"In die Nieren!" - Mutmaßliche Polizeigewalt bei Demo im Video zu sehen

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Polizisten in Wien haben Gewalt gegen einen Demonstranten angewendet. Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa

Mehrere Polizisten in Wien halten einen Demonstranten fest, während ein weiterer Polizist mehrfach auf ihn einschlägt. Das ist im Video zu sehen.

Polizeigewalt: Mehrere Polizisten in Österreich halten einen Demonstranten fest, während ein weiterer Polizist mehrfach auf ihn einschlägt. Das ist in einem Video, das bei Twitter veröffentlicht wurde, zu sehen.

  • Die Polizei Wien ermittelt nun intern wegen eines möglichen Falls von Polizeigewalt
  • In dem Video ist zu sehen wie Polizisten einen Demonstranten schlagen
  • Im Hintergrund ruft jemand: "In die Nieren! In die Nieren!"

Nach der Veröffentlichung eines Videos von einer Demonstration ermittelt die Polizei in Wien intern wegen eines möglichen Falls von Polizeigewalt. Das Video, das am Wochenende bei Twitter veröffentlicht wurde, zeigt mehrere Polizisten, die einen Demonstranten festhalten, während ein anderer Polizist mehrfach mit großer Gewalt auf ihn einschlägt.

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Der Polizei ist das Video bereist bekannt

Im Hintergrund ist zu hören, wie jemand "In die Nieren! In die Nieren!" ruft. Um die Szenerie herum stehen mehrere weitere Polizisten, die sich wegdrehen und den Vorfall dadurch vor Blicken abschirmen.

Der Polizei ist das Video nach Angaben eines Sprechers bekannt. Demnach wurde es an das Referat für besondere Ermittlungen weitergeleitet, wie Sprecher Patrick Maierhofer mehreren österreichischen Medien sagte. "Die Ausforschung des Kollegen intern wird natürlich möglich sein, das war ein Großeinsatz und man weiß, wer da kommandiert ist", sagte Maierhofer dem ORF.

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Polizisten haben Demonstranten aus der Blockade getragen

Ereignet haben soll sich die Szene bei einer Demonstration am Freitag (31. Mai). Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA blockierten rund 250 Aktivisten den Wiener Ring, der um die bekannte Innenstadt führt.

Die Menschen forderten einen radikalen Wandel des Mobilitätssystems. Die Polizisten haben die Demonstranten aus der Blockade getragen. Weil sich mehrere nicht kooperativ verhalten und keine Ausweise vorgezeigt hätten, habe die Polizei sie vorübergehend festgenommen.

Polzei scheint an einer Aufklärung interessiert zu sein

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Die Polizei Wien hat den Twitter-Nutzer, der das Video am Samstagmorgen (1. Juni) hochgeladen hatte, scheinbar bereits für eine Zeugenaussage kontaktiert. "Die @LPDWien scheint an rascher Aufklärung interessiert zu sein und hat mich soeben angerufen zwecks Terminvereinbarung für Zeugenaussage", twitterte Marcus MoD am Sonntag (2. Juni). Mit dpa-Material

Erst im Mai kritisierte das Anti-Folter-Komitee des Europarats die Bundespolizei. Beamte würden übermäßige Gewalt bei Abschiebungen vornehmen.

Im April hat ein ranghoher Polizist in Dortmund eine schwangere Frau mehrfach ins Gesicht geschlagen. Gegen ihn wird ermittelt.

Im vergangenen Jahr kam es zu einer Massenschlägerei in der Dortmunder Nordstadt. Die Polizei verzeichnete neun Festnahmen. Ein Beteiligter kritisierte das zu harte Vorgehen der Beamten.