Horror-Angriff an Karneval

Nach Auto-Attacke in Volkmarsen: Zahl der Verletzten auf 60 gestiegen - waren Drogen im Spiel?

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In Volkmarsen bei Kassel ist es an Rosenmontag zu einer schlimmen Attacke gekommen. Die Polizei ermittelt.

In Volkmarsen in Hessen ist am Rosenmontag ein Mann in eine Menschenmenge gefahren. Die Zahl der Verletzten liegt bei 60. Die wichtigsten Entwicklungen.

  • Im nordhessischen Volkmarsen bei Kassel ereignete sich am Rosenmontag (24. Februar) ein schrecklicher Vorfall.
  • Der Fahrer eines Mercedes fuhr in die Zuschauermenge beim Karnevalsumzug.
  • Die Polizei hat den Fahrer bereits festgenommen.

Update, Dienstag (25. Februar), 20.20 Uhr: Volkmarsen - Nachdem die Zahl der Opfer nach der Auto-Attacke auf den Rosenmontagszug von Volkmarsen auf 60 gestiegen ist, bittet die örtliche Polizei Verletzte darum, sich bei ihr zu melden - auch wenn keine medizinische Hilfe nötig war. Außerdem sucht die Polizei weiterhin nach Hinweisen aus der Bevölkerung und hat dazu ein Hinweisportal freigeschaltet, auf dem auch Fotos und Videos hochgeladen werden können.

Volkmarsen: Fahrer war offenbar nicht alkoholisiert

Update, Dienstag (25. Februar), 16.17 Uhr: Die Zahl der Verletzten von Volkmarsen ist bis zum frühen Dienstagnachmittag auf fast 60 angestiegen. Auch der Fahrer selbst, ein 29-Jähriger aus dem Ort, zog sich den Angaben zufolge Verletzungen zu. Der Tatort in Volkmarsen wurde am Dienstag wieder freigegeben. Die Straße in der Innenstadt werde noch gereinigt und sei dann wieder für Fußgänger und Autofahrer nutzbar, sagte ein Polizeisprecher vor Ort.

Update, Dienstag (25. Februar), 13.14 Uhr: Laut neusten Informationen war der Fahrer, der am Rosenmontag in der nordhessischen Stadt Volkmarsen in den Karnevalsumzug gefahren ist, nicht alkoholisiert. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt konnte keine Angaben dazu machen, ob der Mann eventuell unter anderen Drogen stand.

Aktuell sollen sich laut der Polizei Nordhessen insgesamt 35 Personen in Behandlung im Krankenhaus befinden.: "Weitere 17 Personen wurden ambulant behandelt und konnten das Krankenhaus bereits verlassen."

Rosenmontagsunfall in Hessen: Mann fährt in Volkmarsen in Karnevalsumzug

Update, Dienstag (25. Februar), 8.10 Uhr: Die dpa soll aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass der Täter aus Volkmarsen den Behörden nicht als Extremist bekannt gewesen sei. Laut der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen (hna) soll der Mann der Polizei wegen Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen sein. 

Update, Dienstag (25. Februar), 7.34 Uhr: Die Polizei Nordhessen warnt vor falschen Fotos des Täters. Es würde im Internet ein Foto kursieren, auf dem die angebliche Festnahme des Täters von Volkmarsen zu sehen seien soll. Auf Twitter schreibt die Polizei: "Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter."

Volkmarsen: Nach Drama an Rosenmontag - Auch an Faschingsdienstag kann nicht mehr sorglos Karneval gefeiert werden

Ein Teil des Ortskerns von Volkmarsen ist auch am Dienstagmorgen (25. Februar) weiterhin gesperrt. Laut dem Radiosender FFH wurde das Tatfahrzeug bereits vom Tatort abtransportiert. Außerdem wurden nach dem Unfall am Rosenmontag auch mehrere Karnevalsumzüge am heutigen Faschingsdienstag abgesagt.

Update, Montag (24. Februar), 22.46 Uhr: Der zweite Festgenommene soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen hinter dem Auto gefilmt haben. Demnach ist aber noch unklar, ob es sich um einen Schaulustigen handelt oder ob er eingeweiht war. Er sei bereits kurz nach dem Zwischenfall in Volkmarsen von der Polizei mitgenommen worden, heißt es.

Mann, der Auto in Rosenmontagszug fuhr, kommt aus Volkmarsen

Update, Montag (24. Februar), 22.16 Uhr: Der Mann, der sein Auto in den Rosenmontagszug in Volkmarsen gesteuert haben soll, kommt selbst aus der nordhessischen Kleinstadt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montagabend mit.

Update, Montag (24. Februar), 22 Uhr: Nach dem Zwischenfall mit einem Auto in Volkmarsen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Das teilte der Sprecher der Behörde, Alexander Badle, am Montag mit. Zum Motiv könne man nichts sagen: "Wir ermitteln in alle Richtungen."

Volkmarsen/Karneval: Ein Drittel der Opfer sind Kinder

Update, Montag (24. Februar), 21.09 Uhr: Nach Angaben des hessischen Innenministers Peter Beuth handelt es sich bei rund einem Drittel der etwa 30 Opfer um Kinder. "Wir haben ungefähr 30 Opfer zu beklagen, zum Teil Schwerstverletzte und darunter auch Kinder", sagt der CDU-Politiker in Volkmarsen.

Update, Montag (24. Februar), 19.53 Uhr: Nach Angaben des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill hat es in Volkmarsen eine zweite Festnahme gegeben. Es sei aber noch nicht klar, ob der Festgenommene als Tatverdächtiger gelte oder ein Zeuge sei.

War Täter von Volkmarsen besoffen? Polizei dementiert Gerüchte

Update, Montag (24. Februar), 19.24 Uhr: Medien- und Augenzeugenberichte, wonach der Tatverdächtige stark alkoholisiert war, können die Ermittler zunächst nicht bestätigen. Eine Nachbarin sagte gegenüber dem Fernsehsender RTL: "Ich habe ihn heute wegfahren sehen, er sah aus, als stünde er unter Drogen und sagte, 'bald stehe ich in der Zeitung'."

Update, Montag (24. Februar), 17.53 Uhr:  Der Fahrer ist nach Informationen der Ermittler deutscher Staatsbürger, 29 Jahre alt und kommt aus der Gegend. Er ist nach Angaben des hessischen Innenministeriums zurzeit nicht vernehmungsfähig. Im Gegensatz zur Polizei schließt das hessische Innenministerium einen Anschlag nicht aus. Ein Sprecher begründet das mit der Situation vor Ort.

Polizei in Volkmarsen geht von Dutzenden Verletzten bei Rosenmontagszug aus

Update, Montag (24. Februar), 17.16 Uhr: Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von Dutzenden Verletzten aus. Darunter seien auch Schwerverletzte und Kinder. Die genaue Zahl sei noch unklar, sagt ein Sprecher. 

Die Polizei in Volkmarsen geht zudem davon aus, dass der Fahrer vorsätzlich in den Rosenmontagszug gefahren ist. Das teilt ein Sprecher vor Ort mit. Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat liegen aber nicht vor.

Volkmarsen bei Kassel: Mann rast in Rosenmontagszug

Erstmeldung, Montag (24. Februar), 17.16 Uhr: Schlimme Nachrichten am Rosenmontag: Im nordhessischen Volkmarsen, 130 Kilometer östlich von Dortmund, ist ein Mann in die Zuschauermenge des Karnevalsumzugs gerast.

Der Rosenmontagszug sei in vollem Gange gewesen, als der Fahrer eines Mercedes Kombi plötzlich in die Zuschauermenge raste. Die Menschen standen dicht gedrängt an der Straße, um das bunte Treiben zu beobachten - sie hatten kaum eine Chance dem Auto auszuweichen, das zwischen dem Steinweg und einer Rewe-Filiale die Absperrung durchbrochen hatte und auf die Menge zufuhr. 

Laut ersten Angaben der Polizei Nordhessen gab es mehrereVerletzte. Einigen Medienberichten zufolge, wie zum Beispiel der Waldeckischen Landeszeitung, sind auch einige Kinder unter den verletzten Opfern. Tote habe es aber nicht gegeben.

Auto-Attacke an Rosenmontag in Volkmarsen: Polizei nimmt Fahrer fest

Die Polizei und Einsatzkräfte sind mit einem großen Aufgebot vor Ort. Auch wurde der Fahrer des Mercedes mit dem Kennzeichen Waldeck-Frankenberg bereits festgenommen.

Hintergründe zu der Tat kann die Polizei allerdings noch nicht bekannt geben. Sie bittet jedoch von der Verbreitung ungesicherter Meldungen abzusehen. Zuvor hatten einige Medien bereits von einem Anschlag auf den Rosenmontagszug in Volkmarsen bei Kassel gesprochen. Dies kann allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestätigt werden.

Hintergründe zu dem Vorfall an Rosenmontag in Volkmarsen unklar

So sagte der Polizeisprecher in Kassel gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa): "Ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt oder ein technisches Versagen ist oder ob schlimmstenfalls Absicht dahinter steckt, dazu können wir leider gar nichts sagen".

Der Fahrer des silberfarbenen Mercedes wird derzeit noch befragt. Es liegen noch keine Informationen zu seiner Identität vor. 

Nicht der erste Vorfall an Karneval in Volkmarsen

Leider ist das nicht der erste Vorfall während der diesjährigen fünften Jahreszeit nordhessischen Volkmarsen - wenn auch mit tragischeren Folgen. Wie die dpa mitteilte, gab es bereits am Sonntag schon eine Unterbrechung einer Fastnachtsveranstaltung in der Gemeinde bei Kassel. 

Aufgrund eines Feueralarms musste eine Veranstaltung geräumt werden. Die örtliche Feuerwehr hatte die betroffenen Bereiche kontrolliert, aber nichts feststellen können. Auch der Grund für Alarm hatten die Einsatzkräfte nicht gefunden. Die Veranstaltung der Narren konnte nach der Unterbrechung fortgesetzt werden. Ob es einen Zusammenhang zu dem schrecklichen Vorfall am heutigen Rosenmontag gibt, ist unklar. mit dpa-Material

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