Roller: Bekannte Möbelkette vor dem Aus? Was das jetzt für die Kunden bedeutet

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Die Möbelkette Roller steht vor dem Aus. Das betrifft allein im Ruhrgebiet sechs Betriebe. Jetzt schaltet sich XXXLutz ein und kauft Anteile. Foto: picture alliance / dpa / Patrick Pleul.

Die Möbelkette Roller steht vor dem Aus. Das betrifft allein im Ruhrgebiet sechs Betriebe. Jetzt schaltet sich XXXLutz ein und kauft Anteile. Hier die Infos

Die bekannte deutsche Möbelkette Roller steht offenbar vor dem Aus. Das betrifft in Deutschland 130 Filialen - darunter sechs Betriebe im Ruhrgebiet. Jetzt kauft sich XXXLutz in das Unternehmen ein. Wie die Zukunft für Roller aussieht, ist unklar.

  • Sechs Betriebe im Ruhrgebiet sind von dem Aus von Roller betroffen.
  • Möbelriese XXXLutz kauft sich in das Unternehmen ein.
  • Konzern erhofft sich durch den Kauf ein besseres Angebot und Preise.

XXXLutz kauft Anteile an Möbelkette Roller

Dieter Bohlen (65) und Janine Kunze (45) als Werbegesichter konnten die Möbelkette aus Gelsenkirchen offenbar auch nicht mehr retten. Der Discounter, der besonders Möbel im niedrigen Preissegment verkauft, möchte jetzt die Hälfte aller Firmenanteile abgeben.

Die österreichische Möbelkette XXXLutz, die bereits über den Bau einer Filiale in Dortmund nachdenkt, hat bereits in einer Pressemitteilung auf ihrer Internetseite angekündigt, dass sie sich zu 50 Prozent an Roller beteiligen wird. Die Verträge seien bereits unterzeichnet worden und man warte nur noch auf die Bestätigung des Bundeskartellamts, teilte das Unternehmen aus Wien mit.

Konzern erhält durch Roller eine stärkere Marktposition

XXXLutz erhofft sich durch die Anteile an Roller laut eigenen Aussagen "eine stärkere Marktposition und das schaffen von Zukunftsperspektiven". Ebenfalls möchte man sich im gemeinsamen Einkauf an Möbeln unterstützen.

Durch die Anteile an Roller ist das Möbelunternehmen nun das zweitstärkste Unternehmen der Branche in Deutschland, direkt hinter dem Möbelgiganten Ikea. XXXLutz machte Ikea im April schon eine klare Kampfansage: „Wir wollen die Nummer eins im deutschen Möbelhandel werden.“

XXXLutz hält nach dem Kauf der Anteile nicht nur 50 Prozent von Roller, dem Unternehmen gehören auch schon die Hälfte der Anteile von dem Möbelhändler Poco.

Beide Möbelketten werden jedoch weiterhin unabhängig sein

Wie die XXXLutz-Gruppe in ihrer Pressemitteilung erklärt, würden das österreichische Unternehmen und Roller jedoch weiter unabhängig voneinander agieren und auch ihr eigenständiges Management weiter behalten.

"Profitieren werden davon alle Einrichtungskunden in Deutschland durch eine größere Auswahl, schnellere Verfügbarkeiten und vor allem noch bessere Preise", teilte die Unternehmensgruppe vollmundig mit.