Albtraum für Touristen von Thomas Cook: Alle Reisen nach Pleite ersatzlos gestrichen - Condor fliegt noch

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Ein Flugzeug mit dem Schriftzug Thomas Cook. Foto: Marcel Kusch/dpa

Albtraum für Touristen, die mit Thomas Cook gebucht hatten. Nach der Pleite des Reiseveranstalters wurden alle Reisen gestrichen. Hier die Infos.

Nach der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook müssen tausende Kunden sich was neues für ihren Urlaub suchen. Alle Reisen bis zum 31. Oktober sind ersatzlos gestrichen.

  • Egal ob die Reisen komplett oder in Teilen gezahlt wurde: Die Kunden bleiben zunächst auf dem Geld sitzen.
  • Wie mit Reisen ab dem 1. November verfahren wird, ist noch unklar.
  • Betroffen sind Buchungen über Thomas Cook und alle Tochterunternehmen.

Thomas Cook: Alle gebuchten Reisen bis zum 31. Oktober können nicht angetreten werden

Alle Thomas Cook-Kunden, die sich schon auf einen schönen Urlaub in den nächsten Wochen gefreut haben, sollten jetzt tief durchatmen - und dann spontan sein. Denn alle gebuchten Reisen bis zum 31. Oktober können nicht angetreten werden.

Sie sind ersatzlos gestrichen. Für den anstehenden Urlaub gilt es also, sich etwas neues, schönes zu überlegen.

Vorauszahlungen werden zunächst nicht erstattet

Leider wird das, was die Kunden bisher für die Reise gezahlt haben - ob es nur eine Teilzahlung oder bereits der gesamte Betrag für die Reise war - laut Bild zunächst nicht erstattet. Wie mit Reisen ab dem 1. November verfahren wird, wird derzeit geklärt.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch auch. Für diejenigen, die derzeit bereits mit Thomas Cook unterwegs sind und womöglich in Hotels festsitzen: An diese soll ab heute (27. September) wieder Geld fließen.

Jetzt möchten sich aber auch noch anderer an der Pleite des Konzerns profilieren: Betrüger verschicken E-Mails im Namen der Fluggesellschaft um an Kreditkartennummern zu kommen.

Thomas Cook: In Hotels Festsitzende sollen ab heute Geld bekommen

Die Zurich Versicherung zahlt die ausstehenden Beträge. Allerdings nur dann, wenn die Hotels ab sofort davon absehen, Urlauber zu Extra-Zahlungen aufzufordern.

Hotels in den Ferienorten bekommen erst einmal 50 Prozent der ausstehenden Zahlungen. "Dies gilt sofort und unter der Voraussetzung, dass Thomas Cook-Reisende von diesen Hotels ab sofort weder zur individuellen Zahlung von Hotelrechnungen aufgefordert oder anderweitig genötigt werden", betont Zurich Sprecher Bernd Engelien.

Zurich Versicherung stellt Bedingungen für Zahlung

Die Bedingungen stellt die Versicherung aufgrund verschiedener Vorkommnisse im Zuge der Pleite von Thomas Cook. Urlauber hatten berichtet, dass sie gezwungen wurden, vor Ort selbst die Hotels zu bezahlen. Mehr als 1.000 Euro sollten einige Urlauber berappen.

Zur Zeit (Stand: 26. September) sind rund 70.000 Pauschalurlauber aus Deutschland noch mit dem pleite gegangenden Reiseveranstalter unterwegs. Der Touristik-Konzern Thomas Cook leitete am Montag (23. September) ein Konkursverfahren ein.

Die Tochteruntenehmen Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sind ebenfalls von der Pleite des britischen Mutterkonzerns betroffen. Flüge mit Condor finden derzeit noch statt. Die zu Thomas Cook gehörende deutsche Tochter greifen der Bund und das Land Hessen mit 380 Millionen Euro unter die Arme.