Todesstrafe für Mord und Vergewaltigung - sein Opfer war eine deutsche Touristin

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Thailand: Strand von Phuket

Für die Vergewaltigung und den Mord an einer deutschen Touristin auf der Insel Ko Si Chang ist jetzt ein Mann zum Tode verurteilt worden. Hier die Infos.

Für die Vergewaltigung und den Mord an einer deutschen Touristin auf der Insel Ko Si Chang in Thailand im April dieses Jahres, bekommt nun ein Mann die Todesstrafe.

  • Dem Mann droht in Thailand der Tod durch die Giftspritze.
  • Der 24-Jährige stand zur Tatzeit unter Drogen.
  • Nach der Vergewaltigung erschlug er die junge Frau aus Niedersachsen mit einem Stein.

Thailand gehört für deutsche Urlauber zu den beliebtesten Reisezielen weltweit. Viele Frauen trauen sich auch alleine in das südostasiatische Land zu reisen, da es bisher eigentlich als relativ sicheres Reiseland galt.

Thailand: Kriminalität nimmt stetig zu

Einen schlechten Ruf hat das Land eher, weil auch immer wieder Kinderschänder Urlaub in dem Land machen und sich an jungen Mädchen und Jungen vergehen.

Inzwischen warnt das Auswärtige Amt (AA) in seinen Reisehinweisen vor zunehmender Kriminalität in Thailand. Speziell vor Diebstählen, Vergewaltigungen und Raubüberfällen.

Für eine 26-jährigen Frau aus Hildesheim in Niedersachsen endete ihr Urlaub auf der Insel Ko Si Chang im April 2016 so auch mit dem Tod. Die Nachricht über das Verbrechen löste damals weltweit Entsetzen aus. Jetzt muss der Täter für die Vergewaltigung und den Mord mit dem Tod bezahlen.

Müllsammler bezahlt für die Tat mit seinem Tod

Der Mann, der sein Geld in Thailand mit dem Einsammeln von Müll verdiente, habe die Frau laut Stern damals zunächst gefragt, ob sie Sex mit ihm haben wolle. Als sie das verneinte, folgte er ihr und vergewaltigte sie brutal.

Als sie versuchte zu fliehen und ihm mit einer Anzeige drohte, schlug er zunächst mit einem Knüppel, dann mit einem Stein auf sie ein. Ihre Leiche, die er ins Unterholz gezerrt und nur notdürftig bedeckt hatte, entdeckten später Touristen.

Mann war zum Tatzeitpunkt unter Drogen

Vor dem Provinzgericht in Chon Buri gestand der Mann seine Tat. Allerdings gab er an, im Drogenrausch gehandelt zu haben.

Thailand ist laut des Europäischen Parlaments weltweit eines der 56 Länder, die weiter an der Todesstrafe festhalten und diese Bestrafungsart auch tatsächlich anwenden. Seit 2004 werden Verurteilte mit der Giftspritze hingerichtet. Wann das Todesurteil des Mannes vollstreckt wird, ist nicht abzusehen.