Mann quält Hund und filmt sich dabei - dann bekommt er Mord-Drohungen

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Der Malteser Buddy wurde von einem Bekannten grausam gequält. Foto: Screenshot: Facebook-Post der Hunde-Such-Hilfe Österreich

Ein 20-Jähriger sollte auf einen Malteser aufpassen. Doch stattdessen quälte er ihn, filmte sich dabei und bekam Morddrohungen.

Eine 18-Jährige aus Österreich hat einen Bekannten darum gebeten, auf ihren Hund aufzupassen. Doch anstatt sich zu kümmern, quälte der Bekannte den Malteser zutiefst und filmte sich dabei. Dann bekam er Mord-Drohungen.

Auf den Videos, die der 20-Jährige der Besitzerin am 1. März (Freitag) schickte, sei laut Onlineportal oe24.at der Zeitung Österreich zu sehen, wie der 20-Jährige den gerade mal zehn Monate alten Malteser würgt, ihn gegen eine Wand wirft und in eine Toilettenschüssel drückt.

Hund erleidet Prellungen und Blutergüsse

Der junge Malteser trug durch die Quälerei Abschürfungen, Prellungen und Blutergüsse davon. Einige seiner Aufnahmen landeten bei Facebook und auf der Seite des Fußballclubs SK Rapid Wien. Dort wurde der Täter erkannt, weil er selbst in der Fußballszene aktiv ist.

Die Fans drohten dem Mann und veröffentlichten seinen Namen, seine Adresse und seine Handynummer im Internet. Einige schrieben, sie stünden bereits vor der Tür des Tierquälers. Einer drohte ihm mit dem Satz: "Du Hurensohn wirst sterben!"

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Die Halterin des Hundes sei noch in der Nacht zur Polizei gegangen, um ihren Bekannten anzuzeigen. Sie stellte den Beamten drei Videos von den grausamen Übergriffen an ihrem Hund zur Verfügung.

Polizisten warnten die Fußballfans

Die Wiener Polizei veröffentlichte eine Presseaussendung, unter anderem auch bei Facebook, um die erbosten Fußballfans vor den Konsequenzen ihrer Drohungen zu warnen.

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Laut Stern fuhren die Beamten zur Wohnung des Bekannten und nahmen den Hund dort an sich. In einer ersten Vernehmung in der Wohnung zeigte sich der Täter geständig. Sein Tatmotiv ist aber noch unklar.

Weil die junge Frau den Malteser nicht auf Dauer behalten kann, wandte sie sich an die Hunde-Such-Hilfe Österreich auf Facebook. Mehr als 100 Hundeliebhaber waren bereit, Buddy aufzunehmen. Der Tierschutzverein vermittelte den Rüden schnell an eine neue Besitzerin.