Mutter musste alles mit ansehen

Hotelpool-Drama in Spanien an Heiligabend: Polizei nennt Vermutung für Tod von drei Familienmitgliedern

Hotelpool-Unglück an Weihnachten
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An der Costa del Sol in Spanien kam es zu einer Familientragödie im Hotelpool.

Nachdem an Heiligabend drei Menschen - ein Mann und seine zwei Kinder - in einem Pool in  Spanien gestorben sind, steht nun die Ursache für das Drama fest.

  • In Spanien ist es an Heiligabend zu einer Familientragödie gekommen. 
  • In einem Hotelpool nahe der spanischen Provinz Málaga starben ein Vater und seine zwei Kinder.
  • Jetzt steht fest, wie es zum Drama kommen konnte.

Update, Samstag (28. Dezember), 9 Uhr: Der Tod von drei Mitgliedern einer fünfköpfigen Familie aus Großbritannien in einem Hotelpool in Spanien war nach Polizeiangaben ein "tragischer, von fehlenden Schwimmkenntnissen verursachter Unfall".

Alle bisher getätigten Ermittlungen sowie die Aussagen aller Augenzeugen deuteten klar darauf hin, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) am Freitag in Málaga mit.

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Update, Donnerstag (26. Dezember), 20 Uhr: Die Obduktion ergab laut der Zeitung „Sur“, dass alle drei Opfer in dem Hotelpool ertrunken sind. Der Bericht bezieht sich dabei auf Quellen von diversen Ermittlern. Es gebe keine Anzeichen für eine Vergiftung oder äußere Gewalteinwirkung. 

Mittlerweile klagt auch ein Helfer an, dass auch er nach der Rettungsaktion Schwierigkeiten hatte, aus dem Pool zu gelangen. Rettungsschwimmer waren während der Tragödie nicht am Pool, da dieser nicht die Mindestgröße für verpflichtende Bademeister hatte.

Erstmeldung, Donnerstag (26. Dezember), 17 Uhr: Spanien - Ausgerechnet an Heiligabend kam es zu einer Tragödie in der Nähe der spanischen Provinz Málaga. In einem Hotel sind ein Vater und zwei seiner Kinder ertrunken. Dabei wollten sie eigentlich nur helfen.

Unglück in Spanien: Vater und Sohn wollten ertrinkende Tochter retten

In einem Hotelpool im spanischen Ort Mijas an der Costa del Sol kam es zu dem Unglück. An Heiligabend sind dort drei Mitglieder einer britisch-amerikanischen Familie ertrunken. Ein neunjähriges Mädchen war in dem Pool des Hotels in eine Notsituation geraten. 

Der 52-jährige Vater und sein 16-jähriger Sohn wollte dem Mädchen zur Hilfe eilen und ertranken offenbar selbst im Wasser. Die Ursache sei allerdings noch unklar, erklärt ein Polizeisprecher am Mittwoch (25. Dezember) gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur. Immer wieder kommt es im Sommer zu tragischen Badeunfällen. So auch kürzlich in Duisburg: Hier sprang ebenfalls ein Mann ins Wasser, um das Spielzeug seiner Kinder rauszuholen - tragischerweise ertrank er dabei. 

Ursache für Todesdrama in Spanien: Mögliches Problem mit der Wasserpumpe?

Man könne allerdings ein Problem mit der Wasserpumpe nicht ausschließen, so der Polizeisprecher. Die Familie war bereits seit einigen Tagen in der spanischen Stadt Mijas unterwegs gewesen. Diese ist nur unweit von der spanischen Provinz Málaga entfernt.

Die Regionalzeitung "Sur" und andere Medien haben unter Berufung auf Augenzeugen von der Tragödie zuerst berichtet. Die Augenzeugen und Hotelangestellten hätten demnach den Notruf alarmiert. Die Leitung des Hotels teilte mit, dass Angestellte und ein Arzt des Ressorts nach den Rufen sofort zur Hilfe an den Pool geeilt wären.

Mutter und Tochter mussten bei Drama in Spanien zuschauen

Allerdings war jede Hilfe schon zu spät. Der Vater und seine beiden Kinder konnten nicht wiederbelebt werden. Das schlimme: Die Mutter und ihr drittes Kind mussten die Tragödie mitansehen. Sie wurden kurz nach der Tat von Psychologen betreut.

Video: Tiefe Trauer bei Bode Miller: Seine Tochter ertrinkt im Pool

Bei dem Todesunglück in Spanien gibt es allerdings noch einige Ungereimtheiten. Augenzeugen sind unverständlich, wie es zu so einem Unfall überhaupt kommen konnte. Ein Hotelgast berichtet dem britischen Nachrichtensender "Sky News", dass der Pool nicht groß gewesen sei. Inzwischen nahm die Polizei die Ermittlungen in dem tragischen Unfall auf. Man warte allerdings derzeit noch das Ergebnis der Autopsien ab. 

Nach Poolunfall in Spanien: Nicht der erste Todesfall durch Wasserpumpe 

Das ist allerdings nicht das erste Mal, wo der Kontakt mit einem Saugrohr in einem Pool zur Katastrophe führte. So starb erst Mitte dieses Jahres ein zwölfjähriges Mädchen aus Russland in einem Hotelpool in der Türkei. Die Pumpe sorgte den Arm des Mädchens an, sie konnte sich anschließend nicht mehr alleine befreien.

Erst nach 15 Minuten wurde das Mädchen aus dem Wasser gezogen. Sie konnte zwar vorerst reanimiert werden, starb jedoch wenige Tage später im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls im Pool. Im Sommer 2011 starb ein Mädchen aus Deutschland in einem Pool in Bulgarien.

Das Pikante: Der Pool in dem Hotel war noch gar nicht zugelassen. Auch in diesem Fall starb das 13-jährige Mädchen aufgrund einer Saugpumpe im Wasser. Viele Eltern unterschätzen oftmals die Gefahr einer solchen Saugpumpe und verlassen sich auf die Überprüfung durch das Hotelpersonal. Das kann fatale Folgen haben.

2020 könnte der Sommer-Urlaub in Spanien dem Coronavirus zum Opfer fallen: Obwohl Insel-Urlaub vielleicht möglich sein wird, ist es wahrscheinlich, dass Urlaub auf dem spanischen Festland wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden wird. 

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