Vibrator als Pokal bei Squash-Frauenturnier - das hat drei Rücktritte zur Folge

Sexismus im Sport - Squash-Meisterinnen bekommen Vibrator als Preis. Foto: dpa
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Sexismus im Sport - Squash-Meisterinnen bekommen Vibrator als Preis. Foto: dpa

Ein Vibrator, Enthaarungswachs und eine Hornhautraspel. Diese Preise, die zwei Squash-Spielerinnen bekommen haben, führte zu einer Sexismus-Debatte.

Die Preise, die zwei Squash-Spielerinnen bekommen haben, haben für große Empörung gesorgt. So groß, dass sogar drei Verantwortliche von ihrem Posten zurückgetreten sind.

Die Gewinnerinnen eines Turniers in Nordspanien haben neben ihrer Trophäe einen Vibrator verliehen bekommen. Zudem wurde den Sportlerinnen bei der Siegergala in Corvera in Asturien Enthaarungswachs und eine Hornhautfeile überreicht, wie die Zeitung El País am Dienstag (21. Mai) berichtete.

Vibratoren für Squash-Meisterinnen lösen Sexismus-Debatte aus

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Die ungewöhnlichen Geschenke hätten Proteste der Squash-Meisterinnen sowie eine Sexismus-Debatte ausgelöst, schrieb das Blatt. "Ich war überrascht und empört", sagte Elisabet Sadó, eine der am 11. Mai ausgezeichneten Sportlerinnen.

Wie die Zeitung schreibt, gab es für die Männer, die das Turnier gewonnen haben, keine Beauty-Geschenke. Aber das sei nur die Spitze des Eisbergs. Denn nicht nur unpassende Geschenke seien diskriminierend, sondern auch unpassende Bezahlung.

Sportlerinnen bekommen weniger Geld als männliche Sportler

So müssen viele Sportlerinnen einen weiteren Beruf ausüben, um über die Runden zu kommen. Wie auch Elisabet Sadó. Am Tag des Turniers hatte sie nicht einmal Zeit sich wegen des Preises zu beschweren, weil sie schnell zu ihrem anderen Job musste.

Nach einer Beschwerde der vier Preisträgerinnen bei der örtlichen Squash-Vereinigung seien mittlerweile bereits drei Verantwortliche des organisierenden Clubs zurückgetreten, hieß es. Die Frauen hatten die Präsente zuvor als "sexistisch und fehl am Platze" kritisiert.

Der zuständige Club SquashOviedo gab in einer Stellungnahme zu, die Geschenke seien "unangemessen" gewesen und hätten "niemals vergeben werden dürfen". "Noch nie in der Geschichte ist uns so etwas passiert", erklärte Maribel Toyos vom Squash-Verband von Asturien.