Trump wird Mitschuld an Massakern in El Paso und Dayton vorgeworfen

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US-Präsident Donald Trump. Foto: Susan Walsh/AP/dpa

Gleich zwei blutige Taten haben die USA am Wochenende erschüttert. Innerhalb von 24 Stunden töteten zwei Schützen 29 Menschen. US-Präsident Donald Trump verurteilt die beiden Massaker auf Twitter - und gerät dafür in die Kritik. 29 Menschen sind bei bei zwei Massakern in den USA getötet worden. Donald Trump wird vorgeworfen, wegen seiner Rhetorik Mitschuld [...]Weiterlesen

Gleich zwei blutige Taten haben die USA am Wochenende erschüttert. Innerhalb von 24 Stunden töteten zwei Schützen 29 Menschen. US-Präsident Donald Trump verurteilt die beiden Massaker auf Twitter - und gerät dafür in die Kritik.

  • 29 Menschen sind bei bei zwei Massakern in den USA getötet worden.
  • Donald Trump wird vorgeworfen, wegen seiner Rhetorik Mitschuld an den Bluttaten zu tragen.

Er schafft es immer wieder: Donald Trumps Reden und Äußerungen bei Twitter sorgen immer wieder für Aufregung. So auch nach den Massakern am Wochenende in Texas und Ohio.

Dem US-Präsidenten wird vorgeworfen, dass seine verbalen Angriffe gegen die Migranten aus Lateinamerika eine rassistische Stimmung im Land schüren.

Rassistisches Manifest nach dem Massaker aufgetaucht

Am Samstagabend (3. August) hatte ein 21-jähriger Schütze in der texanischen Grenzstadt El Paso in einem Einkaufszentrum das Feuer eröffnet. Er tötete 20 Menschen, 26 weitere wurden verletzt.

Im Internet wurde ein Manifest gefunden, in dem es unter anderem heißt: "Dieser Angriff ist eine Antwort auf die hispanische Invasion in Texas." Die Ermittler prüfen nun, ob der rassistische Text tatsächlich von dem Täter stammt. Dieser hatte sich nach dem Massaker ergeben.

Trumps Rhetorik befeuert den Rassismus in den USA

Auf Twitter verurteilte Trump das Massaker. Es sei eine hasserfüllte Tat und ein Akt der Feigheit schrieb er. Dafür gebe es keine Rechtfertigung.

"Hass hat keinen Platz in unserem Land", äußerte er sich gegenüber Journalisten, nachdem ein weiterer Täter binnen weniger Stunden nach dem Anschlag in Texas ein zweites Blutbad angerichtet hatte.

Massaker in Ohio gibt Rätsel auf

Ein 24-Jähriger hatte am Samstagnacht (3. August) in Dayton im US-Bundesstaat Ohio auf offener Straße neun Menschen getötet. 16 weitere wurden verletzt.

Das schnelle Eingreifen der Polizei konnte in diesem Fall Schlimmeres verhindern. Die Einsatzkräfte stoppten den Täter mit einem Schuss innerhalb kurzer Zeit.

Das Motiv des Täters wirft bislang Rätsel auf. Unter den Opfern des Massakers war unter anderem die eigene Schwester des Schützen.

Trump trage Mitschuld an den Massakern in den USA

Die blutigen Taten lassen kritische Stimmen gegen Trump laut werden. Er trage Mitschuld an den Massakern heißt es aus mehreren Reihen.

Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff warf Trump auf Twitter unter anderem vor: "Wenn der Präsident und andere Führungspersönlichkeiten sich einer rassistischen oder entmenschlichenden Sprache bedienen, um Einwanderer und Muslime als Eindringlinge zu beschreiben, dann hören wütende und einsame Männer mit Waffen zu. Und handeln."

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Trump hatte Mexikaner immer wieder als "Vergewaltiger" oder "Kriminelle" bezeichnet. Er beschuldigt die Menschen aus dem angrenzenden Land, Probleme in die USA zu tragen.

Schärfere Waffengesetze hätten die Tat verhindert

Doch nicht nur die Rhetorik des US-Präsidenten steht in der Kritik, sondern auch sein Umgang mit Waffengesetzen und Militäreinsätzen. Seit Jahren gibt es in den USA Forderungen, die Waffengesetze zu verschärfen - diese laufen allerdings ins Leere. Auch weil Donald Trump gegen eine Einschränkung ist.

Im Laufe des Tages (5. August) will der Präsident der USA sich zu den Taten am Wochenende äußern. Mit dpa-Material