Langes Wochenende

„Geht schon am Freitag los“: Unwetterfront rollt über Deutschland an Pfingsten - „sogar Superzellen“ möglich

Für Pfingsten kündigen sich kräftige Unwetter und eine Gewitterserie an. Doch nicht überall in Deutschland entwickelt sich die Wetterlage gleich.

München – Ein langes Wochenende steht vor der Tür und seit 1. Juni gilt das 9-Euro-Ticket: Viele Ausflügler nehmen das zum Anlass, um den Rucksack zu packen und in die Natur zu fahren. In den kommenden Tagen sollten allerdings gerade Wanderer und Radfahrer die Wetterlage im Blick behalten. An Pfingsten wird es in einigen Teilen Deutschlands nämlich ziemlich ungemütlich – und gefährlich.

Vor allem in der Südhälfte rechnen Meteorologen mit starken Gewittern – „und das geht schon am Freitag los“, sagte unter anderem Wetter-Expterte Jan Schenk von The Weather Channel. Wie er und der Deutsche Wetterdienst (DWD) ankündigen, sind Unwetter mit Starkregen, Hagel und vereinzelt sogar schweren Sturmböen möglich. Der Freitag wird Schenk zufolge aber noch nicht der Unwetterschwerpunkt des Wochenendes sein. „Auch wenn diese Gewitter sehr stark ausfallen können.“

Wetter an Pfingsten: Experten warnen vor schweren Gewittern im Süden

Nach einem gewittrigen Freitag wird der Pfingstsamstag wohl gemäßigter. „Das wird der beste Tag vom Pfingstwochenende“, prognostizierte Schenk. Vor allem für den deutschen Norden rechnet der DWD mit mäßigen, warmen Frühsommer-Temperaturen von bis zu 25 Grad. Im Rest des Landes wird es bei 24 bis 29 Grad schwülwarm, wobei es schon zu ersten Wetterumschwüngen kommen kann. Insbesondere im südlichen Bergland kann es laut DWD zu unwetterartigen Gewittern kommen, was gerade für Wanderer und Bergsteiger eine echte Gefahr darstellt.

Das Wetter an Pfingsten wird ungemütlich: Besonders im Süden warnen Meteorologen vor kräftigen Gewittern.

Noch kräftigere Unwetter drohen offenbar am Sonntag – dann auch über die Südhälfte hinaus. „Da sind dann richtig schwere Gewitter dabei“, warnt Schenk. Die Höchstwerte sollen an diesem Tag bei 24 bis 29 Grad im Nordwesten und im Norden bei 19 bis 24 Grad liegen. Die Experten prognostizieren, dass die Unwetterfront von Südwesten her aufzieht und schauerartige Regenfälle und Gewitter mit sich bringt.

Unwetterfront zieht über das ganze Land – auch am Montag keine Rückkehr des Sommers

Im Laufe des Tages sollen sich die Unwetter nach Norden und Osten ausdehnen, wobei der Schwerpunkt im Süden bleiben soll. „Hier müssen wir auch mit schwersten Unwettern rechnen“, sagt Meteorologe Schenk. „Also auch mit Sturmböen, auch mit Hagel und vielleicht sogar mit Superzellen.“ Welche Schäden Unwetter mit Hagel und Sturmböen verursachen können, wurde erst am Donnerstag (2. Juni) in unserem Nachbarland Österreich deutlich. Hier entstanden Schäden in Millionenhöhe.

In Deutschland ist auch am Pfingstmontag nicht mit der Rückkehr des Sommers zu rechnen. Der DWD prognostiziert, dass es wechselnd bis stark bewölkt wird und gebietsweise zu Regen kommt. Ganz im Süden, im Nordosten sowie im Osten sind erneut einzelne kräftige Schauer und Gewitter möglich. Die Temperaturen sollen auf maximal 24 bis 27 Grad steigen. (kuc)

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Rubriklistenbild: © A. Hartl/imago

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