Milde Strafe für 20-Jährigen

Vergewaltigung in Dortmund: Fußballer ist schuldig, muss aber nicht ins Gefängnis

In Dortmund gab es vor zwei Jahren eine Vergewaltigung, jetzt hat das Amtsgericht Hagen sein Urteil gesprochen.
+
In Dortmund gab es vor zwei Jahren eine Vergewaltigung, jetzt hat das Amtsgericht Hagen sein Urteil gesprochen.

Nach einem Discobesuch in Dortmund wurde vor zwei Jahren eine Frau vergewaltigt. Jetzt stand der Täter vor Gericht – das Urteil überrascht.

Das Amtsgericht Hagen hat am Mittwoch (26. August) gegen den Angeklagten Jan S. eine Strafe verhängt, die bei vielen Menschen absolutes Unverständnis auslösen dürfte. Der Tatvorwurf gegen den 20-jährigen Fußballer lautete: Vergewaltigung. Dafür wurde er dann auch schuldig gesprochen, ins Gefängnis wandert der Verurteilte aber nicht, berichtet RUHR24.de.*

Als damals 18-Jähriger hat der Mann nach einer Partynacht in der Dortmunder Diskothek "Rush Hour" eine junge Frau vergewaltigt,* nachdem er sie bis zu ihrer Wohnung begleitet hatte. Die Strafe fällt für den Verurteilten jedoch milde aus. Obwohl die Staatsanwaltschaft Jugendarrest gefordert hatte, muss Jan S. nun bloß 60 Sozialstunden abarbeiten.

Richterin Ulrike Radke-Schäfer erklärte ihre Entscheidung wie folgt: "Sein Leben bestand nur aus Fußball. Durch seine Karriere konnte er nie das Leben eines normalen Jugendlichen führen." *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Mehr zum Thema