Beziehungsdrama in Baden-Württemberg

Zwei Tote vor Supermarkt: Täter war Polizeibeamter - er erschoss seine Frau und sich mit der Dienstwaffe

In Baden-Württemberg sind vor einem Supermarkt Schüsse gefallen. Zwei Menschen sind ums Leben gekommen.

Update vom 17. Februar, 13.57 Uhr: Es gibt neue Erkenntnisse im Fall des Tötungsdelikts mit anschließender Selbsttötung in Kirchheim unter Teck. Dort hatte ein 59-jähriger Mann am Dienstagabend seine Ehefrau und anschließend sich selbst vor einem Bio-Markt erschossen. Der Mann war von der alarmierten Polizei tot in seinem Wagen vorgefunden worden, seine getrennt lebende Frau Frau in dem Markt.

Wie die Polizei nun bekannt gibt, handelt es sich bei dem Mann um einen Beamten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Er hatte seine Dienstwaffe für die Tat verwendet. Nach derzeitigen Ermittlungsstand liegt das Motiv im privaten / familiären Bereich und hat keinen erkennbaren dienstlichen Bezug. 

Erstmeldung vom 16. Februar: Schüsse in Baden-Württemberg*! In Kirchheim unter Teck im Kreis Esslingen nahe Stuttgart sind am Mittwochabend zwei Menschen durch Schüsse ums Leben gekommen. Das bestätigte das Polizeipräsidium Reutlingen nun der dpa.

Schüsse vor Supermarkt in Baden-Württemberg

Die Schüsse seien gegen 19.30 Uhr am Nanz Center in Kirchheim unter Teck gefallen. Dabei sind zwei Menschen gestorben. Nach Polizei-Angaben handelt es sich bei den Toten um einen Mann und eine Frau, der Mann sei möglicherweise der Täter gewesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen. Weitere Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

Die Tat soll sich nach SWR-Angaben auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in unmittelbarer Nähe zum Eingang eines Biomarktes ereignet haben.* Demnach sei der Mann der Täter. Er soll sich selbst gerichtet haben. Bei der Frau soll es sich zudem um eine „ältere“ Person gehandelt haben. Inwiefern sich beide kannten, ist bislang nicht bekannt. Auch zu einem möglichen Motiv sind bis jetzt keine Informationen vorhanden.

Er könnte sich nach der Tat selbst erschossen haben. „Einen erweiterten Suizid können wir allerdings so gut wie ausschließen“, zitiert dazu die Esslinger Zeitung einen Polizeisprecher. (rjs) *Merkur.de und heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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