Von der Leyen tritt als Verteidigungsministerin zurück - wird sie die mächtigste Frau der EU?

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Ursula von der Leyen. Foto: dpa

Ursula von der Leyen (CDU) hat am Montag (15. Juli) via Twitter angekündigt, als Verteidigungsministerin zurück zu treten.

Ursula von der Leyen (CDU) hat am Montag (15. Juli) via Twitter angekündigt, als Verteidigungsministerin zurückzutreten.

  • Ursula von der Leyen will EU-Kommissionspräsidentin werden.
  • Am Dienstag stimmt das Europäische Parlament über den Nachfolger Jean-Claude Junckers ab.

Mit dem Satz "Meine Entscheidung für Europa" hat von der Leyen via Twitter angekündigt, am Mittwoch (17. Juli) als Verteidigungsministerin der Bundesrepublik Deutschland zurückzutreten.

Ursula von der Leyen will Vertrauen des Parlaments gewinnen

"Ich möchte morgen das Vertrauen des Europäischen Parlaments gewinnen", heißt es in ihrem Tweet. Der Rücktritt sei unabhängig davon, wie das Europäische Parlament für sie stimmen würde.

Am Dienstag (16. Juli) will sich die deutsche Verteidigungsministerin zur Präsidentin der EU-Kommission wählen lassen. Um 18 Uhr stimmen die EU-Abgeordneten über die Kandidatur Ursula von der Leyens ab.

Von der Leyen, 1958 in Belgien geboren, hatte sich erst jüngst als Kandidatin für das höchste EU-Amt beworben - dem der Kommissionspräsidentin. Aktuell hat der Luxemburger Jean-Claude Juncker das Amt inne.

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Von der Leyen schließt ihren Tweet mit versöhnlichen Worten: "Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für die Jahre mit der Bundeswehr."

Erste Frau als Kommissionspräsidentin?

Wenn von der Leyen die Unterstützung einer absoluten Mehrheit (50 Prozent plus eine Stimme) der Mitglieder des Parlaments erhält, wird die Deutsche die erste weibliche Kommissionspräsidentin werden.

Wer das Amt der Verteidigungsministerin übernimmt, war zunächst noch unklar. In Berlin sind mehrere Politiker im Gespräch, darunter Gesundheitsminister Jens Spahn sowie die Verteidigungsexperten Johann Wadephul und Henning Otte (alle CDU) und auch Ex-CDU-Generalsekretär und Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber. mit dpa-Material