Waldbrand in Mecklenburg: Flammen sind gelöscht - Glutnester werden beobachtet

+
Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa

Seit Tagen ist die Waldbrandgefahr in Deutschland hoch. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein Waldbrand unvermittelt ausgedehnt.

Seit Tagen lässt die Trockenheit und die Hitze die Waldbrandgefahr in Deutschland immer weiter ansteigen. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich in der Nacht zum Montag (1. Juli) ein Waldbrand unvermittelt ausgedehnt.

  • Der Brand auf dem Truppenübungsplatz schien zunächst gelöscht.
  • In der Nacht zu Montag loderten die Flammen erneut auf.
  • Munition im Boden erschwert Löscharbeiten.

Update, Montag (8. Juli), 10.36 Uhr: Nach dpa-Informationen sind die Flammen in Lübtheen gelöscht. Es gebe keine offenen Feuer mehr. Es gebe nur noch Glutnester, die von der Feuerwehr beobachtet werden.

Update, Dienstag (2. Juli), 8.45 Uhr: Wegen des Waldbrandes in Mecklenburg-Vorpommern wurden mittlerweile vier Dörfer evakuiert. Aufgrund der unberechenbaren Winde ist das Feuer nach wie vor nicht unter Kontrolle.

Am Dienstag sollen acht Hubschrauber das Feuer auf dem früheren Truppenübungsplatzes eindämmen. Damit wird die Flotte der Helikopter verdoppelt. Derzeit gibt es noch keine Entwarnung in dem munitionsbelasteten, stark ausgetrockneten Gebiet im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Erstmeldung, Montag (1. Juli), 13.41 Uhr: ganz Deutschland ist die Gefahr durch Waldbrände derzeit hoch. Für NRW gab der Deutsche Wetterdienst Warnstufe vier von fünf aus. Im Sauerland brannte es bereits bei Plettenberg. Für den Osten Deutschlands gilt dagegen bereits in weiten Teilen Warnstufe fünf. Und auch, wenn am Wochenende die Hitzewelle vorbei ist - die Waldbrandgefahr bleibt hoch.

Waldbrand schien gelöscht

Bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern schien die Gefahr durch einen Waldbrand allerdings bereits gebannt. Das Feuer galt als gelöscht. Doch seit der letzten Nacht lodern die Flammen wieder und bedrohen immer mehr Menschen in ihren Dörfern.

Am Morgen waren etwa 430 Hektar Wald bei Lübtheen betroffen, wie ein Sprecher der regionalen Einsatzleitstelle im Landkreis Ludwigslust-Parchim sagte. Rund 500 Menschen mussten bereits in Sicherheit gebracht werden. Erst im April musste in Thüringen der Katastrophenfall wegen eines wieder aufgeflammten Waldbrandes ausgerufen werden. Nun gilt der Katastrophenfall auch für Mecklenburg-Vorpommern.

Der Waldbrand war bereits am Freitag auf einem Truppenübungsplatz 50 Kilometer südwestlich von Schwerin ausgebrochen. Zunächst hatten Behörden Entwarnung gegeben - das Feuer sei gelöscht. Nun wird Brandstiftung als Ursache für das erneute auflodern der Flammen vermutet.

Löschpanzer auf Truppenübungsplatz im Einsatz

Zusätzlich zu den 350 Feuerwehrleuten, die im Einsatz sind, wurden jetzt weitere Kräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und dem benachbarten Niedersachsen angefordert. Erschwert wurden die Löscharbeiten, da im Boden des Truppenübungsplatzes Munition liegt. Die Löschkräfte müssen dadurch einen Sicherheitsabstand von etwa 1000 Metern einhalten. Auch Löschpanzer kommen zum Einsatz.

Wegen der starken Rauchentwicklung sind sogar Bewohner in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Mit dpa-Material