Bei Netto gibt's jetzt plastikfreies Gemüse und viel nackte Haut - den Kunden geht das zu weit

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Netto. Foto: dpa

Netto will Plastik reduzieren. Aktuell wirbt der Discounter mit einer Kampagne für unverpacktes Gemüse. Dabei greift die Kette auf viel nackte Haut zurück.

Netto will Plastik reduzieren. Deshalb wirbt der Discounter aktuell mit einer Kampagne für unverpacktes Obst und Gemüse. Dabei greift die Kette allerdings auf viel nackte Haut zurück - und das kommt nicht bei jedem gut an.

  • Netto will in seinen Märkten Müll durch Plastik reduzieren.
  • Der Discounter wirbt mit einer Kampagne für unverpacktes Obst und Gemüse.
  • Wegen viel nackter Haut werfen Kunden der Kette Sexismus vor.

Plastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Auf diesen Trichter ist auch Netto gekommen. Mit einer gewagten Werbekampagne macht der Discounter derzeit auf das Thema aufmerksam. In den Märkten gibt es ab sofort unverpacktes Gemüse und Obst.

Netto mit gewagter Kampagne gegen Plastik

Eine gute Maßnahme, für die es sich zu werben lohnt. Die Art und Weise, wie Netto das mit seiner aktuellen Kampagne macht, kommt bei vielen Kunden des Supermarkts allerdings nicht besonders gut an.

"Nackte Tatsache: Wir haben unverpacktes Obst und Gemüse“ - so lautet der Werbeslogan von Netto. Nackt sind allerdings nicht nur die Lebensmittel auf den Plakaten. Die Werbung zeigt nackte Frauen und Männer, die sich vor ihre Geschlechtsteile Paprika, Tomaten oder auch mal einen Salatkopf halten.

Neben den überwiegend weiblichen Models auf den Werbeschildern von Netto steht dann die Aussage: "Kaufe unverpackt, spare Plastik". Gute Idee, schlechte Umsetzung finden einige Kunden, die ihrem Unmut auf Twitter Luft machen.

Nacktes Obst - ja! Aber hüllenlose Frauen und Männer im Supermarkt?

"Hallo Netto, gutes Beispiel für zielgruppenverkennendes Marketing" oder "Wie sonst könnte man für unverpackte Paprika auch werben, als mit einer Frau, die sie sich vor die blanken Brüste hält?!" und "Netto spart an Plastik und Hirn" schreiben einige Nutzer auf Twitter.

In den Hashtags tauchen häufig Wörter wie "Sexismus", "Boykott" oder "Fight Sexism" auf. Kein Wunder, denn viele Kunden fragen sich, warum Mann oder Frau beim Einkauf nackt daher laufen muss. Die Antwort liegt auf der Hand: Sex sells. Schaut man sich die Reaktionen an, ging die Aktion bei Netto aber womöglich nach hinten los.

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Neben der Supermarkt-Kette, die ihren Hauptsitz in Bayern hat, versuchen auch andere Discounter wie Aldi, Plastik aus ihren Läden zu verbannen.