Neue Euro-Banknoten sind da - darum sind die Geldscheine besonders fälschungssicher

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Neue 100- und 200-Euro-Scheine

Seit dem heutigen Dienstag (28. Mai) sind in Europa neue 100- und 200-Euro-Noten im Umlauf. Die neuen Geldscheine sollen schwerer zu fälschen sein.

Seit dem heutigen Dienstag (28. Mai) sind in Europa neue 100- und 200-Euro-Noten im Umlauf. Die neuen Geldscheine sollen schwerer zu fälschen sein.

  • Die Geldscheine haben ein besonderes Sicherheitsmerkmal.
  • Die Einführung der neuen Banknoten erfolgt Schrittweise.
  • Alte Geldscheine werden aus dem Verkehr gezogen.

Nachdem bereits vor einiger Zeit die Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger erneuert und in Umlauf gebracht wurden, sind nun die großen Geldscheine dran. Ab Dienstag müssen sich Verbraucher in Europa an neue 100- und 200-Euro-Scheine gewöhnen.

Der 500-Euro-Schein wird dagegen ganz aus dem Verkehr gezogen. Bereits seit Ende April wird der lilafarbene Schein nicht mehr ausgegeben.

Geldscheine sind besonders fälschungssicher

Die neu in Umlauf gebrachten Banknoten sollen Geldfälschern durch ein neues Sicherheitsmerkmal das Handwerk erschweren. Die neuen Banknoten gehören der zweiten Generation der Euro-Scheine an. Banknoten der alten Generation behalten aber ihre Gültigkeit - das gilt auch für die 500er-Note.

Wer jetzt allerdings hofft, die neuen Scheine direkt aus dem Automaten ziehen zu können, könnte enttäuscht werden. Die Einführung der 2,3 Milliarden überarbeiteten Hunderter und 700 Millionen Zweihunderter erfolgt schrittweise.

Besondere Fälschungssicherheit verspricht ein Satelliten-Hologramm auf der Vorderseite. Es befinden sich rechts oben auf dem Geldschein. Dort bewegen sich kleine Euro-Symbole, wenn der Schein hin und her bewegt wird.

In Australien enthalten 49 Millionen frisch gedruckte Banknoten seit kurzem ein ganz besonderes "Sicherheitsmerkmal". Sie enthalten einen Rechtschreibfehler.

100-Euro-Schein oft gefälscht

Zusätzliche gibt es in der Smaragdzahl Euro-Symbole. "Diese beiden Sicherheitsmerkmale machen Fälschungen der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten noch schwieriger", erläutert Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann.

Sechs Prozent aller Euro-Blüten entfiel im vergangenen Jahr (2018) auf die 100-Euro-Scheine. Mit Abstand am häufigsten wird allerdings der 50-Euro-Schein gefälscht. Doch auch hier ging die Anzahl der Blüten zurück, nachdem 2017 eine überarbeitete Version des Geldscheins ausgegeben wurde.

Immer wieder stellen Ermittler bei Razzien auch große Mengen an Falschgeld sicher - so wie bei dieser Razzia in NRW gegen die rockerähnliche Gruppe "Al-Salam 313". Auch im Ruhrgebiet tauchen immer wieder Blüten auf. Doch das Falschgeld und Filmgeld aus Münster und Dortmund erkennt man an einigen besonderen Merkmalen.

Wie sehen die neuen Geldscheine aus?

Die Grundfarben der neuen Scheine ändern sich nicht - sie sind weiterhin grün beziehungsweise gelb-braun. Allerdings sind die Scheine nun genau so hoch wie der 50er. Nur: Sie sind breiter. Also gilt weiterhin: Je breiter ein Geldschein, desto höher sein Wert.

Auch die abgebildeten Bauwerke - Bauwerke die es in Wirklichkeit gar nicht gibt - bleiben den Scheinen erhalten.