Mord längere Zeit geplant

Nach Sechsfachmord in Rot am See: Prozess beginnt - Staatsanwaltschaft äußert Verdacht

Rot am See: Sechs Menschen verloren bei der Gewalttat ihr Leben. Der mutmaßliche Täter stammt aus der Familie. Nun beginnt der Prozess.

  • Der mutmaßliche Täter wird von der Staatsanwaltschaft angeklagt.
  • Das Blutbad in Rot am See kostete sechs Menschen das Leben. Zwei weitere wurden verletzt.
  • Am Montag (29. Juni) soll der Prozess beginnen.

Update vom 28. Juni: Weil er seine Eltern, Halbgeschwister und zwei weitere Verwandte erschossen haben soll, muss sich ein 27-Jähriger von Montag (9 Uhr) an beim Landgericht Ellwangen verantworten. Dem Angeklagten wird Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll der Deutsche Ende Januar im baden-württembergischen Rot am See 30 Schüsse auf seine Familie abgegeben haben. Ein Onkel und eine Tante konnten sich verletzt retten. Der mutmaßliche Täter hatte selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden. Angebliche Misshandlungen seiner Mutter und Halbschwester sollen ihn zu der Tat getrieben habe.

Für den Prozess soll auch ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben werden. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. Ein Urteil könnte am 10. Juli fallen.

Nach Sechsfachmord in Rot am See: Staatsanwaltschaft nennt erstmals Motiv

Erstmeldung vom 27. April 2020

Ellwangen - Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Rot am See hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Ihm würden Mord in sechs Fällen und zweifacher versuchter Mord vorgeworfen, teilte die Behörde am Montag in Ellwangen mit. Der Beschuldigte soll bereits längere Zeit geplant haben, seine Mutter und seine Halbschwester wegen angeblicher Misshandlungen zu töten. Dafür sei er in einen Schützenverein eingetreten und habe eine Pistole gekauft.

Rot am See: Mutmaßlicher Täter feuerte insgesamt 30 Schüsse ab

Nach einer Beerdigung sei es Ende Januar zu einem Familientreffen gekommen. Der 26-Jährige hat dort laut Anklage zuerst auf seine Mutter geschossen und dann seinen Vater, seine zwei Halbgeschwister sowie einen Onkel und eine Tante getötet. Seine schwer verletzte Mutter soll er danach mit einem gezielten Kopfschuss umgebracht haben.

Zwei weitere Verwandte - einen Onkel und eine Tante - schoss er den Angaben zufolge an. Sie überlebten. Laut Staatsanwaltschaft hat der 26-Jährige insgesamt 30 Schüsse abgegeben. Er hatte nach der Tat selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden.

Rot am See: Mutmaßlicher Täter gesteht Blutbad

Der Beschuldigte habe die Taten gestanden. Der Prozess soll nach Gerichtsangaben am 29. Juni beginnen. Hierfür wird laut Staatsanwaltschaft auch ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor.

Im Landkreis Rosenheim hat sich ein schreckliches Familiendrama ereignet. Eine Mutter tötete wohl ihre beiden Töchter - die Frau ist Bundespolizistin.

Währenddessen kam es in Gelsenkirchen zu einem tödlichen SEK-Einsatz.

Ebenfalls in NRW ist eine Polizeikontrolle eskaliert. Ein Beamter wurde durch Schüsse schwer verletzt.

In Bielefeld in NRW war wegen der Corona-Krise eine tödliche Messer-Attacke erst möglich.

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Gollnow

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