Neunjähriger verteilt Geldscheine an Nachbarn - Polizei deckt dreiste Masche auf

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Millionenerbe, falscher Rechtsanwalt. Polizei Bochum warnt vor Betrugsmasche. Foto: dpa

In Bad Vilbel bei Frankfurt hat ein neunjähriger Junge Geldscheine an seine Nachbarn verteilt. Eine dreiste Masche steckte dahinter.

In Bad Vilbel lief am Wochenende ein neunjähriger Junge durch seine Nachbarschaft und verteilte wahllos Geldscheine an seine Nachbarn. Er wollte mit dieser Aktion offenbar sein Taschengeld aufbessern. Doch die Polizei machte einen Strich durch seine Rechnung.

Klein, aber oho: Ein neunjähriger Junge aus Bad Vilbel bei Frankfurt hat sich offenbar eine besonders dreiste Masche ausgedacht, um sein Taschengeld aufzubessern. Mit fast 3000 Euro in der Tasche lief das Kind durch seinen Heimatort und klingelte bei den Nachbarn. Dort hielt er den Leuten die 50-Euro-Geldscheine unter die Nase - angeblich, weil er sie vor der Haustür fand.

Neunjähriger hoffte wohl auf Finderlohn

Wie die Polizei in Bad Vilbel am Montag (15. März) berichtete, hoffte der neunjährige Junge wohl auf Finderlohn. Zuvor hatte die "Frankfurter Rundschau" über den Fall berichtet, der sich bereits am Samstag (16. März) ereignete.

Laut Angaben der Polizei stammt das Geld wohl aus den Ersparnissen der Eltern. Die dürften nicht schlecht gestaunt haben, als ihnen das Geld fehlte und sie über die Tätigkeiten ihres Sohnes informiert wurden.

Junge hatte 2700 Euro dabei

Einige der Nachbarn nahmen die Scheine an und gaben dem Jungen einen Finderlohn. Offenbar genau das, was sich der Neunjährige vorstellte. Ein Nachbar jedoch wurde misstrauisch und rief die Polizei. Diese machte dem vermeintlich aufmerksamen Nachbarsjungen einen Strich durch die Rechnung.

Als die Polizei eintraf, fanden sie eine Tüte mit rund 2700 Euro bei dem Jungen. Das waren nach Angaben der Beamten wohl die ganzen Ersparnisse seiner Eltern. Rund 261 Euro fehlten beim Zählen des Geldes. Die Polizei ruft daher die Empfänger der Scheine auf, das Geld zurückzugeben.