Partielle Mondfinsternis am Dienstagabend: Das müsst ihr zum Himmels-Spektakel wissen!

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Am 16. Juli (Dienstag) erscheint am Himmel eine partielle Mondfinsternis. Wir verraten euch, wie ihr das Spektakel am besten beobachten könnt.

Am 16. Juli (Dienstag) könnt ihr in den Abendstunden eine partielle Mondfinsternis am Himmel beobachten. Vorausgesetzt ihr beachtet ein paar Dinge. Hier die Infos.

  • Jeder kann die partielle Mondfinsternis beobachten.
  • Sie dauert mehrere Stunden an.
  • Sie ist überall in Deutschland und Europa sichtbar.

Rund ein Jahr ist es her, als am Himmel ein Jahrhundert-Spektakel zu sehen war. Am 27. Juli 2018 kam es zu einer sehr langen totalen Mondfinsternis. Dabei tauchte der Mond komplett in den Schatten der Erde, die an dem Tag von der Sonne angestrahlt wurde. Auch im Januar dieses Jahres konnte man ein ähnliches Phänomen beobachten: einen sogenannten Super-Blutmond.

Ganz so extrem wird es in der kommenden Woche nicht, aber dennoch sehenswert. Bei der partiellen Mondfinsternis landet der Mond teilweise im Schatten der Erde. Experten von der Vereinigung der Sternenfreunde sprechen von einer erneut rost-roten Verfärbung am Nachthimmel.

Partielle Mondfinsternis könnt ihr in Deutschland überall sehen

Nachthimmel-Beobachter haben in Deutschland Glück. Denn die partielle Mondfinsternis ist in voller Länge sichtbar. Ebenso wie in anderen Teilen Europas, in ganz Afrika und im westlichen Asien.

Ab etwa 20.42 Uhr tritt der Mond in den Schatten der Erde. Das ist für Beobachter aber noch nicht sichtbar. Außerdem ist zu dem Zeitpunkt noch hell. Richtig sichtbar wird die partielle Mondfinsternis, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Das wird um circa 22 Uhr sein.

Um etwa 23.30 Uhr liegt mehr als die Hälfte des Mondes im Schatten und verfärbt sich rostrot. Jedoch wird es keinen Blutmond geben. Ab etwa 1 Uhr am Mittwochmorgen (17. Juli) ist es dann vorbei mit dem sichtbaren Teil der Mondfinsternis. Der Himmelskörper tritt zu dem Zeitpunkt aus dem Kernschatten aus. Gegen 2.20 Uhr ist die partielle Mondfinsternis schließlich komplett vorbei.

So entsteht das Phänomen

Damit es zu einer Mondfinsternis kommt, müssen Mond, Sonne und Erde in der richtigen Position stehen. Das bedeutet, dass die Erde bei Vollmond zwischen Mond und Sonne stehen muss. Nur dadurch wird der Erdtrabant verfinstert.

Bei einer partiellen Mondfinsternis rückt der Mond im Gegensatz zu einer totalen Mondfinsternis nur zum Teil in den Erdschatten. Er wird also nicht komplett verdunkelt.

Der perfekte Blick auf die partielle Mondfinsternis

Wer sich das Spektakel am Dienstag nicht entgehen lassen möchte, braucht zur Sichtung keine Hilfsmittel. Wichtig ist lediglich ein freier Blick auf den südöstlichen Nachthimmel. Dabei sollten weder Häuser, noch Bäume im Weg stehen. Dann klappt es vielleicht sogar mit einem Foto.

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Eine besonders gute Chance, die partielle Mondfinsternis zu erblicken, hat man in der freien Natur. Außerhalb der Stadt ist der Himmel besonders klar und frei von Licht. Zusätzlich sollte aber auch das Wetter mitspielen - Wolken könnten zum Hindernis werden. Wer den Mond besonders deutlich sehen möchte, kann ein Teleskop zur Hilfe nehmen. Das ist aber kein Muss.