Schock bei Real: Der Supermarkt verschwindet - einige Filialen schließen

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Rückruf von Joghurt der Marke Zott bei Real, Rewe, Kaufland Edeka und Co. Foto: dpa

Lange wird es Real als Supermarkt wohl nciht mehr geben. Der Verkauf an den Immobilieninvestor Redos ist genehmigt. Wie es jetzt weiter geht, lest ihr hier.

Lange haben der Real-Mutterkonzern Metro und der Immobilieninvestor Redos wegen einer Übernahme der Supermarkt-Kette verhandelt. Jetzt hat das Bundeskartellamt grünes Licht gegeben. Deshalb verschwindet das Unternehmen nun schrittweise vom Markt.

  • Metro hat Real verkauft.
  • Die Supermarkt-Kette wird in den nächsten Jahren schrittweise verschwinden.
  • 34.000 Mitarbeiter sind betroffen.

Update, 19. Februar: Düsseldorf/NRW - Mittlerweile ist klar, dass Real an den Finanzinvestor SCP verkauft wurde. In der Folge sollen rund 30 Filialen schließen. Die Mitarbeiter von Real bangen derweil um ihre Jobs. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet den Verlust von rund 10.000 Arbeitsplätzen.

Real vor dem Aus: Darum wird der Supermarkt verschwinden

Urspungsmeldung: Real wird es in Zukunft nicht mehr geben. Eigentümer Metro verkauft die Supermarkt-Kette an den Immobilieninvestor Redos. Die entsprechenden Pläne sollen laut Chip bis Ende des Jahres konkretisiert und in einem anschließenden "Drei-Punkte-Plan" umgesetzt werden.

Real ist nicht das einzige Unternehmen, das derzeit mit Problemen zu kämpfen hat. Anfang der Woche wurde bekannt, dass Kettler - Erfinder des berühmten Kettcars - seine Werke aus finanziellen Gründen schließen muss.

Auch bei Dr. Oetker gibt es Probleme - das Unternehmen schmeißt aus finanziellen Gründen eine seiner Pizzen aus dem Sortiment. Sie war den Verantwortlichen zu unwirtschaftlich, heißt es.

Real vor dem Aus: Großteil der Märkte soll an die Konkurrenz gehen

Insgesamt gibt es in Deutschland 277 Filialen von Real. So soll es mit ihnen weitergehen:

  • Rund 180 Filialen sollen an Konkurrenten verkauft werden. Im Gespräch sind wohl Kaufland, Edeka, Rewe und Globus.
  • 40 Filialen schließen komplett.
  • Ungefähr 50 Märkte möchte der Noch-Eigentümer Metro zunächst noch selbst betreiben, allerdings nur für die kommenden drei Jahre.

Real vor dem Aus: Metro will sich auf Großhandel konzentrieren

Bis 2022 möchte Metro auch den Online-Shop von Real verkaufen. Für die Zukunft will sich der Konzern auf den Großhandel konzentrieren und in den Bereichen IT, Logistik und Service weiter wachsen.

Real würde dem neuen Konzept des Händlers nur im Weg stehen. Wie es aus Mitarbeiterkreisen heißt, schreiben viele der Märkte rote Zahlen. Grund für die schlechten Umsätze ist, dass in den vergangenen Jahren wenig in die Märkte investiert wurde.

Und obwohl Real früh Eigen- sowie Biomarken im Sortiment hatte, konnten sich die Produkte gegenüber denen der Konkurrenz nicht durchsetzen. Von der Übernahme sind in Deutschland rund 34.000 Mitarbeiter betroffen.

Tchibo hat inzwischen angekündigt, jetzt auch Fotos anzubieten. Damit macht das Unternehmen dm Konkurrenz.