"Rechts rockt nicht" prangert fragwürdige Abzeichen bei Polizisten in Ostritz an

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Die Initiative "Rechts rockt nicht" veröffentlichte ein fragwürdiges Foto eines Polizisten in Ostritz. Foto: Daniel Schäfer/dpa

Die Initiative "Rechts rockt nicht" hat während des Neonazi-Festivals in Ostritz das Foto eines Polizisten gepostet. Es zeigt ihn mit fragwürdigen Symbolen.

Viel Wirbel herrscht gerade um ein Bild, das die Initiative "Rechts rockt nicht" während des Neonazi-Festivals in Ostritz gepostet hat. Es zeigt einen Polizisten mit fragwürdigen Abzeichen.

Am Samstag (22. Juni) postete die Initiative "Rechts rockt nicht" das Foto eines Polizisten, der während des Neonazi-Festivals in Ostritz im Einsatz gewesen sein soll. Es zeigt ihn in normaler Einsatzkleidung an der jedoch zwei Patches festgemacht sind. Genau diese hinterfragt die Initiative.

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Nach Angaben der Bild bedeute der untere Patch "Komm hol sie dir" und gehe ursprünglich auf Kämpfe um Sparta zurück. Der Spruch werde heute jedoch auch von Waffen-Fans in Amerika benutzt.

Polizei Sachsen: Symbole der Templer strafrechtlich nicht relevant

Das andere Abzeichen erinnere nach der Bild an Symbole des Templer-Ordens und ihrer Kreuzzüge und stehe für: "Tue Recht und scheue niemand".

"Rechts rockt nicht" stellte die Polizei Sachsen via Twitter zur Rede und fragt, ob diese offiziell seien, oder ein Einzelfall.

Die Polizei Sachsen antwortete auf den Tweet der Initiative "Rechts rockt nicht" und erklärte, dass diese Abzeichen "strafrechtlich nicht relevant" seien, sie nach Absprache jedoch entfernt wurden. Die Verantwortung wegen eines Verstoßes gegen die Bekleidungsvorschrift liege die Verantwortung bei der Bundespolizei. Die würde dieser auch nachkommen.

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Bewohner von Ostritz kaufen Neonazis das Bier weg

Während des Neonazi-Festivals in Ostritz herrschte auf dem Gelände Alkoholverbot. Damit die Teilnehmer sich jedoch auch nicht vor dem Gelände eindeckten, kauften die Bewohner des Ortes die Biervorräte der Supermärkte auf.

Viele Einsätze hatte die Polizei am Wochenende auch bei Demonstrationen im Tagebau Garzweiler.

Um einen vorgetäuschten Einsatz handelte es sich bei der Polizei in Erlangen, dort erlebte ein Polizist eine Überraschung.