News-Ticker

Ukraine-Krieg: Mindestens 137 Tote – Raketen-Angriffe auf Kiew

Russlands Präsident Wladimir Putin greift die Ukraine an. Der Krieg in Europa im News-Ticker.

  • Russlands Präsident Wladimir Putin greift seit Donnerstag (24. Februar) die Ukraine an.
  • Viele Menschen sollen getötet und verletzt worden sein. Explosionen werden aus der Hauptstadt Kiew gemeldet.
  • Deutschland und andere Nato-Staaten kündigten heftige Strafen gegen Russland an.

Dieser Ticker wird nicht länger aktualisiert. Alle News zum Krieg in der Ukraine gibt es im neuen Live-Ticker.

Russland-Krieg in der Ukraine: Mindestens 137 Tote gemeldet

Update, Freitag (25. Februar), 9.20 Uhr: Bereits am ersten Tag der russischen Invasion sollen mindestens 137 ukrainische Soldaten getötet worden sein. Das teilte das Verteidigungsministerium der Ukraine in der Nacht mit. Von russischer Seite gibt es keine Angaben.

Sorge bereiten zunehmende Raketenangriffe auf die Hauptstadt Kiew. Von dort werden Explosionen und Feuer gemeldet. In Kürze werden zudem Panzerangriffe erwartet und viele zivile Opfer befürchtet. Etwa die USA gehen davon aus, dass Putin die Regierung stürzen und ein eigenes Regime in der Ukraine installieren will.

Ukraine-Krieg durch Russland: Menschen suchen Schutz in U-Bahn-Stationen

Update, Freitag (25. Februar), 7.25 Uhr: Tausende Menschen haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Donnerstagabend in U-Bahn-Stationen Schutz gesucht. Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Bewohner dazu aufgerufen. In Kiew heulten am Freitagmorgen erneut die Sirenen, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Bilder aus der Großstadt Charkiw im Osten des Landes zeigten, wie auch dort Menschen mit Decken auf dem Boden einer Metro-Station lagen. Viele hatten Wasserflaschen und Nahrungsmittel dabei.

Präsident Selenskyj ordnet Mobilmachung in der Ukraine an

Update, Freitag (25. Februar), 6.16 Uhr: Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ostukraine hat Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj eine allgemeine Mobilmachung angeordnet.

Das Staatsoberhaupt habe ein entsprechendes Dekret unterschrieben, meldete die Agentur Unian unter Berufung auf das Präsidialamt in Kiew. Die Anordnung gilt demnach 90 Tage und sieht die Einberufung von Wehrpflichtigen und Reservisten vor.

Nach ukrainischen Behördenangaben dürfen zudem männliche Staatsbürger im Alter von 18 bis 60 Jahren das Land nicht verlassen.

Russland greift ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen an

Update, Freitag (25. Februar), 6 Uhr: An Tag zwei des russischen Angriffs meldet die Ukraine Raketenbeschuss auf die Hauptstadt Kiew. Unter anderem wurde ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen, wie die Stadtverwaltung am Freitagmorgen mitteilte. Dort seien Trümmer einer Rakete eingeschlagen, teilte die Stadtverwaltung auf Telegram mit. Drei Menschen seien verletzt worden. Dort sei es ukrainischen Kräften gelungen, einen russischen Flugapparat abzuschießen, schrieb ein Berater des ukrainischen Innenministers.

„Schreckliche russische Raketenangriffe auf Kiew“, twitterte Außenminister Dmytro Kuleba und zog eine Parallele zum Angriff durch Nazi-Deutschland 1941. Auch aus anderen Orten wie der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine wurden Kämpfe und Angriffe gemeldet.

Ukraine-Krieg: USA schicken nach russischem Angriff 7000 weitere Soldaten nach Deutschland

Update, Donnerstag (24. Februar), 22.48 Uhr: Die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters, die sich auf Informationen des Flüchtlingshilfswerks UNHCR berufen, berichten von 100.000 flüchtigen Menschen. Einige tausend haben die Ukraine schon verlassen.

Update, Donnerstag (24. Februar), 21.13 Uhr: Die USA entsenden nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 7000 zusätzliche Soldaten nach Deutschland. „Sie werden in Deutschland eingesetzt, um Nato-Verbündete zu beruhigen, russische Aggression abzuschrecken und eine Reihe von Erfordernissen in der Region zu unterstützen“, erklärte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums in Washington.

US-Präsident Joe Biden verkündete zudem neue Sanktionen gegen Russland. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen vier russische Banken. Zudem kündigte Biden Exportkontrollen an, die nach seinen Worten „mehr als die Hälfte der High-Tech-Importe Russlands abschneiden“.

Russland hat vollständige Lufthoheit über Ukraine und Kontrolle über Tschernobyl

Update, Donnerstag (24. Februar), 20.02 Uhr: Nach Angaben eines westlichen Geheimdienstvertreters hat Russland bei seinem Angriff auf die Ukraine die „vollständige Lufthoheit“ über das Land erlangt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Ukraine verfüge nun über keinerlei Luftabwehrkapazitäten mehr. Als Nächstes rücke die Hauptstadt Kiew in den Fokus der russischen Armee.

Zuvor gab der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak bereits an, dass russische Soldaten nach „erbitterten“ Kämpfen die Kontrolle über den zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl übernommen hätten. Der Unglücksreaktor könne daher nicht mehr als sicher angesehen werden.

Diese Satellitenaufnahme zeigt eine Explosion an einem Luftstützpunkt in der Nähe von Charkiw.

Ukraine-Krieg: Konflikt könnte Fluchtbewegung nach Deutschland und andere Länder auslösen

Update, Donnerstag (24. Februar), 19.30 Uhr: Dem Ukraine-Krieg folgt eine humanitäre Krise. Die ist aktuell schon in der Ukraine und in den angrenzenden Ländern zu spüren. Aber auch Deutschland könnte diese humanitäre Krise zu spüren bekommen, wie die dpa berichtet, die sich auf Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezieht.

Das Problem: Hunger und Flucht. Zahlreiche Menschen decken sich aktuell in der Ukraine aus Angst vor dem Zusammenbruch der Versorgung ein. Wiederum ein großer Teil der Menschen flieht aktuell aus der Ukraine, sodass gerade diese Versorgung eventuell schneller zusammenbrechen könnte.

Die Folgen sind schon jetzt beispielsweise in Polen zu erkennen. Es ist zu ersten Fluchtbewegungen an den Grenzen gekommen. Die Bundespolizei wiederum stellt sich ebenfalls schon jetzt auf eine Fluchtbewegung ein.

Ukraine-Krieg: Preise von Gas und Getreide könnten in die Höhe schießen

Update, Donnerstag (24. Februar), 18.45 Uhr: Der Krieg in der Ukraine könnte teuer werden. Nicht die Preise von Gas könnten in die Höhe schießen, auch Getreide. Denn die Ukraine ist Europas Kornkammer.

Derweil gibt es zahlreiche Spekulationen, wie es mit dem russischen Gas weitergeht. Dreht Putin bei westlichen Sanktionen den Gashahn zu und wird Europa frieren? Zumindest in diesem Winter sind die Reserven laut Tagesschau vorhanden.

In Zukunft müsse sich Europa allerdings nach Gas-Alternativen umschauen. Etwa Flüssiggas. Auch die politisch heiklen Energieträger wie Braunkohle oder Atomkraft könnten wieder in den Fokus rücken.

Ukraine-Krieg: Bundeswehr ist in Alarmbereitschaft

Update, Donnerstag (24. Februar), 18 Uhr: Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin löst sogenannte „nationale Alarmmaßnahmen“ aus. Die Bundeswehr sei vorbereitet und erhöhe die Bereitschaft. Das werde auch die Bevölkerung in den kommenden Tagen in Deutschland sehen, heißt es in der Tagesschau.

Es werde zu militärischen Bewegungen auf den Straßen kommen. Es könne zu Verkehrseinschränkungen kommen. Zudem erwägt die Bundeswehr laut des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) Reservisten einzuberufen.

Ukraine-Krieg: Bundesfinanzminister Lindner bezeichnet Putin als Lügner

Update, Donnerstag (24. Februar), 17.20 Uhr: Am Morgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin den Angriff auf die Ukraine damit gerechtfertigt, das Land müsse „demilitarisiert und entnazifiziert“ werden. Statt nur die Separatistengebiete anzugreifen, ließ Putin Militärbasen im ganzen Land attackieren. Bundesfinanzminister Christian Lindner sagte, damit habe er sich „als Lügner entlarvt“. Auch er kündigte harte Sanktionen an.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen kämpfen nahe dem Atomreaktor Tschernobyl

Update, Donnerstag (24. Februar), 16.55 Uhr: Während die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew bei Luftalarm in Bunkern und U-Bahnstationen kauern, dringen russische Truppen weiter ins Landesinnere vor. Derzeit sollen sich Putins Truppen Kämpfe in der Sperrzone des 1986 havarierten Atomreaktors Tschernobyl im Norden des Landes liefern. Das teilte Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, auf Twitter mit.

Ukraine-Krieg: Robert Habeck kündigt „scharfe Sanktionen“ gegen Russland an

Update, Donnerstag (24. Februar), 16 Uhr: Der von Putin gestartete Angriff auf die Ukraine wird massive wirtschaftliche Folgen für Russland haben. Laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird die EU zusammen mit den USA ein „scharfes Sanktionspaket“ beschließen. Damit werde die russische Wirtschaft vom „industriellen Geschehen und Fortschritt abgekoppelt“, sagte er am Nachmittag.

Russische Konten würden eingefroren, der Zugang zu europäischen und amerikanischen Märkten eingeschränkt. Die Sanktionen hätten den Krieg verhindern sollen. Sie böten jedoch auch eine neue Chance auf eine Rückkehr zur Diplomatie, so Habeck.

Krieg in Europa: Hier greift Russland die Ukraine an

Russland-Krieg gegen Ukraine: Putins Truppen stehen bereits vor Hauptstadt Kiew

Update, Donnerstag (24. Februar), 15 Uhr: Russische Truppen sollen mittlerweile rund 20 Kilometer vor Kiew stehen, der Hauptstadt der Ukraine. Das widerspricht massiv den Angaben der Russen, sich nur zu verteidigen.

Laut übereinstimmender Medienberichte haben russische Truppen zuletzt einen Flugplatz rund 20 Kilometer vor Kiew eingenommen. Kampfflugzeuge sollen dort kreisen. Zuvor hatte das von Wladimir Putin befehligte Militär bereits die Luftabwehr der Ukraine unschädlich gemacht. Mittlerweile sei Luftalarm ausgelöst worden, die Bürger sollen sich in Bunker retten.

Über Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, steigt Rauch auf.

Während viele Menschen aus Kiew fliehen, werde die Regierung um den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskiyj die Stadt dennoch nicht verlassen. Dieser fürchte um sein Leben, zitiert die Tagesschau aus einem Telefongespräch zwischen ihm und dem österreichischen Kanzler Karl Nehammer. Zuverlässige Informationen aus dem Land sind aber weiter rar.

Russland-Angriff auf die Ukraine: NRW würde Kriegs-Flüchtlinge aufnehmen

Update, Donnerstag (24. Februar), 14.25 Uhr: Jetzt hat sich auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zum russischen Angriff auf die Ukraine geäußert: "Gemeinsam mit der Bundesregierung verurteilen wir den Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste", sagte er am Nachmittag.

Russland habe damit den Krieg zurück nach Europa gebracht. Damit kündige Putin die gemeinsame Ordnung von Frieden, Ordnung und Freiheit auf dem Kontinent, sagte Wüst in Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen stehe fest an der Seite des ukrainischen Volkes. Die Bürger würden mit Hilfsleistungen nach Möglichkeiten und zügig unterstützt. Sollten Menschen Zuflucht suchen, stehe NRW bereit.

Viele Menschen wollen die ukrainische Hauptstadt Kiew verlassen.

Doch welche Folgen hat der Krieg für NRW? "Das Thema der Versorgungssicherheit ist in einer ganz neuen Dimension auf der Agenda", so Wüst. Es gehe etwa um Energie, aber auch um Agrarprodukte und Lebensmittel. Das werde aber noch bei einem Spitzengespräch Anfang der Woche behandelt.

Russland-Krieg gegen die Ukraine: Dortmund will Kommunikation zu Partnerstadt aufrechterhalten

Update, Donnerstag (24. Februar), 13.50 Uhr: Dortmund wird die Kommunikation zu seiner russischen Partnerstadt Rostow am Don aufrechterhalten. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) am Donnerstag.

"Dieser Krieg ist mit nichts zu rechtfertigen" und sorge für "unermessliches Leid" bei den Menschen in der Ukraine, sagte Westphal. Eine Lösung gebe es nur, wenn alle an den Verhandlungstisch zurückkehren würden.

Daher solle auch die Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Rostow nahe der Grenze zur Ukraine aufrechterhalten werden: "Weil es wichtig ist, dass wir uns verständigen, dass Krieg keine Lösung sein darf", so Westphal in eine, Video-Statement.

Russland-Krieg gegen die Ukraine: Bereits 40 Soldaten sollen getötet worden sein

Update, Dienstag (24. Februar), 13.25 Uhr: Die Invasion der Ukraine durch russische Truppen läuft aktuell aus mehreren Richtungen. Derzeit werden teils heftige Kämpfe überall im Land gemeldet (siehe Karte). Laut der Tagesschau sollen Putins Kämpfer bereits die Region um die ukrainische Hauptstadt Kiew erreicht haben.

Russische Raketen sollen auch Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen haben.

Russland greift die Ukraine nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg aus verschiedenen Richtungen an und attackiert militärische Infrastruktur und wichtige Ballungszentren. Das Vorgehen mit Luft- und Raketenangriffen, Bodentruppen und Spezialkräften gefährde das Leben unzähliger unschuldiger Zivilisten, sagte er bei einer Pressekonferenz in Brüssel.

Laut einem Militärsprecher der Ukraine sollen dort bislang 40 Menschen getötet worden sein. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit jedoch nicht.

Nato aktiviert wegen Russland-Ukraine-Konflikt die Verteidigungspläne

Update, Dienstag (24. Februar), 13 Uhr: Die Nato aktiviert angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine die Verteidigungspläne für Osteuropa. Der Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte bekommt damit weitreichende Befugnisse, um zum Beispiel Truppen anzufordern und zu verlegen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Bündniskreisen.

In einer Erklärung der 30 Mitgliedsstaaten hieß es: „Wir haben beschlossen (...) zusätzliche Schritte zu unternehmen, um die Abschreckung und Verteidigung im gesamten Bündnis weiter zu verstärken.“ Alle Maßnahmen seien und blieben aber „präventiv, verhältnismäßig und nicht eskalierend“.

Der Nato-Oberbefehlshaber in Europa hatte angesichts der Spannungen mit Russland bereits in der vergangenen Woche die Bereitschaftszeiten für mehrere Zehntausend Bündnissoldaten drastisch verkürzt.

Russland-Ukraine-Krieg: Große Sorge in Nordrhein-Westfalen

Update, Donnerstag (24. Februar), 12.30 Uhr: Der Russland-Ukraine-Konflikt hat auch in Nordrhein-Westfalen für erste Reaktionen gesorgt. Die Sorge und Bestürzung in Bochum sei groß, sagte ein Sprecher der Revierstadt heute.

Bochum ist seit rund 35 Jahren Partnerkommune der Bergbau- und Stahlstadt Donezk im Osten der Ukraine. In Bochum habe man nach dem russischen Einmarsch in die Ostukraine Angst um die Bewohner der langjährigen Partnerstadt. Seit 35 Jahren besteht der Kontakt zur Partnerkommune.

Auch Thomas Westphal (SPD), Oberbürgermeister von Dortmund, will sich am Donnerstag zur Lage in der Krisenregion äußern, sagte ein Sprecher der Stadt gegenüber RUHR24. Dortmund ist Partnerstadt von Rostow am Don in Russland, das nur rund 50 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt.

Auf die Frage nach möglichen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sagte ein Sprecher: Sollte es tatsächlich zu größeren Fluchtbewegungen kommen, würde sich Dortmund entsprechend aufstellen.

Russland-Ukraine-Konflikt: Olaf Scholz forder Putin zu Rückzug auf

Update, Donnerstag (24. Februar), 12.10 Uhr: In einem kurzen Statement hat Bundeskanzler Olaf Scholz den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu aufgefordert, den Angriff auf die Ukraine zu beenden.

Dazu wählte Scholz klare Worte: „Putin bringt Leid und Zerstörung über seine direkten Nachbarn und stellt die Friedensordnung unseres Kontinents infrage“, sagte er am Mittag in Berlin. Der Ukraine gelte nun die volle Solidarität. Russland müsse mit „harten Sanktionen“ rechnen.

Olaf Scholz rief Putin dazu auf, „den militärischen Angriff sofort zu stoppen und dem Blutvergießen Einhalt zu gebieten“ sowie seinen Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen. Den direkt von dem Konflikt betroffenen Nato-Staaten in Osteuropa, wie Polen und Rumänien, werde man beistehen.

Russland-Ukraine-Konflikt: Bundeskanzler Olaf Scholz verurteilt Putins Angriff

Update, Donnerstag (24. Februar), 11.10 Uhr: Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine hat dessen Präsident Wolodymyr Selenskyj die diplomatischen Beziehungen zu Russland abgebrochen. Bundeskanzler Olaf Scholz verurteilte den Angriff der Russen auf die Ukraine.

Olaf Scholz nannte den russischen Angriff auf die Ukraine „einen eklatanten Bruch des Völkerrechts“. Dieser sei durch nichts zu rechtfertigen, schrieb er auf Twitter. Dies sei ein „dunkler Tag für Europa“. Er kündigte eine Sondersitzung des Bundestags an.

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fand drastische Worte zu dem russischen Angriff auf die Ukraine. Sie nannte Putins Angriff eine „barbarische Attacke“.

Russland greift Ukraine an: Mehrere Tote – Präsident Selenskyj ruft Kriegszustand aus

Update, Donnerstag (24. Februar), 10.30 Uhr: Die Ukraine gilt als souveräner Staat. Dennoch hat Wladimir Putin das Land seit dem Morgen an gleich mehreren Stellen angegriffen. Unter anderem soll es Luftschläge auf Mariupol, eine Hafenstadt im Südosten der Ukraine, und Charkiw im Osten gegeben haben. Die Ukraine meldet bislang mindestens sieben Tote.

Bei dem großen Militärschlag der Russen seien zudem mehrere Flugzeuge abgeschossen worden. Im Osten sollen derzeit russische Panzer in das Land eindringen. Auch aus Belarus im Norden der Ukraine sollen sich Truppen über die Grenze der Ukraine bewegen, meldet die Tagesschau. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben jedoch nicht.

Russische Truppen überqueren die Grenze zur Ukraine.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief am Morgen den Kriegszustand aus. Bereits seit Wochen hat der russische Präsident Truppen an gleich drei Seiten des Landes zusammengezogen. Sein Grund: Er fühle sich durch die Nato bedroht. Die Ukraine ist jedoch nicht Mitglied der Nato und wird daher auch nicht militärisch von anderen Mitgliedsstaaten unterstützt.

Deutschland reagiert geschockt auf Krieg in Ukraine: Baerbock kündigt „massivste Sanktionen“ an

Update, Donnerstag (24. Februar), 10.08 Uhr: Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zeigte sich schockiert. Putin lasse seinen Ankündigungen „schreckliche Taten folgen“, sagte die Außenministerin am Morgen in einem Statement. „Die Ukrainerinnen und Ukrainer haben nichts getan, was dieses Blutvergießen rechtfertigt.“ Den Traum der Ukrainer von der Demokratie könne Putin aber nicht zerstören, sagte sie.

Baerbock kündigte ein „volles Paket mit massivsten Sanktionen“ gegen Russland an. Es sei inakzeptabel, dass die Souveränität eines Landes infrage gestellt werde, wenn sein stärkerer Nachbar dies wolle. Zudem warnte sie alle Deutschen in der Region: „Verlassen Sie die Ukraine unverzüglich oder bleiben Sie an einem geschützten Ort.“

Krieg in Europa: Russlands Präsident Putin greift Ukraine an

Erstmeldung, Donnerstag (24. Februar), 10 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin hat im Konflikt mit der Ukraine einen Auslandseinsatz des russischen Militärs in den Regionen Luhansk und Donezk offiziell angeordnet. Das teilte der Kreml am Donnerstag in Moskau mit. Die Chefs der Volksrepubliken Luhansk und Donezk hatten um Beistand gebeten, um Angriffe von der ukrainischen Armee abzuwehren.

Doch die Lage vor Ort ist seit Wochen unübersichtlich. Russland hat nach Angaben des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba mit einem großen Einmarsch in der Ukraine begonnen. Kremlchef Wladimir „Putin hat gerade eine große Invasion der Ukraine gestartet. Friedliche ukrainische Städte werden attackiert. Das ist ein Angriffskrieg“, teilte der Minister am Donnerstag bei Twitter mit. (Mit Material der DPA)

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