Jetzt bricht Trump sogar mit Fox News - aber er hat schon einen neuen Liebling

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Seit Jahren ist Fox der Lieblingssender des US-Präsidenten Donald Trump. Doch die Beziehung zwischen den beiden ist in der letzten Zeit ordentlich abgekühlt. Der neue Favorit ist jetzt der Kabelsender "OANN" aus San Diego.

Seit Jahren ist Fox der Lieblingssender von Trump. Die Beziehung ist in letzter Zeit abgekühlt. Der neue Favorit: "OANN" ist vor allem eins: Pro Trump.

Seit Jahren ist Fox News der Lieblings-TV-Sender des US-Präsidenten Donald Trump. Doch die Beziehung zwischen den beiden ist in der letzten Zeit ordentlich abgekühlt. Der neue Favorit ist jetzt der Kabelsender "OANN" aus San Diego.

  • Donald Trump stellt die Loyalität von Fox News infrage.
  • Kabelsender "OANN" ist der neue Lieblingssender vom US-Präsidenten.
  • Das ist aber nicht der einzige Streit: Grönland und Deutschland wettern gegen absurde Forderungen und Drohungen von Trump.

Zwar wirbt der rechtslastige US-Sender Fox News weiterhin kritiklos für den US-Präsidenten, doch zumindest auf Trumps Seite sieht es aus, als sei die Beziehung ordentlich abgekühlt.

Fox News hätte Trump bei Umfragen schlecht aussehen lassen

"Tatsächlich mache ich, wenn immer es möglich ist, @OANN an!" bekundete Trump kürzlich via Twitter. Über Fox News hingegen zog er zuletzt immer wieder her. Der Sender sei "nicht mehr das, was er mal war", hieß es im Juli, nachdem Fox seiner Ansicht nach einen Oppositionsabgeordneten zu schonend befragt hatte.

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Am Sonntag machte der Präsident seinem Frust über Fox News wieder Luft: Dort sei "etwas in Gange", über das er "nicht glücklich" sei. Mittlerweile stellt er sogar die Loyalität des Senders in Frage.

Dies hat vor allem zwei Gründe: Zum einen hat Fox News diverse Auftritte von demokratischen Präsidentschaftsbewerbern bei Bürgerversammlungen ausgestrahlt, zum anderen lassen die Fox-News-Umfragen Trump nicht gut aussehen. "Fox bewegt sich immer mehr auf die verlierende (falsche) Seite zu, indem es über die Dems [die Demokraten, Anm. d. Red.] berichtet", sagte Trump im Mai.

OANN soll Nähe zu Moskau haben

Über den erst seit 2013 existierenden Kabelsender One America News Network (OANN) schüttet Trump hingegen Lob aus. Bereits im Juni 2018 hatte Trump bei einer Pressekonferenz in Singapur nur eine OANN-Reporterin eine Frage stellen lassen, sondern dabei gleich auch noch vor der Weltöffentlichkeit ihren Sender gerühmt: "Danke für die nette Art, in der Sie uns behandeln. (...) Es ist wirklich schön, was Sie machen."

OANN setzt auf eine noch größere Pro-Trump-Berichterstattung als Fox News. Der Sender-Chef beschreibt OANN als "den liebsten Nachrichtenkanal des Präsidenten". Eine Gemeinsamkeit mit Trump ist, dass OANN verdächtigt wird, Moskau sehr nahe zu stehen. Kritiker werfen dem Sender vor, russische Propaganda zu verbreiten.

Trump möchte Grönland kaufen - Dänemark hofft auf Scherz

Aber der Streit mit Fox News ist nicht der einzige, den der US-Präsident derzeit austrägt. Auch seine jüngsten Bemühungen, Grönland zu kaufen, stoßen auf Gegenwehr.

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hat am Sonntag (18. August) Grönland besucht. Die Ministerpräsidentin betonte, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Zu Trumps Gedankenspielen sagte sie: „Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist. Laut Wall Street Journal soll Trump Grönland als Militärpräsenz in der Arktis nutzen wollen.

Kurz darauf verschob Trump einen Besuch in Dänemark auf "unbestimmte Zeit". Laut BBC nannte er die Ministerpräsidentin aufgrund ihrer deutlichen und ablehnenden Worte außerdem "nasty" ("böse").

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US-Truppen sollen aus Deutschland abgezogen werden

Selbst Deutschland bleibt von den Attacken des US-Präsidenten nicht verschont. Erst letzte Woche Dienstag (13. August) drohte er mit dem Abzug amerikanischer Truppen aus Bayern, da Deutschland - anders als Polen - seinen Zahlungsverpflichtungen an die Nato nicht nachkommt. Also hatte er im Juni eine Verlegung von US-Soldaten aus Deutschland nach Polen ins Spiel gebracht.

„Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“, sagte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bürgermeister der oberpfälzischen Stadt Grafenwöhr, wo sich die Militärbasis befindet, Edgar Knobloch geht allerdings nicht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump seine Drohung wahr macht. Solche Aussagen gebe es immer wieder. „Das glaubt hier keiner“, sagte der CSU-Politiker ungerührt.