Verbrechen im All: Hat eine Astronautin die erste Straftat im Weltraum begangen?

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Hat eine US-Astronautin das erste Verbrechen im Weltall begangen? Foto: Matthias Balk/dpa

Ist sie die erste Straftäterin im Weltall? Eine Astronautin soll von der ISS aus auf das Konto ihrer Ex zugegriffen haben. Ohne Erlaubnis. Ein Verbrechen?

Ist sie die erste Straftäterin im Weltall? Die US-Astronautin Anne McClain soll von der ISS aus auf das Bankkonto ihrer Ex-Freundin zugegriffen haben. Ohne deren Erlaubnis. Ein Verbrechen?

  • Die Astronautin Anne McClain soll von der ISS aus auf das Konto ihrer Ex-Freundin zugegriffen haben.
  • Damit beging sie womöglich Identitätsdiebstahl und die erste Straftat im Weltall.
  • McClain hat die Tat mittlerweile zugegeben.

Straftaten im Weltall: Was nach Science-Fiction und Krieg der Sterne klingt, könnte nun Wirklichkeit geworden sein. Denn die NASA-Astronautin Anne McClain soll laut dpa von der internationalen Raumstation (ISS) aus auf das Bankkonto ihrer Ex-Freundin zugegriffen haben. Damit beging sie womöglich Identitätsdiebstahl.

New York Times kam dem ersten Verbrechen im Weltall auf die Spur

Wie die US-Zeitung New York Times am Freitag berichtete, könnte es sich dabei um das erste Verbrechen handeln, das von Menschen im Weltall begangen wurde.

Laut dem Bericht der Zeitung gab die NASA-Astronautin McClain zu, auf das Konto mit dem ihr bekannten Passwort zugegriffen zu haben. Sie war im Juni nach einem halben Jahr auf der ISS auf die Erde zurückgekehrt. Allerdings gab sie an, sie habe sich dabei nur vergewissern wollen, dass mit den - noch immer miteinander verwobenen - Finanzen des Ex-Paares alles in Ordnung sei.

Doch die Sache flog auf, weil die Bank auf Nachfrage der Ex-Freundin herausfand, dass Zugriffe auf das Konto von einem NASA-Netzwerk vorgenommen worden waren. Und zwar in der Zeit, in der McClain im All war.

McClain buchte wohl kein Geld ab

Hinweise darauf, dass Geld von dem Konto abgebucht wurde, gibt es laut dpa derzeit aber nicht. Die ehemalige Freundin McClains beschuldigte die Astronautin den Behörden gegenüber aber des Identitätsdiebstahls.

In einer anderen Beschwerde gegenüber der NASA heißt es, dass McClains Zugriff auf das Konto vielmehr dazu gedient habe, Argumente dafür sammeln zu können, ihrer Ex das Sorgerecht für deren Sohn streitig zu machen. Klingt also eher nach Rosenkrieg, als nach einem wirklichen Verbrechen. Aber dennoch: Es war im Weltall. mit dpa-Material