Happy Meal bei McDonald's und Burger King bald ohne Plastik? Kinder starten Petition

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Burger King und McDonald's. Foto: dpa

Zwei Schwestern haben eine Petition gestartet: Kein Plastik mehr im Happy Meal von McDonald's und Burger King. Was sagen die Fast-Food-Konzerne dazu?

Das Happy-Meal bei McDonald's und Burger King enthält schon immer Spielzeug aus Plastik. Jedoch könnte sich das bald ändern. Wenn es nach dem Willen zweier Kinder geht.

  • Die Kinder finden, dass McDonald's und Burger King zu viel Plastik verarbeiten.
  • Sie riefen deshalb eine Petition ins Leben.
  • Knapp 400.000 Menschen teilen ihre Meinung.

"Fridays for Future", Obst und Gemüse ohne Verpackung und lieber Second-Hand statt Neuware - Umweltschutz ist in aller Munde. Und jetzt sollen sich die Fast-Food-Giganten McDonald's und Burger King daran beteiligen.

Zumindest wenn es nach den sieben- und neunjährigen Schwestern Caitlin und Ella McEwan aus Großbritannien geht. Was sie in ihrer Petition fordern? Kein Plastik mehr in den Kinder-Menüs!

Plastik-Spielzeug bei McDonald's und Burger King ist kurzlebig

Ihre Beweggründe haben Caitlin und Ella in ihrer Petition, die mittlerweile fast 400.000 Menschen unterschrieben haben, klar definiert: "Wir gehen gerne bei Burger King und McDonald's essen, aber Kinder spielen mit dem Plastik-Spielzeug, das sie uns geben, nur für ein paar Minuten, bevor es weggeschmissen wird und Tieren schadet sowie die Umwelt verschmutzt."

"Wir wollen, dass alles, was sie uns geben, nachhaltig ist, damit wir den Planeten für uns und künftige Generationen schützen können", heißt es weiter. Doch woher kommt der Sinneswandel bei den Kindern?

Umweltverschmutzung war Thema in der Schule

Wie die beiden Schwestern am Ende ihrer Petition sagen, hätten sie das Thema "Umweltverschmutzung" in der Schule behandelt. Im Anschluss wollten sie alles tun, um zu helfen. Sie informierten Menschen darüber, wie sie den Planeten schützen können und fingen an, zu recyclen. Bei Burger King und McDonald's sahen die beiden aber offenbar den größten Handlungsbedarf.

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"Wir wollen mehr machen, deshalb haben wir diese Petition gestartet", sagen die Schwestern und treiben es noch weiter: ""Es reicht nicht, recyclebares Plastik-Spielzeug herzustellen - große, reiche Firmen sollten überhaupt kein Spielzeug aus Plastik herstellen." Eine klare Forderung - doch wie reagieren die Fast-Food-Konzerne darauf?

Burger King hat zuletzt mit einer irren Aktion zum neuen Star-Wars-Film für Aufsehen gesorgt.

McDonald's und Burger King wollen Plastik reduzieren

Wie RTL berichtet, wolle weder McDonald's Deutschland noch Burger King auf Spielzeug in ihren Kinder-Menüs verzichten. Statt der umweltfeindlichen Plastik-Figuren seien aber zumindest bei "Mecces" ab und an Bücher oder Gesellschaftsspiele im Happy Meal. Das Angebot könnte man künftig aber weiter ausbauen, heißt es.

Auch bei Burger King arbeite man "aktiv an der Entwicklung nachhaltiger Verpackungen und alternativer Spielzeuglösungen", wie es in einer Pressemitteilung in Reaktion auf die Petition heißt.

"Better M Store" testet alternative Verpackungen

In dem "Better M Store" hat McDonald's im Juni dieses Jahres in der "Mall of Berlin" alternative Verpackungen im normalen Geschäftsalltag getestet. Darunter zum Beispiel Dessert-Verpackungen aus Pappe anstatt Plastik.

Nach dem Verzehr konnten Kunden direkt vor Ort ihre Bewertung per Fragebogen abgeben. Die gewonnenen Ergebnisse will die Fast-Food-Kette in ihre Nachhaltigkeitsstrategie einfließen lassen. Erst im April dieses Jahres hat McDonald's seinen neuen Vegan TS herausgebracht - ein Burger komplett ohne tierische Inhaltsstoffe.