Toter Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Bauch gestrandet

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Auf den Philippinen wurde ein toter Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Magen gefunden. Er hatte unter anderem Säcke und Tüten verschluckt.

Mit 40 Kilogramm Plastik im Magen wurde am Wochenende ein toter Wal an die Küste der Philippinen gespült. Das Tiere hatte etliche Säcke und Tüten verschluckt.

An der philippinischen Küste ist am Samstag (16. März) ein toter männlicher Cubier-Schnabelwal gestrandet. In seinen Gedärmen fand man insgesamt 40 Kilogramm Plastik. Das Jungtier habe 16 Reissäcke aus Kunststoff, vier Säcke aus dem Bananenanbau und etliche Einkaufstüten verschluckt, teilten Meeresbiologen aus Davao mit.

Gestrandeter Wal - Regierung muss endlich etwas unternehmen

Nach dem schockierenden Fund appelliert nun ein Naturkundemuseum aus Davao City an die Politik-Verantwortlichen der Philippinen. "Die Regierung müsse endlich etwas gegen diejenigen unternehmen, die die Wasserstraßen und Ozeane als Müllkippe verwendeten", hieß es vom D' Bone Collector Museum.

Das Museum hatte Fotos von dem Wal und dem verschluckten Plastik bei Facebook veröffentlicht.

Auch über die philippinischen Landesgrenzen hinaus wurde der tote Wal zum Thema. "Das ist so traurig zu sehen und zeigt, dass wir alle entschieden etwas tun müssen, um unsere Meere vor Plastik zu schützen", twitterte die britische Tierschutzorganisation Orca am Montag (18. März).

Immer öfter verenden Tiere wegen Plastik

Der Schnabelwal ist nicht das erste Tier, welches mit Plastikmüll im Magen verendete und an die Küste gespült wurde. Erst Ende des vergangenen Jahres strandete ein toter Pottwal an der Küste Indonesiens. Das Tier hatte sechs Kilogramm Plastik im Bauch - darunter 115 Becher, 25 Tüten und mehr als 1000 weitere Plastikteile.

Laut Angaben der Deutschen Presseagentur zählen Indonesien, die Philippinen und China zu den größten Verursachern von Plastikverschmutzung in den Ozeanen. mit dpa-Material