News-Ticker

Ukraine-Krieg: Verhandlungen beendet – Russland vor AKW-Übernahme

Russlands Präsident Wladimir Putin führt Krieg in der Ukraine. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

Dieser Ticker wird nicht länger aktualisiert. Alle neuen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine findet ihr hier.

Update, Donnerstag (3. März), 22.31 Uhr: Russische Truppen sollen laut dem Bürgermeister einer nahe gelegenen Stadt immer näher auf das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja zu rücken. Laut eines Berichts von Bild unter Berufung auf den ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk sei das größte Atomkraftwerk Europas sogar bereits vorläufig von den russischen Streitkräften besetzt worden.

Update, Donnerstag (3. März), 20.31 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sich am Abend in einer emotionalen Ansprache vor Journalisten an den russischen Präsident Putin gewandt und ihn zu einem Gespräch aufgefordert: „Ich beiße nicht. Ich bin ein ganz normaler Typ. Setz Dich zu mir, sag mir, wovor Du Angst hast“, so der Politiker.

Ukraine-Krieg 2022: Präsident Selesnkyj forder persönliches Gespräch mit Putin

Außerdem appellierte er erneut an die Nato eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten: „Wie viele Menschen sollen in die Luft fliegen, (...), damit das zu Euch durchdringt?“ Derzeit gilt eine Flugverbotszone noch als ausgeschlossen, da sie eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und den russischen Streitkräften bedeuten würde.

Update, Donnerstag (3. März), 19.13 Uhr: Die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland ist beendet. Das teilte Mykhailo Podolyak, der Chef-Unterhändler der ukrainischen Seite, bei Twitter mit. Bei den Verhandlungen habe man sich auf die Einrichtung von „humanitären Korridoren“ in besonders umkämpften Gebieten der Ukraine geeinigt. So können Zivilisten aus den Kriegsgebieten evakuiert werden. 

Ukraine-Krieg: Verhandlungen mit Russland beendet

Wie Podolyak ebenfalls auf Twitter mitteilte, seien „die Ergebnisse, die die Ukraine braucht“, nicht erreicht worden. Eine dritte Verhandlungsrunde sei geplant.

Update, Donnerstag (3. März), 18.35 Uhr: Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes sind seit Beginn des Kriegs in der Ukraine mehr als 604.000 Flüchtlinge in Polen angekommen. Allein am heutigen Donnerstag (3. März) seien es 56.400 Menschen gewesen.

Währenddessen berührt ein Video der Nachrichtenagentur Reuters auf Twitter Tausende: Es zeigt Aufnahmen von ankommenden Flüchtlingen am Berliner Hauptbahnhof. Dort trafen die Geflüchteten nach Angaben einer Augenzeugin auf tausende wartende Berlinerinnen und Berliner, die mit Schilder darauf aufmerksam machten, dass sie bereit seien, den Geflüchteten Unterschlupf zu geben.

Ukraine-Krieg: Verhandlungen mit Russland in Weißrussland gestartet

Update, Donnerstag (3. März), 16.28 Uhr: Die zweiten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine haben begonnen. Das geht aus Aufnahmen des belarussischen Staatsfernsehen hervor, wo das Treffen zwischen der Ukraine und Russland statt findet. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die beiden Delegationen an einem Tisch Platz nahmen und sich die Hand gaben.

Update, Donnerstag (3. März), 14.14 Uhr: Die ukrainische Verhandlungsdelegation ist nach eigenen Angaben unterwegs zur zweiten Runde der Waffenstillstands-Gespräche mit Russland. Sie soll im Laufe des Donnerstags an der belarussisch-polnischen Grenze stattfinden. „Wir sind auf dem Weg zu Verhandlungen mit der Russischen Föderation. Bereits im Hubschrauber“, schrieb Präsidentenberater Mykhailo Podolyak auf Twitter.

Trotz geringer Erfolgsaussichten wollen Kiew und Moskau weiter verhandeln. In den Gesprächen fordert die Ukraine einen humanitären Korridor für die Bürger des Landes.

Putin telefonierte mit Macron – Russland setzt Militäroperation in der Ukraine fort

Update, Donnerstag (3. März), 12.35 Uhr: Nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow habe Russlands Präsident Wladimir Putin mit Emmanuel Macron telefoniert. Russland würde es demnach begrüßen, wenn Frankreich beim Erreichen von Vereinbarungen helfen würde. Gleichzeitig kündigte Lawrow an, dass das russische Militär den Einsatz in der Ukraine bis zum Ende fortsetzen werde. Das berichtet die Tagesschau.

Ukraine und Russland sprechen wohl um 13 Uhr erneut

Update, Donnerstag (3. März), 11.12 Uhr: Die belarussische Nachrichtenagentur Belta meldet unter Berufung auf einen russischen Unterhändler, dass die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland über eine Waffenruhe um 13 Uhr beginnen könnten.

Ukraine-Krieg: Mariupol angeblich eingekesselt – kein Strom und Wasser

Update, Donnerstag (3. März), 10.10 Uhr: In der strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol im Süden der Ukraine gibt es nach Luftangriffen örtlichen Behörden zufolge kein Wasser und keinen Strom. Prorussische Separatisten hätten die Stadt nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums eingeschlossen. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.

Deutschland liefert weitere Waffen an die Ukraine

Update, Donnerstag (3. März), 8 Uhr: Deutschland liefert weitere 2.700 Flugabwehrraketen an die Ukraine. Das Wirtschaftsministerium habe die Lieferung genehmigt, berichtet die DPA soeben. Bei den Abwehrraketen vom Typ „Strela“ handelt es sich um Waffen aus sowjetischer Produktion aus ehemaligen Beständen der Nationalen Volksarmee der DDR. Bereits am Wochenende hatte Deutschland schwere Waffen zur Panzerabwehr und Boden-Luft-Raketen an die Ukraine geliefert – und damit eine Kehrtwende bei der Außenpolitik vollzogen.

Krieg in der Ukraine: Erneut Explosionen in Kiew – Selenskyj kündigt „heftige Gegenwehr“ an

Update, Donnerstag (3. März), 6.45 Uhr: In Kiew ist es in der Nacht zu Donnerstag zu schweren Explosionen gekommen. Es sei Luftalarm ausgelöst worden, wie die Tagesschau unter Berufung auf die Agentur Unian berichtet. Zunächst sei unklar gewesen, ob es sich um einen Luftangriff handelt und was die Ziele gewesen sein könnten.

Angriffe hat es offenbar auch in Isjum – eine ostukrainische Stadt in der Nähe von Charkiw – gegeben. Örtlichen Behörden zufolge wurden acht Menschen bei einem Luftangriff getötet, der ein mehrstöckiges Wohnhaus traf. Ein weiterer Luftangriff in Korosten nördlich von Schytomyr hat nach Angaben der dortigen Verwaltung zwei Opfer gefordert. Unabhängig zu überprüfen sind diese Angaben nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymy Selenskyj kündigte in einer Videobotschaft an, dass Feinde der Ukraine „hier keine ruhige Minute haben werden“. Besetzer würden eine „solch heftige Gegenwehr“ bekommen, dass sich sie sich „für immer daran erinnern, dass wir das Unsere nicht hergeben“.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach eine zweite Gesprächsrunde über eine Waffenruhe stattfinden soll. Die Unterhändler Russlands und der Ukraine werden sich nach Angaben von Wladimir Medinski, der die russische Delegation leitet, in Belarus treffen.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen nehmen Großstadt Cherson ein

Update, Mittwoch (2. März), 22.45 Uhr: Die Großstadt Cherson im Süden der Ukraine ist nach Angaben ukrainischer Beamter offenbar in russische Hände gefallen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Der Bürgermeister von Cherson, Igor Kolykhaev, soll in einem Interview mit der „New York Times“ gesagt haben, dass eine Gruppe bewaffneter russischer Offiziere das Rathausgebäude betreten habe. Sie hätten ihm mitgeteilt, dass sie eine neue Verwaltung einsetzen. Cherson wäre die erste ukrainische Großstadt, die an die russischen Streitkräfte gefallen wäre.

Update, Mittwoch (2. März), 20.24 Uhr: Die nächste Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland soll offenbar doch erst am Donnerstagmorgen (3. März) stattfinden. Die ukrainische Seite gibt sich bedeckt zu der von Russland für Donnerstagmorgen angekündigten zweiten Gesprächsrunde. Der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak twitterte: „Es ist zweifelhaft, dass ohne die Anwesenheit der anderen (ukrainischen) Seite am Verhandlungstisch wirklich Verhandlungen stattfinden können. Warten Sie also einfach auf den tatsächlichen Beginn des Dialogs.“

Ukraine-Krieg: Deutsche Waffenlieferung in der Ukraine angekommen

Update, Mittwoch (2. März), 18.41 Uhr: Die von Deutschland bereitgestellten Waffen für die Ukraine sind übergeben worden. Das berichtet die dpa unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Die Bundesregierung unterstützt die ukrainischen Streitkräfte mit 1000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen.

Zudem seien weitere Bundeswehr-Soldaten in Litauen eingetroffen. Die unter deutscher Führung stehende Battlegroup soll durch 350 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr verstärkt werden.

Update, Mittwoch (2. März), 16.30 Uhr: Die Mütter sollen jetzt ihre russischen Söhne aus dem Krieg abholen. Wie das ukrainische Verteidigungsministerium bekannt gibt, sollen Mütter ihre gefangen genommenen russischen Soldaten-Söhne aus der Ukraine wieder abholen.

Das Ministerium betont: „Anders als die Faschisten (von Kreml-Chef Wladimir) Putin führen wir keinen Krieg gegen Mütter und ihre gefangenen Kinder.“ Es werde nun Telefonnummern und E-Mail-Adressen geben, worüber sich die Mütter Informationen über ihre Söhne einholen können.

Reaktionen auf Ukraine-Krieg: Ölreserven werden freigegeben

Update, Mittwoch (2. März), 15.54 Uhr: Die Bundesregierung hat als Reaktion auf den Ukraine-Krieg und zur Beruhigung des Ölmarktes einen Teil der nationalen Ölreserve freigegeben. Das teilt Wirtschaftsminister Robert Habeck am Mittwoch (2. März) mit.

Update, Mittwoch (2. März), 15.08 Uhr: Altkanzler Gerhard Schröder ist kein Ehrenmitglied von Borussia Dortmund mehr. Das teilte der BVB am Mittwoch (2. März) mit. Vereinspräsident Dr. Reinhard Rauball habe den Bundeskanzler a.D. am Mittwochvormittag in einem persönlichen Gespräch darüber unterrichtet, heißt es.

Ukraine-Krieg: BVB entzieht Altkanzler Gerhard Schröder Ehrenmitgliedschaft bei Borussia Dortmund

Gerhard Schröder steht noch immer in Diensten von Russland-Präsident Wladimir Putin und ist nach wie vor Aufsichtsratsboss beim russischen Öl-Konzern Rosnef und hat einen Chef-Posten bei Nord Stream.

Update, Mittwoch (2. März), 12.42 Uhr: Mehr als 5300 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind bereits in Deutschland eingetroffen. Es sei nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums aber „sehr gut möglich“, dass schon wesentlich mehr Menschen Deutschland erreicht hätten. Schließlich gibt es keine regelmäßigen Kontrollen zum Nachbarland Polen, das direkte Grenzen zur Ukraine besitzt.

Ukraine-Krieg: Russland erklärt sich zu Verhandlungen bereit

Update, Mittwoch (2. März), 11.19 Uhr: Russland hat sich zu erneuten Verhandlungen mit der Ukraine am Mittwochabend bereit erklärt. Das sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Die russischen Delegierten werden „am frühen Abend“ vor Ort sein, man hoffe auch auf ein Erscheinen der Ukrainer. Wo die Verhandlungen stattfinden sollen, ist nicht bekannt.

Über 1000 Flüchtlinge aus der Ukraine im Berlinger Hauptbahnhof

Update, Mittwoch (2. März), 10.19 Uhr: Wie der RBB berichtet, seien am Dienstagabend (1. März) rund 1300 ukrainische Flüchtlinge am Berliner Hauptbahnhof eingetroffen. Sie seien mit regulären Zügen aus Polen eingereist. Freiwillige Helfer versorgten die überwiegenden Frauen und Kinder mit Essen, Getränken und Decken.

Ukraine-Krieg: Putin hat sich laut Biden „schwer verkalkuliert“

Update, Mittwoch (2. März), 8.39 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat in seiner Rede zur Lage der Nation mit Wladimir Putin abgerechnet. Den russischen Präsidenten bezeichnete Biden darin als „russischen Diktator“, der sich mit seinem Angriff auf die Ukraine „schwer verkalkuliert“ habe. „Er dachte, er könnte in die Ukraine einmarschieren und die Welt würde sich wegdrehen. Stattdessen ist er auf eine Wand der Stärke gestoßen, die er sich nie vorgestellt hätte – das ukrainische Volk“, so Biden.

Ukraine-Krieg: Angriffe russischer Truppen in der Nacht fordern zivile Opfer

Update, Mittwoch (2. März), 6.44 Uhr: In der Nacht haben russische Truppen ihre Angriffe in der Ukraine fortgesetzt. In Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, sollen russische Luftlandetruppen etwa ein örtliches Krankenhaus angegriffen haben. Explosionen seien örtlichen Medien zufolge am Dienstagabend auch in der Hauptstadt Kiew und in Bila Zerkwa zu hören gewesen.

In der Hafenstadt Mariupol seien nach Angaben des Bürgermeisters mehr als 100 Menschen durch russischen Beschuss verletzt worden. In der Großstadt Schytomyr soll es einen Luftangriff gegeben haben. Der örtliche Bürgermeister berichtet von russischen Raketen, die ein Wohngebäude und ein Krankenhaus getroffen hätten.

Karte: Hier greift Russland die Ukraine an

In Cherson sollen russische Truppen die Kontrolle über den Bahnhof und den Hafen übernommen haben. Die Tagesschau berichtet unter Berufung auf ukrainische Agenturen, dass ein russischer Panzer auf ein Gebäude des ukrainischen Geheimdienstes gefeuert hätte. Es sollen außerdem zahlreiche Zivilisten beim Versuch gestorben sein, die Stadt mit Molotow-Cocktails zu verteidigen. Die Informationen über das Kriegsgeschehen sind weiterhin bruchstückhaft und lassen sich kaum unabhängig überprüfen.

US-Präsident Joe Biden kündigte derweil in der Nacht an, den Luftraum der USA für russische Flugzeuge zu sperren. Neuigkeiten gibt es auch aus Weißrussland. Dort hat Präsident Alexander Lukaschenko die Entsendung weiterer Truppen an die Grenze zur Ukraine angeordnet. „Fünf taktische Bataillongsruppen“ sollen zum „Grenzschutz“ in den Süden entsandt werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP bestehen diese Einheiten in der Regel aus Hunderten Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen und Artilleriewaffen.

Ukraine-Krieg: Klitschko warnt vor Panzern „rund 20 Kilometer“ vor Kiew

Update, Dienstag (1. März), 23 Uhr: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko macht nun gegenüber der Bild-Zeitung klar, wie nah das russische Militär wirklich vor Kiew steht: „Wir müssen jederzeit eine russische Offensive erwarten, die Panzer sind nur noch rund 20 Kilometer vor der Stadt.“

Flucht aus der Ukraine: Kinder sollen schnell in deutsche Schulen gehen können

Update, Dienstag (1. März), 19.15 Uhr: Das Land NRW möchte geflüchtete Kinder aus der Ukraine schnell einen Besuch in einer Schule ermöglichen. Das Schulministerium soll derzeit alles vorbereiten, erklärt die Bild-Zeitung: „Mit großer Besorgnis blicken wir auf den Krieg in der Ukraine, der tausende Ukrainerinnen und Ukrainer zur Flucht zwingt. Nordrhein-Westfalen steht zu seiner Verantwortung und heißt die Menschen, die sich bei uns vor dem Krieg in Sicherheit bringen, willkommen“, so Schulministerin Yvonne Gebauer.

Pentagon: Russisches Militär soll das Essen ausgehen

Update, Dienstag (1. März), 19 Uhr: Wie das US-Verteidigungsministerium erklärt, sollen russischen Truppen das Essen ausgehen. „Es gibt [...] Anzeichen dafür, dass sie Probleme mit der Versorgung ihrer Truppen haben – dass ihnen nicht nur das Benzin ausgeht, sondern auch Lebensmittel“, so ein Mitarbeiter des Pentagon.

Friedensgespräche mit Russland: Selenskyj will zuerst ein Ende der Bombardierung der Ukraine

Update, Dienstag (1. März), 17.55 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Forderungen für weitere Gespräche mit Russland gestellt. So soll erst die Bombardierung der Ukraine ein Ende finden – erst dann wolle er sich sinnvollen Gesprächen mit Russland widmen. Außerdem soll die Nato eine Flugverbotszone über der Ukraine einrichten, um russische Luftangriffe zu verhindern.

Update, Dienstag (1. März), 16.50 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sei derzeit der Fernsehturm in Ukraines Hauptstadt Kiew unter Beschuss. Der Turm selbst sei bisher nicht von Raketen der russischen Armee getroffen worden.

Weil er zu Putin steht: BVB stellt Ultimatum an Gerhard Schröder

Update, Dienstag (1. März), 16.10 Uhr: Borussia Dortmund stellt Alt-Kanzler Gerhard Schröder ein Ultimatum. Schröder machte bereits in der Vergangenheit klar, dass seiner Meinung nach Putin ein Demokrat sei, dem die angeblich russische Bedrohung nur unterstellt werden würde. Auf Nachfrage der Bild-Zeitung machte der Dortmunder Klub klar, dass wenn der Alt-Kanzler weiter an seinen Führungspositionen in russischen Staatskonzernen festhalten würde, man ihn als Ehrenmitglied des Vereins annullieren wolle.

Mächtige und gute Freunde: Altkanzler Gerhard Schröder (r.) verdankt Russlands Machthaber Wladimir Putin so manche Anstellung.

Mehr als 600.000 Flüchtlinge aus der Ukraine

Update, Dienstag (1. März), 14.10 Uhr: Mehr als 600.000 sind nach Angaben der Uno wegen des Ukraine-Krieges auf der Flucht. Nachbarländer wie Polen und Rumänien nehmen viele von ihnen auf. Auch in Deutschland sind bereits erste Menschen aus der Ukraine angekommen.

Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) machte heute erneut klar: „NRW ist selbstverständlich bereit zur Aufnahme von Menschen, die auf der Flucht sind. Wer vor Putin fliehen muss, ist in Nordrhein-Westfalen herzlich willkommen.“ Für Mittwoch sei ein Flüchtlingsgipfel geplant, Donnerstag ein Treffen mit Hilfsorganisationen.

Krieg in der Ukraine: Youtube sperrt russische Sender

Update, Dienstag (1. März), 12.15 Uhr: Nachdem bereits das Meta-Netzwerk, zu dem auch Facebook gehört, die Monetarisierung russischer Seiten gestoppt hatte, reagiert nun auch Youtube. Laut DPA hat die Videoplattform die Kanäle der russischen Staatssender RT und Sputnik europaweit gesperrt. Sie stehen im Westen immer wieder als Propagandainstrument des Kreml in der Kritik. Auch die EU hatte bereits ein Verbot der Sender verhängt.

Ukraine-Krieg: Heftige Explosion nach Raketenangriff in Millionenstadt Charkiw

Update, Dienstag (1. März), 9.45 Uhr: Am sechsten Tag des russischen Kriegs in der Ukraine werden die Bilder zunehmend verstörender. Ein Video des ukrainischen Außenministeriums zeigt einen heftigen Raketeneinschlag an einem Regierungsgebäude in der Millionenstadt Charkiw:

Bereits zuvor hatte die Ukraine dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, mit dem Angriffskrieg gegen die Menschenrechte zu verstoßen. Dieser hatte immer wieder versichert, nur militärische Ziele angreifen zu wollen. Mittlerweile lässt er Berichten zufolge aber auch auf Wohngebiete schießen.

Ukraine-Krieg: Russischer Konvoi auf dem Weg nach Kiew

Update, Dienstag (1. März), 6.45 Uhr: Neue Satellitenbilder zeigen einen riesigen Militär-Konvoi der Russen, der sich von Nordosten auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zubewegt. Laut Berichten soll der Konvoi aus Panzern und anderen Fahrzeugen bis zu 64 Kilometer lang sein. Nach Einschätzung amerikanischer Verteidigungskreise will das russische Militär trotz des starken ukrainischen Widerstandes Kiew nach wie vor einnehmen. Bislang halten die Truppen – nicht nur in Kiew – den russischen Angriffen stand.

EU-Parlament ruft Sondersitzung zusammen – Deutsche für Waffenlieferungen

Update, Montag (28. Februar), 22.45 Uhr: Laut einer Forsa-Umfrage befürworten 78 Prozent der Deutschen die Waffenlieferung an die Ukraine. Vor allem FDP-Anhänger befürworten demnach die Waffenbeteiligung (90 Prozent). Niedriger liegt die Zustimmung bei den Grünen (76 Prozent), der AfD (71 Prozent) und der Linke (51 Prozent).

Update, Montag (28. Februar), 20 Uhr: Das EU-Parlament kommt am Dienstag um 12 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen. In der Debatte wollen die Europaabgeordneten über den Ukraine-Krieg und das Vorgehen der EU diskutieren. Anschließend soll über eine gemeinsame Position zum Krieg abgestimmt werden.

Ukraine-Krieg: Schwere Explosionen in Kiew und Charkiw

Update, Montag (28. Februar), 18.25 Uhr: Medienberichten zufolge soll es vor wenigen Minuten zu zwei schweren Explosionen in der Ukraine gekommen sein. Demnach soll es in der Hauptstadt Kiew zwei Explosionen gegeben haben. Die Situation in der Millionenstadt Charkiw soll schlimmer sein.

Wie die Nachrichtenagentur Unian schreibt, soll es dort mindestens drei Detonationen gegeben haben. Derzeit kursiert in den sozialen Netzwerken ein Video, welches eine Rakete über dem Himmel von Kiew zeigen soll. Nur wenige Minuten zuvor wurden die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland ohne ein Ergebnis abgebrochen.

Die Ukrainer verteidigen ihr Land gegen russische Truppen.

Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ohne Ergebnisse

Update, Montag (28. Februar), 18.10 Uhr: Die heutigen Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sind ohne ein Ergebnis ausgegangen. „Wir reisen zu Beratungen in die Hauptstädte zurück“, so der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak. Noch ist unklar, wann die nächsten Friedensgespräche stattfinden.

Nicht mehr neutral: Schweiz schließt sich EU-Sanktionen an

Update, Montag (28. Februar), 17.45 Uhr: Die Schweiz zeigt im Krieg ausnahmsweise nicht die neutrale Seite und schließt sich den EU-Sanktionen gegen Russland an. Wie die Regierung in einem Schreiben bekannt gibt, werde das Vermögen von gelisteten Personen und Unternehmen ab sofort gesperrt werden.

Die Sanktions-Welle scheint Russlands Präsident Wladimir Putin scharf zu treffen. Daher soll er sich heute mit mehreren Regierungsvertretern seines Landes getroffen haben. Darauf folgte ein wichtiges Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Wie die französische Regierung erklärt, habe man sich darauf geeinigt, in den nächsten Tagen in Kontakt bleiben zu wollen. In dem Gespräch hat Macron den russischen Herrscher dazu aufgefordert, einen Waffenstillstand mit der Ukraine einzulegen. Putin dagegen hat seine Bereitschaft erklärt, sich für den Schutz der Zivilbevölkerung und der Infrastruktur einzusetzen.

EU-Antrag ist gestellt: Eilantrag der Ukraine könnte erfolgreich werden

Update, Montag (28. Februar), 17.15 Uhr: Die Ukraine hat einen offiziellen Antrag auf die EU-Mitgliedschaft gestellt, wie das Parlament auf Twitter bekannt gegeben hat. Eine spontane Mitgliedschaft des Landes scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin, hatte sich zuvor noch für einen Beitritt der Ukraine in die EU ausgesprochen.

„Wir, die Präsidenten der EU-Mitgliedsstaaten Republik Bulgarien, Tschechische Republik, Republik Estland, Republik Lettland, Republik Litauen, Republik Polen, Slowakische Republik und Republik Slowenien sind der festen Überzeugung, dass die Ukraine eine sofortige EU-Beitrittsperspektive verdient“, antworten acht der EU-Staaten in einem offenen Brief.

Hunderttausende Ukraine-Flüchtlinge: Außenministerin Annalena Baerbock möchte helfen

Update, Montag (28. Februar), 16.30 Uhr: Die Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat nach einem Gespräch mit dem slowenischen Außenminister Anze Logar angekündigt, der Ukraine weiter mit humanitären Hilfen unter die Arme greifen zu wollen.

16 Millionen Euro seien bereits auf den Weg gebracht, weitere sollen noch folgen, heißt es. Mit Blick auf die ukrainischen Flüchtlinge, die über die Grenze Schutz in der EU suchen, macht die Politikerin klar: Europa steht „an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer und wir werden alle aufnehmen.“

Unabhängig der humanitären Hilfe für die Ukraine ruft Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko zu weiteren Spenden für die Ukraine auf. „Unsere Frauen, Kinder, ältere Menschen gehen durch die Hölle. Wir brauchen jetzt Ihre Hilfe dringend. Bitte spendet auf das Konto der ukrainischen Nationalbank, was ihr könnt“, so der ehemalige Boxweltmeister auf Twitter.

Alle weiteren Entwicklungen zum Russland-Krieg gegen die Ukraine gibts in unserem alten News-Ticker. *Merkur ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/dpa