Nach Messer-Attacke in Paris: Täter hatte offenbar Kontakt zu Salafisten - das sind jetzt die Konsequenzen

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Messerattacke in Paris. Foto: dpa

Bei der Messerattacke in der Polizeipräfektur von Paris sind laut französischen Medien insgesamt fünf Menschen getötet worden. Hier mehr erfahren!

Bei einer Messer-Attacke im Polizeipräsidium von Paris sind am Donnerstag (3. Oktober) laut französischen Medien insgesamt fünf Menschen getötet worden.

  • Fünf Tote nach Messerattacke in Paris.
  • Streit war offenbar der Auslöser für die Attacke.
  • Der Angreifer wurde vor dem Polizeipräsidium erschossen.

Messerattacke in Paris - fünf Tote

Update, Sonntag (6. Oktober), 9 Uhr: Der Tatverdächtige im Fall der tödlichen Messerattacke im Pariser Polizeihauptquartier hat den Ermittlern zufolge mit mutmaßlichen Salafisten Kontakt gehabt. Der 45-Jährige sei vor rund zehn Jahren zum Islam konvertiert, sagte Chefermittler Jean-François Ricard am Samstag bei einer Pressekonferenz in Paris.

Frankreich kündigte nun Schritte zur besseren Aufdeckung von Radikalisierung innerhalb der Polizei an. Es werde zwei Aufklärungsmissionen geben, sagte der französische Premierminister Edouard Philippe der Zeitung Le Journal du Dimanche. Eine betreffe die Polizeipräfektur in der französischen Hauptstadt, die zweite die Geheimdienste, die mit der Terrorbekämpfung betraut seien.

Update, Donnerstag (3. August), 16.25 Uhr: Wie Le Parisien berichtet, habe der Täter gegen 13 Uhr mit Hilfe eines Messers drei Polizisten in zwei Büros im ersten Stock des Präsidiums attackiert. Der Mann sei dann in Richtung Treppe gegangen, wo er zwei Frauen mit einem Küchenmesser angegriffen habe. Auf dem Hof ​befahl ihm ein Polizist, sein Messer loszulassen. Dann habe er auf den Täter geschossen. Der Polizist verwundete den Angreifer in der Folge tödlich am Kopf.

Update, Donnerstag (3. Oktober), 16.15 Uhr: Bei den Opfern soll es sich laut Medienberichten um eine Frau und drei Männer handeln.

Erstmeldung, Donnerstag (3. Oktober), 15.30 Uhr: Vier Polizisten seien ums Leben gekommen, zudem sei auch der Angreifer tot, berichteten die Nachrichtensender BFMTV und Franceinfo am Donnerstag.

Wie Le Parisien berichtet, sei es am Mittag des. 3. Oktobers zu der Attacke gekommen. Der Angreifer sei danach erschossen worden. Unterdessen musste die Metrostation "Cité" geschlossen werden. Die Station sowie das Polizeipräsidium liegen auf der Ilé de la Cité in der historischen Altstadt von Paris. Wenige hundert Meter entfernt befindet sich Notre-Dame.

Streit löst Attacke aus

Zur Messerattacke sei es laut Le Parisien unter Berufung auf die Polizei nach einem Streit gekommen. Laut dem Pariser Blatt soll der Täter des Angriffs (45) ein Verwaltungsbeamter der Geheimdienstdirektion des Präsidiums der Polizei in Paris sein.

Laut Loïc Travers, dem Sekretär der Ile-de-France Alliance, der vor dem Polizeipräsidium mit Journalisten sprach, verfügte der Angreifer über 20 Jahre Erfahrung im Polizeipräsidium.

Nach der Messerattacke wurde Präsident Emanuel Macron am Tatort erwartet.

Ein bayerischer Politiker hat aktuell das Messerverbot in Deutschland mit einem eher unklugen Statement kritisiert - dafür hat er einen Shitstorm in den Sozialen Medien geerntet.