Seniorin stirbt nach Bad in der Ostsee - Schuld ist dieses Bakterium

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In der Ostsee hat sich eine Seniorin mit einem Bakterium infiziert. Später starb sie daran. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa

Eine ältere Frau hat sich in der Ostsee mit einem Bakterium infiziert und starb nun an den Folgen. Es gab vier weitere Infektionen. Hier alle Infos.

Eine ältere Frau hat sich in der Ostsee mit einem Bakterium infiziert und starb nun an den Folgen.

  • Eine Seniorin war nach einem Bad in der Ostsee an einer Infektion gestorben.
  • Schuld sind sogenannte Vibrionen, die sich in der Ostsee immer besser vermehren.
  • Das Landesamt für Gesundheit testet nun das Wasser auf den Erreger.

Schuld an der Infektion und dem späteren Tod der älteren Frau seien sogenannte Vibrionen. Das berichtet die Ostsee-Zeitung unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern.

Bakterien in der Ostsee: Seniorin gehörte zu Risikogruppe

Die Seniorin soll jedoch zu einer Risikogruppe gehört haben, weil sie ein schwaches Immunsystem hatte. Zu dieser Gruppe sollen demnach auch die vier weiteren Infizierten gehören. Wo die Frau sich infizierte, sei nicht klar.

Bei Vibrionen handelt es sich um stäbchenförmige Bakterien, sie sich im Wasser vermehren. Sie können beim Baden in Verletzungen der Haut eindringen. In seltenen Fällen treten dann zum Teil tödliche Infektionen auf.

Vibrionen vermehren sich im warmen Wasser der Ostsee

Es soll sich um den ersten Todesfall an der Ostsee durch das Bakterium in diesem Sommer handeln. Vier weitere Menschen hätten sich seit Juni mit Vibrionen infiziert. Das Landesamt für Gesundheit testet das Wasser nun regelmäßig auf den Erreger.

Die bekannteste Vibrionen-Art ist der Cholera-Erreger. Weil das Wasser an der Ostseeküste nur wenig Salz enthält und sich in den warmen Sommern immer stärker erwärmt, können die Bakterien dort besonders gut wachsen.

Welche Qualität das Wasser an der Ostsee hat, seht ihr auf dieser Badewasserkarte.