Prestige-Bau

Städtebauliches Monster: Hamburgs Elbtower in der Kritik

Die undatierte Visualisierung zeigt das geplanten „Elbtower“ an den Elbbrücken in Hamburg
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Der Elbtower soll den Abschluss der Hamburger Hafencity bilden.

245 Meter hoch, 64 Stockwerke, 700 Millionen Euro geplante Kosten: Hamburgs Elbtower in der Hafencity sorgt für Diskussionsstoff unter Experten.

Hamburg – Es soll das dritthöchste Gebäude Deutschlands werden: der Elbtower in Hamburgs Hafencity, nahe der Elbbrücken. Der Büro- und Hotelturm soll 245 Meter hoch werden. 2025 soll er stehen. Hollywood-Megastar Robert de Niro hat bereits angekündigt, mit seiner Hotelgruppe in den Mega-Bau ziehen zu wollen.

Und auch die Hamburg Commercial Bank ist schon als Mieter bestätigt. Die Nachfrage sei sehr hoch, sagt Torben Vogelgesang, Hamburg-Chef des Bauherren Signa Real Estate. Hamburg habe bislang keine Büroplätze in über 65 Metern Höhe.

Doch Kritiker schießen jetzt scharf gegen den geplanten Prachtbau an der Elbe. Journalist Dirk Meyhöfer bezeichnete den Elbtower * gegenüber dem NDR als „städtebauliches Monster“. Die Befürworter würden den Größenwahn wie in der Muppetshow einfach abnicken. Mit dem Elbtower wolle Hamburg Frankfurt zeigen: Schau mal, ich kann auch groß.

Auch Dieter Läpple, Professor in Ruhestand, hält sich mit Kritik nicht zurück. Der 80-Jährige nennt das 64-stöckige Gebäude eine „ökologische Katastrophe“. Aufgrund der schieren Masse an Beton würde der Bau zu viel CO2 brauchen. Niedrige Bürogebäude wären da effektiver.

Und CDU-Bezirksabgeordnete Gunter Böttcher ging sogar noch einen Schritt weiter. Er befürchtete, dass der Elbtower * einmal der „höchste Puff Deutschlands“ werden könnte. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.