Netflix will gegen Passwort-Sharing vorgehen - wird jetzt alles teurer?

Netflix steckt immer weiter in der Krise. Passwort-Sharing unter den Nutzern sorgen für geringere Einnahmen. Dagegen möchte Netflix jetzt vorgehen. Foto: Alexander Heinl/dpa
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Netflix steckt immer weiter in der Krise. Passwort-Sharing unter den Nutzern sorgen für geringere Einnahmen. Dagegen möchte Netflix jetzt vorgehen. Foto: Alexander Heinl/dpa

Netflix steckt immer weiter in der Krise. Passwort-Sharing unter den Nutzern sorgen für geringere Einnahmen. Dagegen möchte Netflix jetzt vorgehen.

Netflix steckt immer mehr in der Krise. Das liegt aber nicht am Konkurrenten Amazon oder anderen Streaminganbietern, sondern an den Kunden. Passwort-Sharing sorgt für fehlende Einnahmen. Dagegen möchte Netflix jetzt vorgehen.

  • Netflix möchte gegen das Passwort-Sharing vorgehen.
  • Rund 135 Millionen Dollar monatlich entgehen dem Streaminganbieter.
  • Netflix arbeitet derzeit an einer benutzerfreundlichen Lösung.

Netflix: Passwort Sharing sorgt für geringere Kosten bei den Nutzern

Fast jeder hat mindestens einen Freund oder auch Familienmitglied, mit dem sich das Abo bei Netflix geteilt wird. Das hat für den Nutzer natürlich Vorteile: Man kann sich die Kosten des Abos, das in den letzten Jahren immer teurer geworden ist, aufteilen.

So kostet ein Premium-Abo des Streaminganbieters 15,99 Euro. Vier Geräte können mit diesem Abo gleichzeitig Serien und Filme streamen. Wenn man sein Passwort also mit vier weiteren Personen teilt, zahlt jeder einzelne nur rund vier Euro im Monat. Das ist deutlich weniger, als das Basis-Abo, welches 7,99 Euro im Monat kostet.

Netflix: Vor allem Jugendliche teilen sich die Kosten eines Abos

137 Millionen Nutzer hat der Streaminganbieter. Davon sollen rund 13,7 Millionen nicht für das Abo bezahlen, so Newsweek. Rechnet man das allein auf das günstigste Abo hoch, fehlen dem amerikanischen Unternehmen etwa 135 Millionen US-Dollar monatlich.

Besonders häufig teilen Jugendliche und junge Erwachsene ihr Passwort. Etwa 42 Prozent geben ihre Daten an andere Nutzer weiter. Unter den 38 bis 58-Jährigen teilen etwa 19 Prozent ihre Daten.

Im Jahr 2016 waren die Zahlen allerdings noch kein Problem, wie Netflix-CEO Reed Hastings (59) damals in einem Interview erklärte.

Netflix sucht jetzt nach einer geeigneten Lösung

Das hat sich jetzt geändert. Der Netflix-Manager Greg Peters gab in einem Interview bekannt, dass man die Situation nun weiter beobachten würde. Der Streaminganbieter möchte das Problem allerdings über einen "benutzerfreundlichen Weg" lösen. Das könnte jedoch für den einzelnen Nutzer ein teurer Weg werden. Eine Preiserhöhung des Abos ist wahrscheinlich.

Bislang äußerte sich Netflix, der jetzt mit Joyn Plus+ vielleicht einen echten Konkurrenten bekommen hat, aber noch nicht mit endgültigen Entscheidungen. Wie der benutzerfreundliche Weg also aussehen wird, bleibt weiterhin unbekannt.

Am Sonntag (27. Oktober) konnten Kunden von Unitymedia kein Netflix schauen. Eine massive Störung legte das Internet lahm. Die Kunden zeigten ihren Unmut in den Sozialen Medien.