Künstlerin übt Kritik

Shirin David: Rapperin spricht Klartext - "Ich liebe meine..."

Trotz ihres Mega-Erfolgs schlägt Shirin David viel Kritik entgegen. Die Rapperin aus Hamburg reagiert mit einem Statement und wählt darin harte Worte.

  • Shirin David hat eine steile Karriere hingelegt
  • Doch der Rapperin aus Hamburg schlägt auch eine Menge Kritik entgegen
  • Dafür hat sie einen bestimmten Grund ausgemacht

Hamburg - Shirin David hat innerhalb weniger Jahre eine steile Karriere hingelegt. Von der Influencerin auf YouTube und Instagram wurde die 24-Jährige zur erfolgreichen Rapperin mit einem Album an der Spitze der deutschen Charts. Auch auf der Kinoleinwand war Shirin David schon zu sehen. Kürzlich hat die Rapperin aus Hamburg zudem ein eigenes Parfüm an den Start gebracht. Doch auf ihrem Weg nach oben ist der Rapperin eine Sache aufgefallen, die sie für typisch deutsch hält und mit der die 24-Jährige nicht so viel anfangen kann. Shirin David findet dafür harte Worte, wie nordbuzz.de* berichtet.

Shirin David: Kritik an Rapperin aus Hamburg

Mit Kritik kann die in Hamburg geborene sowie in Tanz und Gesang ausgebildete Shirin David umgehen, schließlich erfährt die Rapperin oft ziemlich harschen Gegenwind. Das bleibt bei einer so polarisierenden Künstlerin nicht aus. Mit ultrakurzen Outfits, viel Make-Up und künstlichen Wimpern fällt die 24-Jährige auf. Sogar die Fingernägel von Shirin David können einen Shitstorm auslösen. Hinzu kommt, dass sich die Rapperin aus Hamburg schon etliche Male in die Hände von plastischen Chirurgen begeben hat. Dabei ließ sich Shirin David unter anderem ihre Brüste vergrößern und die Nase verkleinern. Aus ihren Schönheits-OPs macht die 24-Jährige keinen Hehl. Auch ihre Schwester Pati Valpati hilft bei ihrem Aussehen ordentlich nach und gibt das offen zu. 

Shirin David: Rapperin aus Hamburg wehrt sich gegen Kritik - und wählt harte Worte

Oft wird Shirin David für ihr aufreizendes Auftreten Oberflächlichkeit vorgeworfen oder dass sie Mädchen ein schlechtes Körper- und Frauenbild vermittelt. Das lässt die 24-Jährige jedoch nicht auf sich sitzen. In einem Statement reagiert die in Hamburg geborene Rapperin mit klaren Worten: "Ich möchte, dass meine Nacktheit genauso gesellschaftlich akzeptiert wird, wie die der Männer", schreibt Shirin David. "Ich habe nie und werde nie Frauen dafür kritisieren, wie sie sich kleiden." Das fordert die Rapperin aus Hamburg auch für sich ein. "Ich liebe meine Weiblichkeit. Wir sind Frauen, wir sind fruchtbar, wir sind sinnlich, wir sind schön", sagte Shirin David in einem Interview mit der Vogue.

Shirin David: Rapperin aus Hamburg über Kritik: "Hat viel mit Missgunst zu tun"

Dass sie dafür angefeindet wird, liegt Shirin David zufolge auch an der deutschen Kultur. "In meinen Augen hat das viel mit Missgunst zu tun", glaubt die Rapperin aus Hamburg. Hierzulande seien die Menschen grundsätzlich sehr zurückhaltend, wenn es um Erfolg geht. "Das ist so dieses Deutsche", so Shirin David über die Kritik. Man sage etwas "schmecke nicht schlecht", anstatt, dass es gut schmeckt. "Unsere Kultur sagt nie: 'Boah, ist das krass'. Hier darf man nie sagen, wenn etwas zu sehr gefällt", findet die ehemalige DSDS-Jurorin. Dagegen wurde Rapperin Shirin David hart von Bushido attackiert.

Das merke Shirin David auch bei Instagram, wo die Rapperin aus Hamburg mittlerweile mehr als fünf Millionen Follower hat. "Deswegen liken ja auch bei uns kaum Leute Bilder. Wir hatten mal eine Vertreterin von Estée Lauder bei uns und die meinte, dass unser Markt für sie überhaupt keinen Sinn macht, weil die Like-Zahlen so schlecht sind – auch, wenn die Follower-Zahlen super sind", erklärt Shirin David. Für ihren sagenhaften Aufstieg soll Shirin David nun mit dem Medienpreis Bambi ausgezeichnet werden. Derweil hat Shirin David sich ganz besonders auf die Bambi-Verleihung vorbereitet. Sie berichtete von "Entzugserscheinungen".

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Der Respekt vor Frauen und ihren Entscheidungen ist so tief in mir verwurzelt, dass er für mich eine Selbstverständlichkeit ist und nicht etwas, das wie eine Werbung mit dem Hashtag #Frauenpower gekennzeichnet werden muss. Es trifft mich immer wieder unerwartet, wenn ich einen reißerischen Artikel über meinen angeblichen Anti-Feminismus lesen muss. Wir sind zwar im Jahre 2019, aber es scheint, dass viele Menschen immer noch davon schockiert sind, dass eine Frau unter ihren Kleidern nackt ist. Ich werde verurteilt, weil ich meinen Körper gerne und stolz präsentiere. Ich möchte mich hier direkt an die Verurteilenden wenden und fragen: Ist das Recht den eigenen Körper so präsentieren zu dürfen wie man es möchte nicht einer der Aspekte, für den zahllose Generationen von Frauen gekämpft haben? Würdet ihr mich immer noch als Sexistin beschimpfen, wenn ich mir mit Edding „Fuck the government“ auf meine nackten Brüste schreiben würde? Wahrscheinlich nicht, denn dann wäre die Message offensichtlich: Ich möchte, dass meine Nacktheit genauso gesellschaftlich akzeptiert wird wie die der Männer. Ich habe nie und werde nie andere Frauen dafür kritisieren wie sie sich kleiden. Vor allem nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen und erst recht nicht für Promo-Zwecke. Ich respektiere, wenn Frauen sich, weil sie stolz auf ihre Körper sind, bedeckt kleiden. Ich respektiere, wenn Frauen sich aus völlig anderen Gründen bedeckt kleiden. Aber ebenso respektiere ich, wenn Frauen sich nur im Tanga zeigen, wenn es das ist womit sie sich wohlfühlen. Ich bringe jedem Journalisten, der objektiv einen kritischen Artikel über mich schreibt Respekt entgegen. Aber wenn ich einen Artikel lese, in dem Zitate entkontextualisiert, Frauen gegeneinander aufgehetzt und ich als Anti-Emanze dargestellt werde, dann kann ich nur noch sagen, dass euch nicht nur eure Kugelschreiber, sondern auch das Recht jegliche Schreibprogramme verwenden zu dürfen entzogen werden sollte. Nutzt eure Stimmen für relevante Themen. Kriege. Armut. Naturkatastrophen. Aber ich kann es schon verstehen. Die Stichworte „Shirin David nackt“ werden halt besser als „Der Amazonas brennt- wir werden alle sterben“ geklickt. #SUPERSIZE

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Quelle: nordbuzz.de

Rubriklistenbild: © Fotomontage: Picture Alliance

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