Bildungsnotstand in Frankreich: Jetzt müssen Schafe die Schulbank drücken

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Ein Hund ist in Essen in ein Schafgehege gesprungen. Der Hundehalter legte sich mit der Polizei an. Foto: dpa

Not macht erfinderisch. So auch in einem französischen Dorf, in dem nun auch Schafe als Schüler eingeschrieben wurden. Der Bildungsnotstand ist Schuld!

Ein Bildungsnotstand in der 3300-Einwohner-Gemeinde Crêts en Belledonne im Südosten Frankreichs hat die Bürger kreativ werden lassen. Weil einer Klasse wegen Schülermangels die Schließung drohte, trugen Bürger kurzerhand 15 Schafe als neue Schüler einer Grundschule ein.

Zustimmung für diese drastische Maßnahme erhielten die Bürger auch von ihrem Bürgermeister Jean-Louis Maret. Der bewertet diese Aktion als "spielerisch, aber nicht als aggressiv".

50 Schafe waren bei der "Einschulung" dabei

Die Tiere werden natürlich nicht wirklich die Schulbank drücken. Jedoch wollte man mit der Aktion auf humorvolle Weise Menschen mobilisieren, sagte Gaëlle Laval vom Verband der Elternräte FCPE:

"Wir haben hier Schüler mit Problemen, aber die nationalen Bildungsbeauftragten kümmern sich nicht um örtliche Gegebenheiten, ihnen geht es nur um Zahlen."

Die Schule in der Region Auvergne-Rhône-Alpes in den französischen Alpen hatte im März erfahren, dass eine der elf Klassen für das nächste Schuljahr geschlossen wird, weil sich die Schülerzahl von 266 auf 261 reduzierte.

Ein Züchter aus der Gegend brachte daraufhin circa 50 Schafe samt Geburtsurkunden und einen Hund in die Schule. 15 Tiere wurden dann im Beisein von Schülern, Eltern und Lehrern symbolisch eingeschrieben.