Nach Absturz der zwei Bundeswehr-"Eurofighter": Suche nach Ursache läuft auf Hochtouren

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In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei "Eurofighter" abgestürzt. Foto: Christophe Gateau/dpa

Am Montag sind wohl zwei "Eurofighter" der Bundeswehr in Meckelnburg-Vorpommern abgestürzt. Das bestätigte das Innenministerium in Schwerin.

Nach Absturz der zwei "Eurofighter": Suche nach Ursache auf Hochtouren

Am Montag sind wohl zwei "Eurofighter" der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Das bestätigte das Innenministerium in Schwerin dem Radiosender Ostseewelle und der Tageszeitung Nordkurier. Einer der beiden Piloten wurde lebend gefunden.

  • "Eurofighter" sind in der Luft zusammengestoßen.
  • Einer der Piloten ist ums Leben gekommen.
  • Es bildete sich ein Waldbrand an den Absturzstellen.
  • Die Suche nach der Ursache läuft.

Update Dienstag (25. Juni), 6.58 Uhr: Wie ein Luftwaffen-Sprecher gegenüber der dpa erklärte, ging die Suche nach Wrackteilen die ganze Nacht über weiter. Mehr als 300 Bundeswehrangehörige sind an der Suche beteiligt. Auch heute, am Tag nach dem Absturz, soll die Ursachenforschung anhalten.

AfD-Politiker wird für seine Reaktion auf das Eurofighter-Unglück massiv kritisiert

Update Montag (24. Juni), 18.40 Uhr: Mit einem hämischen Tweet hat der AfD-Politiker Udo Hemmelgarn nach dem Absturz zweier Eurofighterin Mecklenburg-Vorpommern Kritik ausgelöst. "Jetzt haben wir noch ein taugliches Flugzeug! Das "Gute" daran ist, das es in der Zukunft keine weiteren Zusammenstösse in der Luft geben wird!", schrieb der Bundestagsabgeordnete nach dem Unfall am Montag auf Twitter. Wenig später wurde der Tweet gelöscht.

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FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff forderte Hemmelgarn daraufhin auf, sein Mandat niederzulegen. "Sie sind nicht würdig, über Einsätze unserer Soldaten und Soldatinnen abzustimmen", schrieb der Abgeordnete per Twitter. Auch mehrere private Nutzer kritisierten die Äußerung Hemmelgarns. Dieser rechtfertigte sich mit dem Hinweis, die beiden Piloten seien schon vor seinem Tweet "gerettet" worden.

Später erkannte Hemmelgarn diese Behauptung als falsch - die Luftwaffe bestätigte am Nachmittag den Tod eines Piloten. Der AfD-Politiker sprach den Angehörigen daraufhin sein Beileid aus.

Einer der beiden Piloten ist ums Leben gekommen

Update Montag (24. Juni), 18.00 Uhr: Beim Absturz von zwei "Eurofightern" der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern ist einer beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück am Montag und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Zivile Opfer gab es laut Luftwaffe nicht.

Update Montag (24. Juni), 15.45 Uhr: Nach dem Absturz zweier "Eurofighter" der Bundeswehr hat die Polizei vor gefährlichen Trümmerteilen im Bereich Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gewarnt. "Bitte nicht nähern! Bitte machen Sie den Weg für Rettungskräfte frei und umfahren Sie den Bereich", twitterte das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Montag.

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Piloten haben die Schleudersitze betätigt

Update Montag (24. Juni), 15.14 Uhr: Einer der beiden Piloten wurde nun lebend gefunden. Nach dem zweiten wird weiterhin gesucht.

Ursprungsmeldung: Die Zeitung berichtete, dass die beiden "Eurofighter" in der Luft zusammengestoßen sind. Danach stürzten die Maschinen ab. Beide Piloten haben wohl den Schleudersitz betätigt, so der Nordkurier. Allerdings werde derzeit noch nach ihnen gesucht.

"Eurofighter" sind wohl zusammengestoßen

Die beiden Absturzstellen liegen wohl circa zehn Kilometer voneinander entfernt, so die dpa. Augenzeugen berichteten, dass ein lauter Knall zu hören gewesen sei. Danach sei eine Flamme am Himmel zu sehen gewesen.

Inzwischen hat sich an den Absturzstellen jeweils ein Waldbrand gebildet. Ein Video des Radiosenders Ostseewelle bei Twitter zeigt das:

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Die beiden "Eurofighter" gehörten wohl zum Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff", das in Laage bei Rostock stationiert ist. Der Landesinnenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU) wird zur Unglücksstelle fliegen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

mit dpa-Material