Zappenduster in der Eifel - Im Sternenpark kann man die Milchstraße noch sehen

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Sternschnuppen im Sternenpark Eifel.

Es ist zu hell in den Großstädten. Der Nationalpark Eifel bleibt aber dunkel. Er ist nun ein Internationaler Sternenpark.

Die künstliche Beleuchtung der Städte macht dem Sternenhimmel zu schaffen. Astronomen sprechen hier von Lichterverschmutzung. Der Nationalpark Eifel bleibt aber dunkel. Er ist nun ein Internationaler Sternenpark.

In großen - und vor allem hellen - Städten wie Köln oder Dortmund wird es schwierig einen romantischen Abend unterm Sternenhimmel zu verbringen. Zu viel künstliches Licht von Straßenlaternen oder anderen Beleuchtungen machen es immer schwerer, überhaupt irgendwas am Himmel zu sehen.

Im Sternenpark die Milchstraße erleben

Im Nationalpark Eifel ist das anders. Dort ist es so dunkel, dass sogar die Milchstraße zu sehen ist. Milliarden schwach leuchtende Sterne bilden einen beidruckenden Gürtel am Nachthimmel. Er wurde heute (5. April) zum Internationalen Sternenpark ernannt.

Nach Angaben der internationalen Studie "Atlas der Lichtverschmutzung 2016" können 60 Prozent der Europäer die Milchstraße nicht mehr sehen. Es ist einfach zu hell.

In Deutschland sind Köln, Dortmund und Düsseldorf die größten Lichtverschmutzer. Und das hat auch Auswirkungen auf Nachbarstädte. "Das künstliche Licht von Köln reicht 200 bis 300 Kilometer weit", weiß Astronom Harald Bardenhagen.

Künstliches Licht wirkt sich auf Mensch und Tier aus

Das künstliche Licht hat nicht nur Auswirkungen auf den Blick zur Milchstraße. Es wirkt sich auch direkt auf Mensch und Tier aus.

Zugvögel werden durch angestrahlte hohe Bauwerke oder Beamer irritiert. Sie können sogar sterben, betonen Kämpfer gegen die Lichtverschmutzung. Auch Insekten sind betroffen. Das künstliche Licht wird zur tödlichen Falle.

"Die Dunkelheit hat eine beeindruckende Güte"

Aber auch der Mensch ist betroffen. Für einen gesunden Schlaf braucht der Mensch die Dunkelheit. Denn nur dann wird das Schlafhormon Melatonin gebildet.

"Die Dunkelheit im Nationalpark hat eine beeindruckende Güte", sagt Astronom Harald Bardenhagen über den Sternenpark. Er weiß, wie sehr sich die Menschen einen Blick auf den Sternenhimmel wünschen.

Übrigens: Über dem Ruhrgebiet sind bald kuriose Lichtphänomene zu sehen. Elon Musk hat damit etwas zu tun. Das steckt dahinter.

Wenn andere schlafen, erklärt der Astronom Besuchern seiner Astronomie-Werkstatt im Nationalpark nachts den Sternenhimmel. Die Erfahrung der Sternennacht im Sternenpark in der Eifel verändere die Menschen, glaubt er. mit dpa-Material