Porto wird schon wieder teurer - so viel könnte ein Brief bald kosten

Die Deutsche Post könnte das Porto für Briefe schon zum 1. Juli teurer machen. Foto: Oliver Berg/dpa
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Die Deutsche Post könnte das Porto für Briefe schon zum 1. Juli teurer machen. Foto: Oliver Berg/dpa

Das Porto für Briefe könnte deutlich teurer werden. Die Bundesnetzagentur schlug einen Spielraum von 10,6 Prozent vor. Ein Brief könnte dann 90 Cent kosten.

Die Deutsche Post könnte ihr Porto schon zum 1. Juli deutlich teurer machen. Die Bundesnetzagentur schlug am Donnerstag einen Preiserhöhungsspielraum von 10,6 Prozent vor. Besonders hart wird es wohl das Briefporto treffen.

Verbraucher müssen sich auf ein deutlich höheres Briefporto einstellen. Das wurde am Donnerstag (18. April) von der Bundesnetzagentur in Bonn bekanntgegeben. Der so genannte Preiserhöhungsspielraum soll um 10,6 Prozent steigen. Damit ist gemeint, dass die Gesamtmenge aller Einzelsendungen der verschiedenen Briefarten sich entsprechend verteuern kann.

Porto könnte auf 90 Cent erhöht werden

Die Bundesnetzagentur überwacht die Arbeit der Deutschen Post und kann deshalb Vorschläge machen, wie stark die Preise angehoben werden dürfen. Mit der neuen Maßgabe könnte ein Standardbrief bald 90 Cent statt wie bisher 70 Cent kosten. Sollte die Post sich für diese Lösung entscheiden, würde sich das Porto für Postkarten oder Kompaktbriefe nicht verteuern.

Noch steht aber nicht fest, welche Produkte der Deutschen Post es treffen könnte. Das liegt daran, dass es sich bei den 10,6 Prozent erst einmal um einen Vorschlag handelt, der von der Post akzeptiert werden muss.

Preis könnte ab dem 1. Juli geändert werden

Die finale Entscheidung soll im Mai fallen. Dann legt die Deutsche Post auch ihre Preise fest. Das neue Porto soll dann ab dem 1. Juli gültig sein, wie die dpa berichtet.

Ein erster Vorschlag der Bundesnetzagentur aus dem Januar wurde von der Deutschen Post abgelehnt. Damals waren es 4,8 Prozent. Die Post drohte daraufhin indirekt mit Job-Abbau.

In der Bundesregierung stieß der ehemalige Staatsmonopolist mit seinem Anliegen auf Verständnis: Das Wirtschaftsministerium brachte eine Verordnungsänderung auf den Weg. Daraufhin musste die Netzagentur neu rechnen und kam so auf den höheren Wert. Von Konkurrenten der Post kam scharfe Kritik - sie sehen den Bonner Konzern von der Bundespolitik begünstigt. mit dpa-Material