Briefbomben in den Niederlanden

Nach Explosionen in den Niederlanden: Das fordern die Erpresser

Nach Explosionen in Amsterdam und Kerkrade fordern Erpresser Bitcoins.
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Nach Explosionen in Amsterdam und Kerkrade fordern Erpresser Bitcoins.

Nach zwei Explosionen in den Niederlanden am Mittwochmorgen geht die Polizei von Erpressung aus. Der oder die Täter fordern dabei etwas Spezielles.

  • In den Niederlanden gab es am Morgen zwei Explosionen.
  • Mit Sprengstoff gefüllte Briefe waren in Amsterdam und Kerkrade bei Aachen detoniert.
  • Die Polizei geht laut Medienberichten von Erpressung aus.

Update, Mittwoch (12. Februar), 14.12 Uhr: Amsterdam/Niederlande - Erpressung soll das Motiv hinter den Explosionen in den Niederlanden sein. Das berichtet die Zeitung Het Parool unter Berufung auf Ermittler. Die Briefbomben sollen demnach bei der Bank ABN Amro in Amsterdam sowie einer Postsortierfirma in Kerkrade explodiert sein.

Niederlande: Briefe mit Sprengstoff in Amsterdam und Kerkrade explodiert

Die Forderung der unbekannten Erpresser: Bitcoins. Die Cryptowährung wird immer wieder für kriminelle Zwecke verwendet und können nur schwer zurückverfolgt werden. Da bereits bei einem ähnlichen Fall im Januar die digitale Währung gefordert wurde, gehe die Polizei laut dem Bericht vom selben Täter aus.

Sprengstoffspezialisten der Polizei haben das betroffene Gebäude in Amsterdam mittlerweile gesichert. Es bestehe keine Gefahr mehr, teilen die Behörden mit. Das Gebäude in Kerkrade bleibt nach der Explosion für Ermittlungen gesperrt.

Ein in der Zwischenzeit Maastricht als verdächtig gemeldeter Brief stellte sich als ungefährliche Computermaus in einem Umschlag heraus.

Niederlande: Mitarbeiter hörte vor Explosion ein Zischen

Update, Mittwoch, 10.28 Uhr: Als die Briefbombe in dem Gebäude in Kerkrade explodierte, sollen neun Personen anwesend. Zuvor hatte ein Mitarbeiter ein seltsames Geräusch gehört, gefolgt von einem Knall. Das berichtet die Polizei in Kerkrade. Das Gebäude wurde weiträumig abgeriegelt. Sprengstoffexperten sollen gegen 11 Uhr eintreffen.

Ursprungsmeldung: In Amsterdam und Kerkrade nahe der deutschen Grenze gab es heute Morgen (12. Februar) zwei Explosionen. Nach Angaben der Polizei sei eine Briefbombe in der Poststelle eines Unternehmens in Amsterdam detoniert. In Kerkrade war ebenfalls ein mit Sprengstoff gefülltes Paket hochgegangen.

Nach Angaben der Polizei Amsterdam soll die Explosion um kurz vor acht Uhr passiert sein. Verletzte gebe es dort nicht, die Polizei ist vor Ort. Wie groß der Schaden ist, ist noch unklar. In dem Gewerbegebiet am Hafen von Amsterdam sitzen zahlreiche Unternehmen.

Bereits mehrere Briefe mit Sprengstoff in Niederlanden entdeckt

In Kerkrade soll in der Poststelle eines Unternehmens ebenfalls ein Paket explodiert sein, teilt die Polizei Limburg mit. Das Gebäude wurde anschließend evakuiert. Ob diese im Zusammenhang mit der Explosion in Amsterdam stehe, werde derzeit untersucht. Auch hier gebe es keine Verletzten. Ein Sprengstoff-Aufklärungsteam sei im Einsatz, teilt die Polizei auf Twitter mit.

In den vergangenen Wochen waren bereits häufiger mit Sprengstoff gefüllte Briefe in Unternehmen gefunden worden. Explodiert waren sie jedoch nicht. Ob die Explosionen am Mittwoch damit zusammenhängen, ist ebenfalls unklar. Hinweise auf mutmaßliche Täter oder ein Motiv gibt es derzeit ebenfalls nicht.

Zuletzt war es in einem Chemiewerk in Tarragona (Spanien) zu einer Explosion gekommen. Mehrere Menschen wurden dabei teils schwer verletzt.