österreichischem und nordmazedonischem Pass (siehe auch Update vom 3. November, 10.21 Uhr). Im April 2019 wurde der Mann zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er nach Syrien ausreisen und sich der Terror-Miliz anschließen wollte. Anfang Dezember sei er vorzeitig entlassen worden.

Auf Instagram soll der mutmaßliche Attentäter mehrere Fotos gepostet und einen Treueid gegenüber dem Islamischer Staat (IS) bzw. Anführer der Terrormiliz abgegeben haben. Wie Bild (hinter Bezahlschranke) berichtet, überprüfen Sicherheitsbehörden derzeit einen mittlerweile geschlossenen Instagram-Account. Er soll seine Tat im Netz angekündigt haben.

11.01 Uhr: Bundespräsident Van der Bellen gibt ein Statement ab. Er spricht den Opfern und Angehörigen sein tiefstes Beileid und Mitgefühl aus. Er spricht von einer dunklen Nacht. Es ist eine kurze Rede, die der Bevölkerung Österreichs offensichtlich Mut machen soll. „Es lebe unsere Freiheit. Es leben die Republik Österreich“, sagte Van der Bellen.

Nach Terroranschlag in Wien: „Anschlag auf unsere freie Gesellschaft“ so Kurz

10.35 Uhr: Kanzler Sebastian Kurz wendet sich mit einer Rede an die Bevölkerung. Vier Zivilisten seien kaltblütig ermordet worden. Ein älterer Herr, eine ältere Dame, ein junger Passant und eine Kellnerin wurden getötet. Ein Polizist wurde im Einsatz angeschossen und verwundet.

„Unsere Welt ist alles andere als sicher“, sagt Kurz. Es sei ein Anschlag auf unsere freie Gesellschaft, so Kurz. Er betont, dass Österreich dem Terrorismus mit allen Mitteln entgegentreten werden. Es sei keine Auseinandersetzung von Christen und Muslime oder zwischen Österreichern und Migranten. Es sei ein Kampf gegen die Zivilisation und Barbarei.

„Wir werden die Opfer des Anschlags niemals vergessen“, sagt Kurz zum Ende der Ansprache. Zuvor forderte Kanzler Kurz die Bevölkerung auf, an der Schweigeminute um 12 Uhr teilzunehmen.

Terror-Anschlag in Wien - Mehr Details zum erschossenen Täter bekannt

10.21 Uhr: Der Attentäter, der nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt von der Polizei erschossen worden ist, war 20 Jahre alt, hatte nordmazedonische Wurzeln und war einschlägig wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorbestraft. Das teilte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) der Nachrichtenagentur APA am Dienstag mit.

9.45 Uhr: Der Terroranschlag in Wien macht fassungslos. In vielen Kultureinrichtungen in der Wiener Innenstadt wurde am Montagabend die letzte Vorstellung vor dem Lockdown gegeben, als die ersten Nachrichten des Anschlags eintrafen. Wie standard.at berichtet, erfuhr das Publikum in der Staatsoper erst nach dem Schlussapplaus von Direktor Bogdan Roscic vom Ernst der Lage. Vor dem Vorhang habe der Direktor die Anordnung der Sicherheitsorgane erhalten, dass aufgrund des Terroranschlags niemand das Haus verlassen solle. Zu diesem Zeitpunkt haben sich rund 1.000 Zuschauer im ausverkauften Saal der Oper. Die ersten Besucher sollen laut einem Augenzeugen ab 23.45 Uhr aus der Oper gebracht worden sein.

Drei Tage Staatstrauer nach Terroranschlag in Wien

9.35 Uhr: Der Sonderministerrat beschließt drei Tage Staatstrauer, berichtet oe24.at. Am Dienstag um 12 Uhr soll es zudem eine Gedenkminute geben.

8.56 Uhr: Sieben Personen sind nach dem Anschlag in Wien am Montagabend noch in Lebensgefahr, berichtet oe24.at. Insgesamt werden 17 Opfer in verschiedenen Krankenhäusern behandelt. Vorwiegend mit Schuss-, aber auch Schnittverletzungen.

Terroranschlag in Wien - Fahnen auf Halbmast

Nach dem Terroranschlag sind die Fahnen am Bundeskanzleramt und der Präsidentschaftskanzlei seit Dienstagfrüh auf Halbmast gesetzt, teilt demnach die Nachrichtenagentur APA mit. Auch an allen Ministerien und öffentlichen Gebäuden werden die Flaggen auf Halbmast wehen.

Terror in Wien: Kanzler Kurz kündigt Rede an Bevölkerung an

8.30 Uhr: Die Regierung hält angesichts des Anschlags um 9 Uhr - per Videokonferenz - einen Sonderministerrat ab. Um 11.30 Uhr wendet sich Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dann in einer Rede an die Bevölkerung.

Hier sehen Sie die Kurz Rede im Livestream

Um 12 Uhr empfangen Kurz und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sowie die Fraktionschefs der Parlamentsparteien im Bundeskanzleramt zu einem Gespräch. Danach folgt eine gemeinsame Kranzniederlegung am Tatort, um der Opfer zu gedenken.

Terroranschlag in Wien am Schwedenplatz - Vier Passanten kamen ums Leben

7.52 Uhr: Die Terror-Attacke in Wien hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Eine Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren ist im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen, berichtet oe24.at. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) habe dies der Nachrichtenagentur APA bestätigt.

Terroranschlag in Wien - Schüsse an sechs Tatorten

Der Anschlag am Montagabend hat bisher vier Menschen das Leben gekostet - zwei Frauen und zwei Männer. Zudem wurde ein Täter, wie schon berichtet, von der Polizei erschossen. Der mutmaßliche Attentäter wurde von der Polizei mittlerweile identifiziert. Seine Wohnung gewaltsam mit Sprengstoff geöffnet und durchsucht worden. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen, sagte Nehammer am Dienstagmorgen auf einer Pressekonferenz (siehe Update vom 3. November, 6.07 Uhr). Er sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet gewesen und habe zudem eine Sprengstoffgürtel-Attrappe getragen. Er habe offenbar Panik verbreiten wollen. Ob es Komplizen gibt, ist zunächst noch unklar. Die Polizei geht von weiteren Tätern aus. Nach diesen wird Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) zufolge mit Hochdruck gefahndet.

Mindestens 17 Menschen - darunter auch der Polizist (siehe Update vom 3. November, 7.37 Uhr) - wurden bei dem Anschlag teils schwer verletzt, berichtet ORF.at. Bei einer getöteten Frau soll es sich um eine Kellnerin handeln.

Erschütternde Videos von dem Anschlag am Montagabend kursieren in sozialen Medien. Wir verzichten angesichts der zivilen Opfer und Toten darauf diese Aufnahmen zu zeigen.

7.27 Uhr: Der bei dem Anschlag in Wien verletzte Polizist (siehe Update von 5.01 Uhr) befinde sich „außer Lebensgefahr“, teilte die Polizei Wien mit. Der 28-Jährige war in eine Klinik eingeliefert und operiert worden.

Terroranschlag in Wien: Drei Passanten bei Attacke am Schwedenplatz getötet

6.25 Uhr: Nach dem Anschlag in Wien ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Es handle sich um zwei Männer und eine Frau. Das bestätigte Gerhard Pürstl von der Landespolizeidirektion Wien auf der PK mit Innenminister Karl Nehammer in Wien (siehe Updates ab 6.07 Uhr): „Es gibt drei zivile Tote - der vierte Tote ist der Täter selbst“, sagte er am Dienstagmorgen.

6.17 Uhr: Auf der PK in Wien (siehe vorheriges Update) bedankt sich Innenminister Nehammer für die Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Anschlag, von denen die Ermittler aktuell „etwa 20 Prozent“ ausgewertet hätten.

Ermittler nehmen nach den Schüssen in der Wiener Innenstadt den Tatort in Augenschein.

Schüsse in Wien: Innenminister Nehammer spricht von „mindestens einem islamistischen Terroristen“

6.07 Uhr: Österreichs Innenminister Karl Nehammer hat sich nach dem Anschlag in Wien erneut in einer Pressekonferenz in der Landeshauptstadt geäußert: „Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir haben gestern Abend einem Anschlag von mindestens einem islamistischen Terroristen erlebt. So etwas hat Österreicht seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt“, sagte er am Dienstagmorgen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gewesen, so Nehammer.

Terroranschlag in Wien: Mindestens zwei Tote, viele Verletzte - noch keine Entwarnung

5.29 Uhr: Nach mindestens einem weiteren Täter des Anschlags in Wien werde in einer Großfahndung gesucht, wie der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) mitteilte. Er sprach in einer Videoschalte mit dem Live-TV des Portals oe24.at von einer „verabscheuenswürdigen Tat“.

Schwerbewaffnete Polizisten sind nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt im Einsatz.

5.01 Uhr: Durch den Anschlag am Montagabend in Wien sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Eine bei dem Anschlag verletzte Frau starb im Krankenhaus, wie der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig dem Fernsehsender ORF sagte. Bereits zuvor war mindestens ein Mensch durch den Anschlag getötet worden. Zudem wurde nach Angaben der Behörden einer der mutmaßlichen Täter von der Polizei erschossen.

Neben den mindestens zwei Toten wurden mehrere weitere Menschen durch den Anschlag verletzt, unter ihnen ein Polizist. Auch nach Mitternacht gab es noch keine Entwarnung. Das gesamte Zentrum der österreichischen Hauptstadt war weiträumig abgesperrt. Soldaten wurden zum Objektschutz beordert. 

Mindestens einer der mutmaßlichen Angreifer befand sich in der Nacht noch auf der Flucht, wie der österreichische Innenminister Karl Nehammer mittteilte. Er appellierte an die Einwohner von Wien, zu Hause zu bleiben und die Innenstadt zu meiden. Kinder in der österreichischen Hauptstadt müssen am Dienstag nicht zur Schule gehen. Die Hintergründe des Anschlags waren zunächst weiter unklar.

Großeinsatz der Polizei in Wien. Nach Schüssen gibt es mehrere Verletzte. Das Innenministerium spricht von einem Terroranschlag.

Sechs Tatorte bestätigt - ein Täter erschossen, mindestens ein weiterer auf der Flucht 

01.55 Uhr: Fast sechs Stunden nach den Schüssen in Wien ist die Gefahr in der österreichischen Hauptstadt wohl noch nicht gebannt. Die Polizei konnte aber bereits wichtige Erkenntnisse sichern. Da noch mindestens ein Täter auf der Flucht ist, wollte man sich nicht zu ausführlich zum aktuellen Ermittlungsstand äußern.

Bisher gesichert (Stand 3. November, 1.55 Uhr) ist Folgendes:

  • Gegen 20 Uhr Schüsse im Bereich der Seitenstettengasse.
  • Mehrere Täter mit Langwaffen.
  • Ein schwer bewaffneter Täter wurde erschossen.
  • Ein Zivilist kam bei dem Angriff ums Leben.
  • Es gibt mehrere schwer Verletzte.
  • Aktuell sechs Tatorte.
  • Mindestens ein Täter auf der Flucht.

Unklar ist nach dem Terroranschlag noch:

  • Die Anzahl der Todesopfer.
  • Die Anzahl der Attentäter.
  • Das Motiv für den Anschlag.

01.38 Uhr: Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, kündigte an, dass die Kontrollen an den österreichischen Grenzen verstärkt würden. Innerhalb Wiens sollten nach seinen Angaben Straßensperren errichtet werden.

01.27 Uhr: Noch immer befinden sich viele Wienerinnen und Wiener in Lokalen und Restaurants der Innenstadt. Die Polizei hat sie darum gebeten, vorerst im Inneren zu bleiben. Mittlerweile können sie sich auf den Weg nach Hause machen, wie Bürgermeister Ludwig gegenüber oe24 erklärte. Die Polizeipräsenz in und um den Schwedenplatz würde ein sicheres Nachhausekommen gewährleisten. Darüber hinaus sprach das Wiener Stadtoberhaupt noch einmal seinen Dank an die Einsatzkräfte vor Ort aus.

1.16 Uhr: Die PK ist beendet. Bei den aktuellen Erkenntnissen handele es sich nur um „Momentaufnahmen.“ Um 6 Uhr soll es ein erneutes Statement von Seiten des Innenministeriums geben.

Terror in Wien: Pressekonferenz im Innenministerium - mindestens ein Täter auf der Flucht

1.13 Uhr: Gerhard Pürstl, Wiener Polizeipräsident, sprach einmal mehr von mehreren Anschlagsorten. Diese seien aber „noch nicht differenziert aufgearbeitet worden.“ Ferner bestätigte Pürstl, dass ein mutmaßlicher Täter gestorben sei. Man sei sich über seine Identität grob im Klaren, müsse aber noch Ermittlungen durchführen. Angaben, ob und wenn ja, wie viele Personen festgenommen wurden, machte der Polizeipräsident nicht.

1.12 Uhr: Nehammer sprach von „mehreren Toten.“ Die in österreichischen Medien genannten sieben Todesopfer bestätigte der ÖVP-Politiker allerdings nicht.

1.11 Uhr: Nun gilt es, zusammenzustehen, denn „wer einen von uns angreift, der greift uns alle an.“ Das Land stehe vor einer „sehr herausfordernden Lage“, ein Krisenstab sei eingerichtet. Nehammer bedankte sich mehrmals bei den Rettungskräften und Polizisten für ihren unermüdlichen Einsatz in diesen schweren Stunden.

1.10 Uhr: Innenminister Nehammer beginnt und stellt klar, dass die Gefahr nach wie vor noch nicht gebannt sei: „Nach derzeitigem Erkenntnisstand befindet sich noch mindestens ein Täter auf der Flucht.“ Nehammer appellierte eindringlich an die Bevölkerung, weiterhin zu Hause zu bleiben. Am Mittwoch müssten Kinder nicht in die Schule gehen.

Terror in Wien: Pressekonferenz mit Innenminister Karl Nehammer (ÖVP)

1.08 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

00.56 Uhr: Im Innenministerium wird noch beraten. Die PK ist mittlerweile auf kurz nach 1 Uhr angesetzt.

00:35 Uhr: Die tschechische Polizei kündigte als Reaktion auf die tödlichen Schüsse in Wien „stichprobenartige“ Kontrollen an der Grenze zum Nachbarland an. Die Polizei stehe in Kontakt zu ihren österreichischen Kollegen, sagte Innenminister Jan Hamacek. In Bayern gab es hingegen vorerst keine verstärkten Kontrollen an der Grenze zu Österreich, wie die Bundespolizeidirektion Potsdam auf AFP-Anfrage erklärte.

00:28 Uhr: Die Pressekonferenz verspätet sich etwas und wird gegen 0.45 Uhr erwartet.

00:17 Uhr: Nach Informationen des ORF wurde der getötete mutmaßliche Angreifer vor der Ruprechtskirche, der ältesten Kirche Wiens, getötet. Der Mann liege noch dort und werde aktuell untersucht, da er wohl tatsächlich Sprengstoffgürtel tragen soll. Daher geht Polizei davon aus, dass die anderen Täter schwer bewaffnet sein sollen.

Möglicher Terroranschlag in Wien: Suche nach dem Motiv - Hintergrund nach wie vor unklar

00:13 Uhr: Kurz geht derzeit davon aus, dass die Tat minutiös geplant gewesen sei. Offenbar haben sich die Angreifer bewusst den 2. November ausgesucht, da an diesem Tag die Straßen der Hauptstadt ob des anstehenden Lockdowns vorerst ein letztes Mal belebt gewesen seien.

00.09 Uhr: Darüber hinaus erklärte der Kanzler: „Zum Hintergrund können wir noch nichts Genaues sagen. Ein antisemitischer Hintergrund kann aufgrund des Ortes schon nicht ausgeschlossen werden.“ Eines sei allerdings klar: „Es ist definitiv ein Terroranschlag.“ Kurz bestätigte ferner, dass noch nicht alle Täter gefasst sind. Die Gefahr sei nicht gebannt.

00.06 Uhr: Wie Kurz im ORF bekannt gab, sei der angeschossene Polizist zwar schwer verletzt, mittlerweile aber außer Lebensgefahr.

Bundeskanzler Sebastian Kurz zeigte sich bestürzt von den Schüssen in der Wiener Innenstadt und stellte klar: „Es ist definitiv ein Terroranschlag.“

Terror in Wien: Polizeieinsatz läuft - „wir sind nach wie vor im Kampf“

3. November, 00.01 Uhr: In diesen Minuten beginnt in Österreich eigentlich der zweite Corona-Lockdown. An die Pandemie könne im Moment aber nicht gedacht werden. Der Polizeieinsatz läuft nach wie vor. In Kürze wollen Innenminister Nehammer, der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, sowie der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl eine Pressekonferenz geben.

Update vom 2. November, 23.57 Uhr: Die Polizei sucht weiterhin nach Tatverdächtigen. „Wir sind nach wie vor im Kampf gegen die mutmaßlichen Terroristen“, sagte Innenminister Karl Nehammer soeben im ORF. Er gehe von mehreren schwer bewaffneten Tätern aus. Der ÖVP-Politiker appellierte erneut an die Bürger, öffentliche Plätze zu meiden. Nach einer vorläufigen Bilanz wurden ein Angreifer und ein Passant getötet. Die Berichten nach einem getöteten Polizisten wurden bislang noch nicht bestätigt.

Wien steht vor einer ungewissen Nacht. Aktuell ist es zwar ruhig, es wird aber noch mit weiteren Tätern gerechnet.

Terroranschlag in Wien? Täter schossen „wahllos auf Personen in Lokalen“ - wohl drei Personen auf der Flucht

Update vom 2. November, 23.50 Uhr: Die Lage in Wien ist weiterhin unübersichtlich. Österreichischen Reportern zufolge sei nach wie vor ein Großaufgebot an Polizisten im Einsatz. Mittlerweile werde auch vermehrt der Fokus auf Gotteshäuser gelegt. So wurde beispielsweise der Stephansdom verbarrikadiert.

Update vom 2. November, 23.39 Uhr: Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat erklärt, dass einer der Angreifer womöglich einen Sprengstoffgürtel getragen hat. Es gebe diese Vermutung, sagte er am Montagabend im ORF. „Wir werden bald mehr wissen, ob es sich um einen solchen Sprengstoffgürtel gehandelt hat“, erklärte der Politiker. Noch ist nicht klar, wie viele Attentäter beteiligt waren.

Auch zu den Hintergründen gebe es noch „keine gesicherten Erkenntnisse“, sagte der 59-Jährige. Ludwig erklärte, dass bei dem Angriff „wahllos auf Personen in den Lokalen“ geschossen worden sei - vor allem auf jene, die draußen saßen. Es könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, ob es „weitere Gefahrenmomente gibt.“

Update vom 2. November, 23.33 Uhr: Wie oe24 berichtet, sucht die Polizei im Moment noch nach drei Tätern. Demnach könne noch keine Entwarnung gegeben werden. Aus Polizeikreise sei zudem nach wie vor die Rede von sieben Toten. Bestätigt sind diese Angaben noch nicht.

Wien: Kanzler Kurz spricht von „widerwärtigem Terroranschlag“

Update vom 2. November, 23.29 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die Schüsse in Wien als „widerwärtigen Terroranschlag“ verurteilt. „Unsere Polizei wird entschlossen gegen die Täter dieses widerwärtigen Terroranschlags vorgehen“, schrieb der österreichische Regierungschef auf Twitter. „Wir erleben gerade schwere Stunden in unserer Republik. Ich möchte allen Einsatzkräften danken, die insbesondere heute für unsere Sicherheit ihr Leben riskieren“, schrieb Kurz weiter. „Das ganze Land ist in Gedanken bei den Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen, denen ich mein tiefes Mitgefühl ausdrücke.“

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Wien herrscht weltweites Entsetzen: die Reaktionen aus der internationalen Politik im Überblick.

Update vom 2. November, 23.22 Uhr: Wien steht vor einer ungewissen Nacht. Oberste Devise in der knapp zwei-Millionen-Einwohner-Stadt lautet aktuell, zu Hause zu bleiben und öffentliche Orte zu meiden. Auch der Personennahverkehr solle nicht benutzt werden, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

Update vom 2. November, 23.09 Uhr: Wie es aus dem Bundeskanzleramt hieß, sei nach dem Angriff in Wien nun auch das Bundesheer aktiviert worden. Das Militär übernehme sämtlichen Objektschutz in der Bundeshauptstadt. Zudem stünden Teile des Jagdkommandos zur Unterstützung der Terrorismusbekämpfung zur Verfügung.

Terror in Wien um Schwedenplatz: Fünf mutmaßliche Täter offenbar festgenommen

Update vom 2. November, 23.04 Uhr: Wie oe24.at berichtet, seien fünf mutmaßliche Täter gefasst worden. Vier davon seien am Wiener Graben festgenommen worden.

Update vom 2. November, 22.55 Uhr: In unmittelbarer Nähe zum Tatort in der Seitenstettengasse befindet sich eine Synagoge. Ob sie tatsächlich unmittelbares Ziel des Anschlags war, ist allerdings noch nicht klar.

Update vom 2. November, 22.51 Uhr: Mittlerweile ist der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Innenministerium eingetroffen, um sich mit den Polit-Spitzen des Landes ein Bild über die Lage zu verschaffen.

Update vom 2. November, 22.46 Uhr: Die Polizei Wien arbeitet akribisch daran, die Situation in den Griff zu bekommen. Die Suche nach den mutmaßlichen weiteren Tätern dauere nach wie vor an. Die Lage in und um den Schwedenplatz sei österreichischen Journalisten zufolge sehr ruhig. Es wird von „gespenstischer Stille“ berichtet. Von Entwarnung könne jedoch noch keine Rede sein.

Die Polizei Wien hat das Gebiet in der Wiener Innenstadt rund um den Schwedenplatz weiträumig abgesperrt. Menschen, die sich dennoch vor Ort aufhalten, werden kontrolliert.

Update vom 2. November, 22.38 Uhr: Insgesamt 15 Menschen seien im Moment verletzt ins Wiener Spital eingeliefert worden. Sieben von ihnen sind schwerverletzt, wie ein Sprecher des Krankenhauses bestätigte.

Update vom 2. November, 22.34 Uhr: Mittlerweile wurde offiziell bestätigt, dass ein mutmaßlicher Täter von der Polizei erschossen wurde. Darüber hinaus starben offenbar ein Passant sowie ein Polizist. Diese Angaben sind allerdings noch nicht bestätigt. Die Polizei Wien erklärte, ein Polizist befinde sich unter den Schwerverletzten.

Terror in Wien: Schüsse in der Hauptstadt - mittlerweile sechs Anschlagsorte - unter anderem am Schwedenplatz

Update vom 2. November, 22.29 Uhr: Wie der ORF aus Polizeikreisen erfahren haben will, gehen die Behörden im Moment von sechs Tatorten aus. Nähere Angaben sind nicht bekannt. Ein Rettungssanitäter sagte unterdessen, dass es mehrere tote gebe - wie viele, sei noch nicht klar.

Update vom 2. November, 22.18 Uhr: In Wien verdichten sich die Anzeichen, dass es mehrere Anschlagsorte gebe. Die Kronen Zeitung berichtet von einer Geiselnahme in einem Lokal in der Mariahilfer Straße. Auch in einer U-Bahn soll es Schüsse gegeben haben. Es soll sich um insgesamt zehn Attentäter handeln. Mehrere von ihnen seien noch mit Langwaffen in der Innenstadt unterwegs. Die Menschen in den inneren Bezirken der österreichischen Hauptstadt werden daher zwingend dazu angeraten, in ihren Häusern zu bleiben.

Der Terroranschlag in Wien ist noch nicht beendet. Mehrere Täter sind in der Innenstadt unterwegs.

Update vom 2. November, 22.10 Uhr: Die Schüsse in Wien werden nun offenbar offiziell als Terroranschlag eingestuft. Das berichtet der ORF.

Update vom 2. November, 22.07 Uhr: Bei den Schüssen in Wien handelt es sich wohl um einen Anschlag durch mehrere Täter. Wie viele Personen beteiligt sind, ist aber nicht bekannt. Bei oe24.tv wurde soeben eine Augenzeugin interviewt, nach der es insgesamt sieben Täter geben soll. Die Informationslage ist aber sehr diffus und die Angaben nicht offiziell bestätigt.

Update vom 2. November, 22.01 Uhr: Noch immer ist die Gemengelage in Wien unklar. Es gibt Berichte über zusätzliche Tatorte. Die Polizei soll sich aber hauptsächlich auf den Schwedenplatz, einer belebten Ausgehmeile an einem
Verkehrsknotenpunkt am Donaukanal.

Update vom 2. November, 21.59 Uhr: Wie oe24 berichtet, sei ein mutmaßlicher Täter von der Polizei erschossen worden.

Schüsse in Wien: Innenminister Nehammer - „der Angriff läuft noch“

Update vom 2. November, 21.54 Uhr: Bei den Schüssen in Wien handelt es sich nach den Worten von Innenminister Karl Nehammer „augenscheinlich“ um einen Terroranschlag. „Der Angriff läuft noch“, sagte der Minister am Montagabend im ORF.

Update vom 2. November, 21.51 Uhr: Die Lage in der Wiener Innenstadt ist weiterhin angespannt. Es könne noch nicht gesagt werden, wie viele Täter es insgesamt gebe. Der öffentliche Personennahverkehr ist vorerst eingestellt worden.

Terror in Wien: zahlreiche Tote - mehrere Anschlagsorte?

Update vom 2. November, 21.48 Uhr: Offenbar gab es bei dem Anschlag in Wien mehrere Tote. Einer von ihnen soll ein Polizist sein. In einer Sondersendung von oe24.at war soeben von sieben Todesopfern die Rede. Medienberichte, wonach es in einem Lokal zu einer Geiselnahme gekommen sein soll, konnten bislang nicht bestätigt werden. Laut oe24 gebe es aber Hinweise darauf, dass es auch an anderen Orten Angriffe gegeben haben soll. Wie diese konkret aussahen, ist unklar.

Update vom 2. November, 21.37 Uhr: Nach den Schüssen in der Wiener Innenstadt ist ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Dies berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montagabend unter Berufung auf das Innenministerium. Einer Ministeriumssprecherin zufolge wurde bei dem Schusswechsel in der Nähe des Schwedenplatzes ein Polizeibeamter angeschossen und schwer verletzt.

Ob die nahe gelegene Synagoge* Ziel des Angriffs war, lasse sich noch nicht bestätigen, sagte die Sprecherin. Die Hintergründe* waren weiter unklar. Offen blieb zunächst auch, ob es sich um einen einzelnen oder mehrere Täter handelte.

Schüsse in Wien: Augenzeuge berichtet von „mindestens 50 Schüssen“

Update vom 2. November, 21.29 Uhr: Ein Augenzeuge sagte soeben in einer ORF-Sondersendung, es hätte „mindestens 50 Schüsse“ gegeben. „Es hat sich nach Krachern angehört. Dann hat man gemerkt, das sind Schüsse. Dann sah man eine Person die Seitenstetten herunterlaufen. Die hat mit einer automatischen Waffe wild geschossen. Der ist dann abgebogen, hinunter, beim Roten Engel (Lokal, Anm. d. Red.) von dort in Richtung Schwedenplatz. Er hat dort wild weiter geschossen. Dann kam die Polizei und hat geschossen.“

Update vom 2. November, 21.23 Uhr: Nach den Schüssen in der Wiener Innenstadt ist die Lage weiter unklar. Auf Videos, die der Privatsender „Oe24“ am Montagabend ausstrahlte, war ein maskierter Schütze zu sehen, der auf offener Straße zumindest zwei Schüsse abfeuerte. Ein anderes Video zeigte eine große Blutlache vor einem Restaurant.

Unmittelbar nach den Schüssen war auf weiteren Videos zu sehen, wie Passanten in Panik durch die Fußgängerzonen rannten. Nach Angaben von Reportern hoben manche die Arme, um den Polizisten zu zeigen, dass sie unbewaffnet waren.

Der Wiener Schwedenplatz ist mittlerweile weiträumig abgeriegelt. Die Polizei appelliert an die Bewohner vor Ort, in ihren Häusern zu bleiben.

Wien: Offenbar Angriff auf Synagoge in der Innenstadt? Wohl mehrere Tote - Sprengsatz gezündet?

Erstmeldung: Wien - In der Wiener Innenstadt sind mehrere Schüsse gefallen. Offenbar gibt es mehrere Verletzte. Die Polizei ruft die Anwohner dazu auf, in ihren Wohnungen zu bleiben.

Auf Twitter schrieb die Polizei Wien: „Aktuell läuft ein größerer Polizeieinsatz in der Inneren Stadt. Wir sind verstärkt mit unseren Kräften vor Ort. Genauere Umstände werden derzeit erhoben. Sobald wir näheres haben, erfahren Sie es hier.“

Schüsse in Wien auf Synagoge: Täter sprengte sich offenbar in Wien in die Luft - weitere Personen auf der Flucht?

Wie die Kronen-Zeitung berichtet, soll es einen Angriff auf die Synagoge in der Seitenstettengasse gegeben haben. Darüber hinaus seien in der Nähe des Schwedenplatzes Schüsse gefallen. Der österreichischen Tageszeitung zufolge habe sich ein Täter vor Ort in die Luft gesprengt. Weitere mutmaßliche Mittäter befänden sich derzeit noch auf der Flucht. Die Polizei sperre das Gebiet daher weiträumig ab und rate den Anwohnern, in ihren Häusern zu bleiben.

Auf Twitter kursiert derzeit ein Video, auf dem die Polizei im Einsatz zu sehen sein soll. Auch Schüsse sind zu hören.

Zahlreiche Menschen sollen verletzt worden sein. Aktuell kursieren auch Berichte, wonach mehrere Menschen gestorben seien. Dies wurde von den Behörden noch nicht bestätigt. Ein Polizist soll angeschossen worden sein und befinde sich in Lebensgefahr. Das Innenministerium sprach gegenüber der Nachrichtenagentur APA entweder von einem Terroranschlag oder einem Amoklauf. (as,ml) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Arno Melicharek

Mehr zum Thema