Görlitz erteilt AfD Absage - CDU-Kandidat gewinnt Stichwahl zum Oberbürgermeister

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CDU gewinnt Wahl in Görlitz gegen AfD

Den nächste Oberbürgermeister im sächsischen Görlitz stellt die CDU. In der Stichwahl gewann Octavian Ursu gegen seinen Kontrahenten von der AfD.

Den nächste Oberbürgermeister im sächsischen Görlitz stellt die CDU. In der Stichwahl gewann Octavian Ursu gegen seinen Kontrahenten von der AfD.

  • Sebastian Wippel (AfD) unterlag bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister.
  • CDU-Kandidat Octavian Ursu erhielt 55,1 Prozent der Stimmen.
  • Beim ersten Wahlgang im Mai hatte noch Wippel das bessere Ergebnis eingefahren.

Der gebürtige Rumäne Octavian Ursu von der CDU wird der nächste Oberbürgermeister in Görlitz. Die AfD verpasst damit das erste erhoffte Spitzenamt in Deutschland.

AfD: "Grandioses Ergebnis"

CDU-Kandidat Octavian Ursu setzte sich am heutigen Sonntag (16. Juni) mit 55,2 zu 44,8 Prozent gegen den AfD-Bewerber Sebastian Wippel durch.

Die Bundes-CDU reagierte erleichtert. Ursu sei von einem breiten Bündnis getragen worden, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak gegenüber der dpa.

Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl in Görlitz lag bei 56 Prozent und damit 2,6 Prozentpunkte unter der vom ersten Wahlgang am 26. Mai. Damals hatte der Musiker und Landtagsabgeordnete Ursu hinter Wippel gelegen. Die beiden Kandidatinnen Franziska Schubert von den Grünen und Jana Lübeck von den Linken hatten danach zugunsten von Ursu auf eine weitere Kandidatur verzichtet, um ein AfD-Stadtoberhaupt zu verhindern.

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Ursu kommentierte seinen Sieg mit den Worten: "Die Mehrheit hat sich für eine offene Gesellschaft und gegen Abschottung entschieden." Wippel sprach trotz seiner Niederlage von einem "grandiosen Ergebnis". Die AfD lies verlauten, dass der Polizeikommissar Wippel durch diese Niederlage nicht beschädigt sei.

Die Band Die Ärzte machen unterdessen keinen Hehl daraus, dass sie nicht gerade Fürsprecher der AfD sind.

Kurz vor der Europawahl stand die AfD kurzzeitig als Gewinner dar - die Nachricht aus Bochum entpuppte sich allerdings als Falsch. Mit dpa-Material