Ryanair lässt Jungen (5) nicht aufs Klo - er macht sich in die Hose

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Ryanair lässt Jungen im Flugzeug nicht aufs Klo. Foto: Ryanair /Ralf Hirschberger

Ein nur fünf Jahre alter Junge durfte in einem Flugzeug von Ryanair nicht auf die Toilette. Angeblich gab es gute Gründe dafür. Hier die infos.

Die Besatzung einer Ryanair-Maschine hat einem fünfjährigen Jungen verboten, aufs Bord-WC zu gehen. Er musste sich vor allen Passagieren in die Hose machen.

  • Ryanair hat sich bisher nicht geäußert.
  • Stewardess ließ Jungen bewusst nicht aufs Klo.
  • Mutter fordert Entschuldigung.

Es ist eine unglaubliche Geschichte, die einer Mutter am vergangenen Freitag (28. Juni) in einem Flugzeug von Ryanair passiert ist. Sie wollte mit der Billigfluggesellschaft von Madrid nach Hamburg fliegen und hatte ihren nur fünf Jahre alten Sohn dabei. Es ist nicht das erste Mal, dass der Konzern negativ auffällt.

Flugzeug von Ryanair hatte Verspätung

Wie t-online berichtet, sollte die Maschine um kurz vor sieben aus der spanischen Hauptstadt abheben. Stattdessen verzögerte sich der Flug jedoch um satte zwei Stunden. Das Unpassende an der Situation: Die Passagiere mussten die ganze Zeit in dem Flugzeug ausharren.

Nach einer Stunde Wartezeit teilte der fünfjährige Junge seiner Mutter mit, dass er mal müsste. Sie informierte umgehend das Ryanair-Personal, woraufhin sich eine Stewardess das Anliegen anhörte. Doch anstatt zu helfen, hatte die Flugbegleiterin nur eine unfreundliche Antwort parat.

Junge durfte nicht aufs Klo

Wie die Mutter t-online im Interview erzählte, fragte die Stewardess, ob sie die Anschnallzeichen nicht lesen könnte. Aufgrund von Sicherheitsvorschriften dürfte der Junge jetzt nicht aufstehen. Entsetzt über die Reaktion der Ryanair-Mitarbeiterin fragte die Mutter, ob ihr Sohn jetzt in die Hose machen müsste.

Doch auch das schien nicht zu helfen. Erneut wies die Stewardess die Frau daraufhin, dass sie die aktuelle Situation nicht ändern könne. Was die Mutter jedoch nicht verstand: Der Pilot gab erst kurz zuvor bekannt, dass das Flugzeug noch 45 Minuten stehen würde. Niemand hätte in dem Fall angeschnallt sitzen bleiben müssen.

Er ließ einfach laufen

Wie die Mutter t-online weiter mitteilte, habe ihr Sohn zunächst noch versucht, anzuhalten. Das sei jedoch nicht lange gut gegangen und der erst Fünfjährige fing an zu weinen. Als es nicht mehr ging, sagte sie ihm, dass er einfach laufen lassen sollte.

Der Junge machte sich vor allen Passagieren der Ryanair-Maschine in die Hose. Bekam jedoch keinen Ärger, sondern Zuspruch. Ein Sitznachbar des Mutter-Sohn-Gespanns hätte genauso dringend gemusst wie der Kleine. Doch wie reagierte der Flugkonzern auf den Vorfall? Immerhin sorgte Ryanair in der Vergangenheit bei Streiks umgehend für Ersatz oder Rückerstattungen.

Ryanair ignoriert Mutter und Sohn

Laut Angaben der Mutter hätte die Besatzung der Flugzeugs alles mitbekommen, aber keine Hilfe angeboten. Nicht mal nachgefragt hätten sie. In Deutschland angekommen, habe der Junge zunächst seine Klamotten gewechselt, ehe er mit seiner Mutter zur Familie gefahren ist.

Der Patenonkel des kleinen Jungen hat den Fall anschließend auf Twitter öffentlich gemacht:

Öffnen auf twitter.com

Die Mutter selbst möchte keinen Schadensersatz - weder Geld noch einen Ersatzflug. Was sie sich von der Billigfluggesellschaft, die teilweise Flüge für zehn Euro anbietet, wünscht, ist eine Entschuldigung an ihren Sohn. Ob sie die bekommt, bleibt abzuwarten. Ryanair hat sich bisher nicht zu dem Tweet geäußert.