Nach Coca-Cola-Plakat: Racheaktion von AfD-Anhängern geht nach hinten los

Anhänger der AfD schießen mit einem Fake-Plakat von Pepsi zurück. Das Unternehmen findet es nicht witzig.
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Anhänger der AfD schießen mit einem Fake-Plakat von Pepsi zurück. Das Unternehmen findet es nicht witzig.

Vergangene Woche sorgte ein gefaketes Weihnachtsplakat von Coca Cola für Aufregung. Denn der Slogan richtete sich klar gegen die AfD. Jetzt schießen Anhänger der Partei zurück - mit einem Pendant von Pepsi. Das Unternehmen findet das jedoch gar nicht witzig. [...]Weiterlesen

Vergangene Woche sorgte ein Anti-AfD Weihnachtsplakat im Stil von Coca-Cola für Aufregung. Jetzt schießen Anhänger der Partei zurück - mit einem Pendant von Pepsi. Das Unternehmen findet das jedoch gar nicht witzig.

Ursprünglich ist das Plakat in Berlin aufgetaucht, über Facebook und Twitter verbreitete es sich aber schnell in ganz Deutschland. Denn neben dem grinsenden Weihnachtsmann und dem Coca-Cola-Logo zierte auch ein ungewöhnlicher Spruch den roten Hintergrund: "Für eine besinnliche Zeit: Sag' Nein zur AfD".

Schnell war klar, dass nicht die amerikanische Marke dahinter steckt. Coca-Cola reagierte souverän und distanzierte sich von dem Plakat. Per Twitter äußerte sich der Kommunikationsdirektor der deutschen Außenstelle mit einem gewitzten Kommentar. "Nicht jedes Fake muss falsch sein", tippte Patrick Kammerer – und sorgte für Jubel im Netz.

AfD-Anhänger reagieren mit Fake von Konkurrent Pepsi

Das konnten Anhänger der AfD aber offenbar nicht auf sich sitzen lassen - und konterten mit einem gefakten Plakat im Pepsi-Stil. Ein blauer Weihnachtsmann, darüber der Spruch: "Für eine besinnliche Zeit: Sag' ja zur AfD!". Zahlreiche Landesverbände, darunter auch die AfD Berlin, teilten das Plakat via Twitter und Facebook.

Im Gegensatz zu Coca-Cola fand Pepsi das Fake aber gar nicht witzig. Das Unternehmen kündigte sogar an, rechtliche Schritte zu prüfen. Der Grund: Verletzung der Markenrechte. Auf Facebook teilte Pepsi mit, dass sich das Unternehmen "ausdrücklich von dieser parteipolitischen Vereinnahmung" distanziere.

Mittlerweile haben alle Seiten und Verbände die Posts wieder von ihren Plattformen gelöscht.

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Im Streit mit Coca-Cola lässt auch Thüringens AfD-Chef Björn Höcke nichts anbrennen. Auf Twitter ließ sich der Fraktionsvorsitzende am Sonntag (9. Dezember) lächelnd mit einer Flasche des Konkurrenten Vita Cola ablichten.

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Doch auch Vita Cola will sich nicht von der Partei instrumentalisieren lassen. Auf Anfrage des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND) teilt der Hersteller mit, dass es nicht in Verbindung mit dem Tweet von Höcke stehe. "Wir distanzieren uns damit auch von jeglicher parteipolitischer Vereinnahmung. Vielmehr steht Vita Cola u.a. für Weltoffenheit und Toleranz", so der Hersteller.