Stau auf dem Mount Everest: Zahl der toten Bergsteiger auf zehn gestiegen

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Ein Team der Nepal Army lädt die sterblichen Überreste von vier Bergsteigern aus einen Hubschrauber. Foto: Skanda Gautam/ZUMA Wire/dpa

Am Mount Everest sind innerhalb drei Tagen fünf Menschen ums Leben gekommen. Zu viele Bergsteiger wollen auf den höchsten Berg der Welt.

Am Mount Everest sind in den vergangenen Tagen zehn Bergsteiger ums Leben gekommen. Beobachter haben eine Vermutung: Es wäre möglich, dass manche Todesfälle mit dem hohen Andrang an Bergsteigern zu tun haben könnte.

  • großer Andrang am Mount Everest
  • Zehn Todesfälle in drei Tagen
  • 375 Genehmigungen für Bergbesteigung erteilt

Update, Sonntag (26. Mai): Die Zahl der toten Bergsteiger ist auf mittlerweile zehn gestiegen. Das bestätigen die Behörden in Nepal gegenüber The Himalayan Times.

Demnach sei ein Brite beim Abstieg vom 8848 Meter hohem Mount Everest zusammengebrochen und gestorben.

Mount Everest: Fünf Todesfälle in drei Tagen

Ursprungsmeldung: Der Mount Everest ist derzeit zu einer wahren Touristenattraktion geworden. Momentan versuchen zu viele Bergsteiger gleichzeitig den höchsten Berg der Welt zu erklimmen. Es kam für die Bergsteiger zu langen Wartezeiten auf gesundheitlich gefährlichen Höhen.

Bei den fünf Todesfällen handelt es sich um vier Bergsteiger und einen Bergführer. Der 33-jährige Bergführer brach am Freitag (24. Mai) beim Aufstieg zusammen. Daraufhin wurde er zum Basislager geflogen. Ärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen.

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Die vier Bergsteiger sind am Mittwoch (22. Mai) und Donnerstag (23. Mai) unabhängig voneinander beim Abstieg ums Leben gekommen. Laut Berichten von Sherpas litten alle unter Erschöpfung.

Wetterlage derzeit gut

Vor allem am Mittwoch (22. Mai) waren die Wetterbedingungen besonders gut. Über 200 Kletterer wollten den Berg besteigen. Das Foto eines Bergsteigers von der "langen Warteschlange" am Mount Everest zeigt den enormen Andrang.

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Für die eine Genehmigung zur Besteigung des Mount Everest müssen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9000 Euro bezahlen. In dieser Saison gab es 375 Genehmigungen.

Anfang des Jahres war eine Kletter-Ikone, die auch schon den Mount Everest bestiegen hat, in Unna zu Gast. Reinhold Messner. Er hielt einen Vortrag zum Thema "Überleben".