Notre-Dame "kann jederzeit einstürzen": So steht es rund sechs Monate nach dem Brand um die Kathedrale von Paris

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Der Innenraum von Notre-Dame de Paris nach dem Brand. Foto: Christophe Petit Tesson/EPA POOL/AP/dpa

Die Arbeiten an Notre-Dame verzögern sich. Die Kathedrale von Paris kann weiterhin jederzeit einstürzen - auch rund sechs Monate nach dem Brand. Hier mehr.

Rund sechs Monate ist es her, seit ganz Frankreich den Atem anhielt. Am 15. und 16. April zerstörte ein Großbrand Teile der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Der ursprüngliche Plan, das Wahrzeichen 2024 wiederzueröffnen, scheint immer unwahrscheinlicher.

  • Die Arbeiten an der Notre-Dame verzögern sich.
  • Nasse Mauern und die hohe Bleikonzentration erschweren die Arbeiten.
  • Die Kathedrale kann weiterhin jederzeit einstürzen.

Notre-Dame: Arbeiten verzögern sich stark - Eröffnung 2024 unwahrscheinlich

Nur kurz nach der verheerenden Katastrophe kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (41) an, dass die Notre-Dame, die Donald Trump (73) mit einem einfachen Trick gelöscht hätte, 2024 wiedereröffnet werden soll. Weil die Renovierungsarbeiten nicht wie gewünscht vorangehen, erscheint dieser Termin mehr und mehr unrealistisch.

Sollten keine unerwarteten Probleme mehr eintreffen, könne das Wahrzeichen der Stadt Paris dem Publikum in fünf Jahren zumindest wieder teilweise zugänglich gemacht werden. Das erklärte der für die Arbeiten an der Kathedrale zuständige französische Architekt Philippe Villeneuve (56) kürzlich.

Nasse Mauern erschweren die Arbeiten an Notre-Dame

Eines der Probleme: Wie RP berichtet, sind die Mauern von Notre-Dame wegen des Löschwässers noch vollkommen durchnässt. Zudem sei die Konstruktion im Innern so instabil, dass immer wieder Steine herausbrechen und in den Innenraum stürzen.

Sorgen bereiten auch die zunehmenden Regenfälle, die zu dieser Jahreszeit drohen. "Notre-Dame kann jederzeit komplett einstürzen", so Villeneuve gegenüber Welt.

Bleiwerte an der Kathedrale von Paris sollen Grenzwert um das 800-fache überstiegen haben

Probleme verursacht auch die durch den Brand entstandene hohe Bleikonzentration. Laut dem französischen Portal Mediapart sollen die Bleiwerte an der Pariser Kathedrale den Grenzwert um das 800-fache überstiegen haben.

Deshalb müssen die Arbeiter zu Beginn eine entsprechende Arbeitsmontur anlegen. Beim Verlassen der Baustelle müssen sie zudem duschen, teils mehrmals am Tag. Das Prozedere stehle laut vaticannews viel Zeit. Auch, weil in Notre-Dame keine Toiletten für die Arbeiter zur Verfügung stehen.

Viertel um Notre-Dame seit dem Brand "tot"

Auch die Gegend um das Wahrzeichen auf der Île de la Cité leidet unter den andauernden Arbeiten. Weil der Touristenmagnet fehlt, sind einige der Geschäfte im Viertel zum Erliegen gekommen.