Zu viel Druck: DFB-Präsident Reinhard Grindel tritt zurück

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Reinhard Grindel tritt als DFB-Präsident zurück. Foto: Ina Fassbender/dpa

Reinhard Grindel wird noch am Dienstag (2. April) von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurücktreten.

Reinhard Grindel wird nach Informationen der Bild und der Deutschen Presse-Agentur noch am Dienstag (2. April) von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurücktreten.

Update, Dienstag (18. Juni), 17:20 Uhr:

Nach Informationen von ran soll bis Ende August ein neuer DFB-Präsident gefunden werden. Einen Vorschlag von Peter Peters, dieses Amt auf zwei Schultern zu verteilen, konnte Karl-Heinz Rummenigge nur belächeln.

Update, Dienstag (2.April), 14.32 Uhr:

Der DFB und Reinhard Grindel haben so eben den Rücktritt auf einer Pressekonferenz offiziell gemacht.

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Erstmeldung, Dienstag (2.April):

Der Druck für DFB-Präsident Reinhard Grindel wird immer größer. Erst am Freitag (29. März) hatte der Spiegel berichtet, dass Grindel als Aufsichtsrats-Chef einer DFB-Tochterfirma 78 000 Euro zusätzlich kassiert haben soll. Nun steht der 57-Jährige offenbar vor dem Aus beim Deutschen Fußball-Bund.

Grindel, der bei der Eröffnung der Hall of Fame im Fußballmuseum in Dortmund am Montag (1. April) noch geschwiegen hatte, würde damit nach drei Jahren als DFB-Präsident die Konsequenzen aus den Anschuldigungen und der schweren Kritik gegen seine Person in den vergangenen Tagen ziehen. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst aus.

"Beim DFB wird rumgeeiert"

Lothar Matthäus äußerte sich negativ über die Zustände beim DFB: "Wenn man in solch einer Position ist und solche Dinge ans Licht kommen, sollte man zumindest Argumente haben, um sie so schnell wie möglich beiseite zu räumen. Beim DFB wird aber schon einmal gerne zu lange rumgeeiert."

Über eine Nachfolge Grindels wird bereits spekuliert. Laut Informationen der Bild und Sport Bild soll unter anderem der Ex-Schalker Christoph Metzelder ein möglicher Nachfolger sein. Zunächst werden wohl die beiden 1. Vizepräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball kommissarisch den DFB anführen. Der neue DFB-Präsident soll mehr Bundespräsident als Bundeskanzler sein. Mit dpa-Material

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