Terrorverdächtiger gesteht Anschlag +++ Tödliche Schüsse in Utrecht

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Die niederländische Stadt Utrecht. Foto: NBTC/dpa-tmn

Nach den Schüssen in Utrecht hat der Angeklagte nun ein Geständnis abgelegt. Bei den Schüssen in Utrecht handelte es sich demnach um einen Anschlag.

In einer Tram in der niederländischen Stadt Utrecht sind am Montag Schüsse gefallen. Es gab offenbar drei Tote und mehrere Verletzte. Die Polizei fahndete mit einem Foto nach einem tatverdächtigen 37-Jährigen.

Update, Freitag (22. März), 15.45 Uhr: Der Verdächtige hat am Freitag (22. März) nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt. Der 37-Jährige räumte demnach ein, alleine gehandelt zu haben.

Weitere Details über die Vernehmungen gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt, weil die Ermittlungen noch laufen, hieß es weiter.

Am Freitag wurde auch bekannt, dass ein weiterer Verdächtiger – ein 40-jähriger Mann – wieder freigelassen wurde, bei sich der Hauptverdächtige zum Zeitpunkt der Festnahme aufhielt. Laut den Ermittlern gibt es keine Hinweise darauf, dass der 40-Jährige dem Angreifer bei dem Anschlag geholfen habe.

Anklage wegen Mordes, Totschlags und terroristischer Bedrohung

Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, Anklage gegen den Verdächtigen erheben zu wollen. Wie es in der Mitteilung hieß, soll sich der 37-jährige Hauptverdächtige wegen mehrfachen Mordes, Totschlag mit terroristischem Motiv und terroristischer Bedrohung verantworten.

Update, Dienstag (19. März), 11.52 Uhr: Die Polizei hat einen Brief gefunden. Darin sollen Hinweise auf terroristische Motive stehen. Der genaue Inhalt ist noch nicht bekannt. Man schließe aber andere Motive weiterhin nicht aus.

Der türkische Präsident Recep Tyyip Erdogan hat angekündigt, eigene Ermittlungen zu starten. Bei dem Täter handelt es sich um einen türkischstämmigen Mann: Aus diesem Grund will der türkische Geheimdienst eigene Ermittlungen starten.

Schüsse von Utrecht - Erdogan startet eigene Ermittlungen

Update, Dienstag (19. März), 9.40 Uhr: Wie der Focus berichtet, hat die Polizei in Utrecht zwei Verdächtige wieder frei gelassen. Sie hätten nichts mit der Tat zu tun.

Die Polizei habe das noch nicht bestätigt. Eine Stellungnahme gab es aber vom Bürgermeister der Stadt Utrecht, Jan van Zanen.

"Haben nichts mit der Tat zu tun."

Update, Dienstag (19. März), 7.20 Uhr:Terrorakt oder Beziehungstat? Die Polizei hofft auf neue Erkenntnisse und will den Hauptverdächtigen am Dienstag weiter vernehmen.

Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden sollen am Dienstag auf halbmast wehen. Ein Zeichen der Staatstrauer.

Update, Montag (18. März), 20.57 Uhr: Der Tatverdächtige war der Polizei durch mehrere vorherige Delikte bereits bekannt. Die Liste ist Medienberichten zufolge lang: Auf ihr stehen Delikte wie ein Einbruch in einen Lastwagen, ein Ladendiebstahl, Trunkenheit am Steuer, ein Vergewaltigungsvorwurf, Anspucken und Bedrohen eines Polizeibeamten, das Zerstören einer Polizeizelle sowie eine Verurteilung wegen versuchten Mordes.

Der Tatverdächtige ist nach seiner Flucht nicht weit gekommen. Er sei noch im Zentrum der Stadt von der Polizei festgenommen worden.

Nach seiner Festnahme wurde die Terrorwarnstufe für die Provinz von 5 auf 4 zurückgesetzt. Der Tatverdächtige werde nun von der Polizei vernommen.

Update, Montag (18. März), 18.43 Uhr: Wie Spiegel Online soeben berichtete, hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen von Utrecht gefasst. Das haben die Ermittler bekanntgegeben. Auch ein zweiter Verdächtiger wurde festgenommen.

Auf einer Pressekonferenz hatte Utrechts Bürgermeister Jan van Zanen zunächst noch berichtet, dass von dem Hauptverdächtigen jede Spur fehle. Dann kam gegen Ende der Veranstaltung die Meldung, dass der 37-jährige Gökmen Tanis gefasst sei.

Schüsse in Utrecht - Hausdurchsuchung

Update, Montag (18. März), 18.30 Uhr: Ein Sprecher der Polizei teilt mit, dass die Polizei nach einigen Hausdurchsuchungen einen Verdächtigen festgenommen haben. Dabei handelt es sich nach Angaben des Polizeisprechers allerdings nicht um den Hauptverdächtigen. Das berichtet DerWesten.

Ob und inwieweit der Festgenommene mit dem Vorfall in Verbindung steht, ist bislang noch ungeklärt. Die höchste Warnstufe werde bis 22 Uhr aufrechterhalten.

Update, Montag (18. März), 17.03 Uhr: Die Polizei in Utrecht gibt eine erste Entwarnung. Die Menschen, die zuvor aufgerufen waren, zuhause zu bleiben, könnten wieder auf die Straße gehen, teilte die Polizei mit.

Die Ermittler gehen mittlerweile nicht mehr allein von einem terroristischen Motiv aus. Es könnte sich auch um ein Familiendrama oder um eine Beziehungstat handeln. mit dpa

Update, Montag (18. März), 16.41 Uhr: Die Zahl der Verletzten wurde nach unten korrigiert. Nach Angaben der Polizei Utrecht sind nur fünf Menschen bei der Schießerei verletzt worden. Zuvor war von neun Verletzten die Rede.

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Täter soll es auf Frau abgesehen haben

Update, Montag (18. März), 16.22 Uhr: Laut einem Augenzeugen soll es der Täter von Utrecht auf eine Frau abgesehen haben. Daan Molenaar sagte dem Sender NOS Radio, dass er im vorderen Teil der Bahn gestanden habe, als hinten die Schüsse fielen.

Als die Bahn hielt, sei ihm eine Frau aufgefallen, die auf dem Boden lag. Als Mitfahrer der Frau helfen wollten und sie wegtrugen, sei der Täter gezielt mit der Waffe auf die Gruppe zugelaufen. Es habe so ausgesehen, als wenn er die Frau oder die Helfer erneut hätte angreifen wollen.

Passanten hätten hinter Autos Schutz gesucht. Wie der Täter genau aussah, konnte der Augenzeuge nicht sagen.

Polizei Essen ermittelt in NRW

Update, Montag (18. März), 16.02 Uhr: Die Polizei Essen leitet nun den landesweiten Einsatz in NRW.

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Update, Montag (18. März), 15.35 Uhr: In einer Videobotschaft spricht Utrechts Bürgermeister Jan van Zanen von drei Toten durch den Anschlag in der Straßenbahn. Es seien neun Menschen verletzt worden, darunter drei schwer. Die Polizei bestätigte dies zunächst. Am Nachmittag wurde die Zahl der Verletzten jedoch auf fünf korrigiert.

"Wir gehen von einem terroristischen Motiv aus", sagte van Zanen in dem Video. Es gebe möglicherweise mehrere Täter.

Auch Ministerpräsident Mark Rütte spricht mittlerweile von einem Anschlag in der niederländischen Großstadt.

Polizei gibt Fahndungsfoto heraus

Update, Montag (18. März),15.25 Uhr: Nach Angaben der Polizei ist kurz vor den Schüssen ein roter Renault Clio an der Amerikalaan gestohlen worden. Später tauchte dieser rund fünf Kilometer entfernt in der Tichelaarslaan wieder auf. Die Polizei vermutet, dass der Täter in dem roten Auto flüchtete.

Update, Montag (18. März), 14.25 Uhr: Die Polizei Utrecht hat jetzt ein Fahndungsfoto des mutmaßlichen Täters herausgegeben. Es handelt sich demnach um den 37-Jährigen Gökmen Tanis, geboren in der Türkei. Wer ihn sieht, soll sich ihm nicht nähern, sondern die Polizei rufen.

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Update, Montag (18. März), 14.08 Uhr: Alle verfügbaren Beamten der deutschen Bundespolizei seien eingesetzt, wie der Sprecher der Bundespolizei der dpa mitteilte. Auch Landespolizisten aus NRW sind im Einsatz. Schwerpunktmäßig kontrolliert man die A3, aber auch an anderen Grenzbereichen zwischen Deutschland und den Niederlanden sind Beamte unterwegs. Dort schauen sie in Fahrzeuge und ziehen Verdächtige aus dem Verkehr. Auch Züge, die die Grenze überqueren, werden kontrolliert.

Anti-Terror-Einheit stürmt Wohnung

Update, Montag (18. März), 13.54 Uhr: Niederländischen Medien zufolge hat die Polizei eine Straße in Utrecht abgesperrt. Kräfte der Anti-Terror-Einheit drangen in eine Wohnung ein. Auch die deutsche Bundespolizei ist im Einsatz. Sie kontrollieren Züge und Straßen an der deutschen Grenze. Neben Schulen ist jetzt auch die Universität in Utrecht abgeriegelt worden.

Update, Montag (18. März), 12.56 Uhr: Wie die dpaberichtet, haben die Behörden nun die Warnstufe 5 für die Provinz Utrecht ausgerufen. Es handelt sich um die höchste Terrorwarnstufe.

Update, Montag (18. März), 12.31 Uhr: Niederländische Medien berichten von mindestens einer toten Person und sieben Verletzten. Der Täter flüchtete offenbar in einem roten Auto. Die Klinik UMC öffnete das sogenannte Katastrophen-Krankenhaus.

Region Utrecht: Höchste Terrorwarnstufe

So sollen die Opfer so schnell und professionell wie möglich versorgt werden, wie es bei Focus Online heißt. Die Schulen forderte man auf, die Schüler im Gebäude zu halten.

In einer Straßenbahn soll eine Person auf Passagiere geschossen haben. Es gab mehrere Verletzte. Die Polizei sperrte den betroffenen Bereich zudem ab.

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Niederländische Medien berichten, dass sowohl eine Anti-Terror-Einheit und zudem auch Polizeihubschrauber im Einsatz sind.

Schüsse in einer Straßenbahn in Utrecht

Die Polizei ermittelt - auch in Richtung eines terroristischen Motivs, wie sie selbst mitteilte.

Genaue Infos zu Hintergründen oder wie viele Opfer es gibt sind noch nicht bekannt. Wir berichten weiter.